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Traumpaar, traumhaft: Matthias Alexander Rath und Sterntaler

29. März 2009 Dressur

Das muss den beiden erstmal einer nachmachen: Zweifacher Sieg vor Isabell Werth von Matthias Alexander Rath und Sterntaler. Foto: Julia Rau

Das muss den beiden erstmal einer nachmachen: Zweifacher Sieg vor Isabell Werth von Matthias Alexander Rath und Sterntaler. Foto: Julia Rau

Matthias Alexander Rath hat das scheinbar Unmögliche geschafft: Nach mehrmonatiger  studienbedingter Pause, hat sich der BWL-Student mit zwei fulminanten Siegen vor Deutschlands Dressurstar Isabell Werth zurückgemeldet.

Mit dem Oldenburger Bewegungswunder Sterntaler UNICEF griff der Sohn von Klaus-Martin Rath und Stiefsohn von Ann Kathrin Linsenhoff wieder ins internationale Turniergeschehen ein und schaffte es jetzt, erster Sieger in der im vergangenen Jahr ins Leben gerufene MEGGEL Champions Trophy zu werden.

Bereits im Grand Prix am Samstag präsentierte der 24-Jährige den Sion-Sohn ungemein ausdrucksstark, frisch und nahezu fehlerfrei und postierte sich mit 75,660 Prozent auf dem ersten Rang.

In der schwersten Dressurprüfung der Welt, dem Grand Prix Special, der in diesem Finale mit 50.000 Euro dotiert war, zeigte das Paar erneut seine Klasse: 75,75 Prozent und Platz eins.

Der erste MEGGLE Champion war glücklich: “Hier in Dortmund bei dieser Serie und mit diesem Starterfeld zu gewinnen, ist ein wahnsinniges Gefühl. Wir hatten eine lange Pause und haben sie genutzt, um an vielen Dingen zu arbeiten, um noch sicherer durch die Prüfung zu kommen.”

Das Trainerteam von Matthias Alexander Rath hat sich übrigens etwas vergrößert. Zusätzlich zu seinem Vater Klaus-Martin Rath wird er nun noch von Klaus Balkenhol gecoacht. “Ich denke, nicht nur für die Pferde, sondern auch für meine eigene reiterliche Entwicklung ist das nur von Vorteil. Es ist sehr wichtig, noch andere Dinge zu lernen.”

Auf dem zweiten Rang behauptete sich wie schon am Vortag Olympiasiegerin Isabell Werth mit ihrem kapitalen Fuchs Warum Nicht FRH. In der finalen Prüfung wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Aber gerade in der ersten Trab-Tour zeigte sich der Sensible sehr gehfreudig und galoppierte zwei Mal an. “Ich bin über den Winter viel Weltcup und Kür geritten und habe den Special nicht ganz so ernsthaft trainiert”, gab die Weltranglisten-Erste zu. Das Scherzen ist ihr dabei aber nicht vergangenen: “Während der Prüfung habe ich einmal auf die Anzeigentafel geguckt und lag im Trend bei 67 Prozent. Da habe ich gedacht: ‘Jetzt solltest Du langsam mal eine Schippe drauflegen!’”

Die Dänin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein, die bei den Olympischen Spielen in Team-Bronze geehrt wurde, war mit ihrem 13-jährigen Rigoletto am Start und schloss das Serien-Finale mit Rang drei ab. Den Wallach v. Rubinstein hat die Prinzessin selbst gezogen und kennt seine Eigenheiten: “Manchmal sieht Rigoletto grüne Männchen, aber heute hat er alles gezeigt und die Prüfung ganz flüssig absolviert. Ich bin sehr stolz auf ihn”, lachte die Reiterin.

MEGGLE Champions geht natürlich in die zweite Runde: Über neun Stationen können sich die Experten in Frack und Zylinder in diesem und nächstem Jahr wieder für das große Finale qualifizieren und das wird erneut in Dortmund gefeiert: beim Internationalen Reitturnier in den Westfalenhallen vom 25. bis 29. März 2010.

Ergebnisdienst:

Finale der MEGGLE Champions, Grand Prix Special -international-

1. Matthias Alexander Rath (Kronberg) mit Sterntaler-Unicef mit 75,750 %

2. Isabell Werth (Rheinberg) mit Warum nicht FRH mit 73,000 %

3. Nathalie Sayn-Wittgenstein (AUT) mit Rigoletto mit 71,833 %

4. Heike Kemmer (Winsen) mit Bonaparte mit 71,583 %

5. Carola Koppelmann (Warendorf) mit Le Bo mit 71,500 %

Watermann Dressurpreis, Prix St. Georg

1. Hayley Beresford (AUS) mit Rhapsodie Queen mit 67,105 %

2. Fabienne Lütkemeier (Paderborn) mit D`Agostino mit 66,667 %

3. Nadine Maiwurm (Hemer-Edelburg) mit Figo mit 65,614 %

4. Helen Langehanenberg (Münster) mit Fleur Rubin mit  64,211 %

5. Tanja Sauerwald (Iserlohn) mit Wilander-Star mit 64,035 %

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