Anky van Grunsven gewinnt Weltcup Qulifikation in Amsterdam
Zur fünfzigsten Ausgabe von “Jumping Amsterdam”, dem internationalen Springchampionat in den Niederlanden, sorgten auch die gut dotierten Dressurprüfungen für besten Sport mit einem äußerst hochklassgien Starterfeld:
So gewann die dreifache Olympiasiegerin Anky van Grunsven die Weltcup Qualifikation am Samstag in einer mit 5.000 Zuschauern voll besetzten Halle in Amsterdam, mit ihrem Zweitpferd Painted Black: der schwarze Hannoveraner Hengst siegte in der Kür zu Musik mit einem persönlichen Rekordergebnis von 81,25 Prozent.
Van Grunsven selbst zeigte sich erstaunt über die fast makellose Vorstellung: “Das war das erste Mal, dass Painted Black auch im Viereck wirklich zeigen konnte, was er kann und was man Zuhause auch sieht. In diesen großen Hallen ist er oft nicht wirklich auf mich konzentriert. Im vergangenen Sommer hat er Lingen schon einmal mit einem 80% Ergebnis gezeigt, was in ihm steckt, aber dieser Test hier in Amsterdam lief noch einmal besser. Auch wenn wir wegen eines teuren Fehlers in den Pirouetten gestern den Sieg im Grand Prix noch Isabell Werth überlassen mussten, war ich schon erstaunt darüber wie Painted Black mitgearbeitet hat. Heute hat er das nocheinmal untermauert. Wir hatten nur einen kleinen Fehler in den Zweierwechseln, da haben wir also noch die Möglichkeit , uns weiter zu verbessern.”
Nach ihrem Hattrick in drei aufeinander folgenden Weltcup Qualifikationen (Stockholm, London, Mechelen) den Sieg mit nach Hause zu nehmen, lief es für die Niederländerin Adelinde Cornelissen im eigenen Land vollkommen schief. Am Vortag konnte sie sich mit ihrem Championatspferd Parzival im Grand Prix wegen heftiger Spannungen während ihres Rittes nicht für die Weltcup Kür qualifizieren und musse schließlich aufgeben. Der Veranstalter gestand ihr für die Weltcup Kür einen ungewerteten Testritt am nächsten Tag zu. Hier zeigte Parzival sich wieder von seiner besten Seite.
Isabell Werth, die auf ihrem großrahmigen Hannoveraner-Wallach Warum nicht, genannt Hannes, am Vortag noch den Grand Prix klar gewinnen konnte, musste sich in der Kür nach einer nicht ganz fehlerfreien Vorstellung mit dem zweiten Platz begnügen. So fiel der sonst nervenstarke Hannes bei den Trabtraversalen in den Galopp, und nachdem die Spitzenreiterin darauf mit etwas weniger Druck reagierte, unterliefen dem großrahmigen Fuchs noch weitere Fehler in den Einer- und Zweierwechseln.
Werth: “Hannes war heute besser als ich. Keine Ahnung warum ich ihn in den Traversalen gestört habe. Vermutlich kam ich mit meiner Hilfengebung zu früh, dann passierte auch noch der Fehler in den fliegenden Galoppwechseln. Nächstes Mal wird’s wieder besser”, versprach die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten. In den folgenden zwei Weltcup-Qualifikationen (Neumünster und s’Hertogenbosch) wird Isabell Werth ihr Olympiapferd Satchmo an den Start bringen und anschließend entscheiden, mit welchem ihrer beiden Stars sie im April zum Weltcup-Finale nach Las Vegas reisen wird.
Mit seinem dritten Platz unzufrieden zeigte sich Olympionike Hans Per Minderhoud (NL) auf Exquis Nadine. Die Stute zeigte wunderbare Traversalen und Verstärkung, doch Peter hatte alle Hände voll zu tun. “Sie ist schon leicht in der Rosse und war daher wirklich schwierig zu handhaben. Vielleicht hat es gut ausgesehen, aber in London zum Beispiel, hatte ich ein deutlich besseres Gefühl.” Ebenfalls ein besseres Gefühl in London hatte die Viertplatzierte Kyra Kirklund (FIN): “Max hat zwar deutlich an Kraft zugelegt, ließ mich aber in einer Pirouette völlig allein. Schade.”
Die nächste Weltcup Qualifikation der West-Europäischen Liga wird am 12.-15. Feburar 2009 in Neumünster stattfinden.







