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“Das war ein Big-Point” – Ludger Beerbaum gewinnt den Preis der Bundesrepublik

29. März 2009 Mehr Sport

Scheinen sich immer besser zu verstehen: Ludger Beerbaum und Coupe de Coeur. Foto: Julia Rau

Scheinen sich immer besser zu verstehen: Ludger Beerbaum und Coupe de Coeur. Foto: Julia Rau

Mit Fotos von Julia Rau
Bei Stechen in internationalen Prüfungen ist Spannung garantiert. Aber was Ludger Beerbaum, Marcus Ehning und Jereon Dubbeldam in der finalen Aufgabe des Großen Preises der Bundesrepublik vollbracht haben, hat das Nervenkostüm der reitsportbegeisterten Fans in der gut gefüllten Westfalenhalle stark in Anspruch genommen!

Neun Starter hatten sich für das Stechen qualifiziert – der Ansporn war groß. Die Prüfung ist mit 70.000 Euro dotiert. Vorjahressieger Pius Schwizer (SUI), Marco Kutscher und Geir Gulliksen (NOR) zeigten mit ihrem vierbeinigen Partnern solide Ritte, aber die Stangen fielen.

Marcus Ehning und der 16-jährige Sandro Boy sprangen sich spielerisch und schnell durch den Parcours: Null Fehler, 35,49 Sekunden. Unmittelbar danach betraten Ludger Beerbaum und Coupe de Coeur die Arena. Was sich in den letzten Wochen angedeutet hat, ist nun augenscheinlich: Dieses Paar ist bestens zusammengewachsen.

Ein dritter Platz ist keine Niederlage - wohl wahr. Markus Ehning und Sandro Boy. Foto Julia Rau

Ein dritter Platz ist keine Niederlage - wohl wahr. Markus Ehning und Sandro Boy. Foto Julia Rau

Wie ein geölter Blitz schossen sie über die Hindernisse, zeigten engste Wendungen und keinerlei Unsicherheiten. Tadellose 34,52 Sekunden standen für den Sieg. Für Ludger Beerbaum übrigens der Dritte im Großen Preis der Bundesrepublik. Olympiasieger Jereon Dubbeldam und BMC van Grunsven Whisper waren das letzte Starterpaar. Da ist Angreifen natürlich Pflicht.

Das tat der 36-Jährige und schob sich mit fehlerfreien 34,82 Sekunden in der Platzierung zwischen die beiden deutschen Top-Stars.

Ludger Beerbaum war euphorisch: “Das war heute ein Big-Point!” Nach dem Verkauf von All Inclusive NRW steht der zwölfjährige Holsteiner Coupe de Coeur für ihn nun ganz im Rampenlicht. “Er ist jetzt mein Erstpferd und das zu 100 Prozent. Da wächst der Druck. Aber ich hoffe, dass wir uns in diese jetzt eingeschlagene Richtung weiter entwickeln.”

Jeroen Dubbeldam war mit seiner Leistung zufrieden: “Ich bin im Moment eher der Underdog und muss mich erst wieder nach oben arbeiten. Als letzter Starter gibt es nur ein Motto: Attacke.Ich habe es versucht, aber es hat nicht ganz gereicht.”

Reitet in dieser Saison oft vorne mit: Jeroen Dubbeldam auf Whisper. Foto: Julia Rau

Reitet in dieser Saison oft vorne mit: Jeroen Dubbeldam auf Whisper. Foto: Julia Rau

Und Marcus Ehning? Der wurde philosophisch: “Ein dritter Platz ist keine Niederlage.” Sein schöner Hengst Sandro Boy hat die Großen Preise der vergangenen Wochen im In- und Ausland nie ohne eine Platzierung verlassen und seine Qualität längst bewiesen. Er erhält nun aber erstmal eine Pause. “Er geht jetzt seinem Hobby nach und steigt wieder vermehrt ins Deckgeschäft ein.”

Ergebnisdienst:

Großer Preis der Bundesrepublik präsentiert von den Firmen der Region Dortmund

1.  Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Coupe de Coeur mit 0 Fehlern in 34,52 Sekunden

2. Jeroen Dubbeldam (NED) mit BMC van Grunsven Whisper 0/34,82

3. Marcus Ehning (Borken) mit Sandro Boy 0/35,49

4. Alois Pollmann-Schweckhorst (Mühlen) mit Lord Luis 0/38,54

5. Mylene Diederichsmeier (Steinhagen) mit Soloterma 0/39,89

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