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Beat Mändli, Heike Kemmer und Laura Bechtholsheimer erfolgreich in Hagen

26. April 2009 Mehr Sport

In der schwersten Springprüfung des großen Horses and Dreams Turniers in Hagen, siegte am Sonntag der Schweizer Beat Mändli. In der Siegerrunde des Großen Preises  starteten zwölf Parcours-Asse. Beat Mändli aus der Schweiz ging die schwere von Frank Rothenberger gebaute Aufgabe als Vorletzter mit Quanta Costa an – und der Siegeswille war dem Paar ins Gesicht geschrieben.

So schnell, so rasant und so wendig hatte es bis jetzt kein Athlet versucht! Bei 40,60 Sekunden blieb die Zeit stehen, alle Stangen waren liegen geblieben. Nun stand nur noch der Japaner Taizo Sugitani mit Avenzio auf der Starterliste. Auch die Zwei können schnell sein. Der 32-Jährige aus dem Land des Lächelns kam mit seinem Pferd in 40,64 Sekunden ins Ziel. Zweiter Platz. Das Glück war mit der Schweiz! Der Weltcup-Gewinner von 2007, Beat Mändli, strahlte über seinen Triumph in der mit 30.000 Euro dotierten Prüfung: „Ich habe Quanta Costa noch nicht sehr lange unter dem Sattel. Das war unser erster Großer Preis und dann gleich vorne zu stehen, ist natürlich besonders schön.“

Hinter Taizo Sugitani und Avenzio reihte sich eine Dame ein: Die 25-jährige Caroline Müller und ihr Holsteiner Caretello platzierten sich auf Rang drei – die beiden hatten lange das Starterfeld angeführt. „Ich hätte mich natürlich auch über einen Sieg gefreut, aber mir war klar, dass noch einige schnelle Reiter kommen und zum ersten Platz gehört ein bisschen Glück.“ Horses & Dreams kennt die Amzone bereits seit acht Jahren: „Ich bin hier schon als junge Reiterin gewesen. Und wir alle können der Familie Kasselmann nur ein Kompliment machen: Es ist es Wahnsinn, wie diese Veranstaltung gewachsen ist. Wir sprechen alle nur noch von ‚Klein-Aachen’.“

Doppelweltmeister Franke Sloothaak freute sich ebenfalls: Im Preis der Firma Vesta Stahlservice GmbH, dem Finale Youngster Tour, sprang der Doppelweltmeister mit dem achtjährigen Hengst Nouma D’Auzay v. Carthago zur Goldenen Schleife. Ihm folgte Toni Hassmann mit Dublin Z.

Auch im Dressur-Viereck wurde hochkarätiger Sport geboten:  So setzte sich im Championat der Berufsreiter Hartwig Burfeind souverän an die Spitze.  Mit seinem 15-jährigen Hengst Goofy de Lully gewann er erst den Grand Prix, wurde Zweiter im Special und auch im finalen Pferdewechsel zeigte der 43-Jährige sein Ausbilderkönnen. Mit seinem eigenen Pferd, das dem Schweizer Zuchtverband angehört, und auch mit den zwei vierbeinigen Konkurrenten stand er auf Platz eins und verdiente sich so den Titel des Deutschen Meisters der Berufsreiter. „Für mich hat dieser Sieg im Berufsreiterchampionat einen großen Stellenwert“, lachte Hartwig Burfeind. „Es ist eine super Sache, alle deutschen Profis im Vergleich zu sehen.“  Zweiter wurde Johannes Augustin mit Norblin vor Sonja Bolz und ihrem 18-jährigen Holsteiner Wallach Cockney v. Caretino.

Im Grand Prix Special pilotierte Laura Bechtolsheimer den 14-jährigen Mistral Hojris zu Platz eins (74,375 Prozent). Matthias Alexander Rath und Sterntaler UNICEF sortierten sich auf Rang zwei an (73,958 Prozent) vor Imke Schellekens-Bartels (NED) und Hunter Douglas Sunrise (71,875 Prozent).

Mannschaftsolympiasiegerin Heike Kemmer tanzte mit ihrem Hannoveraner Bonaparte in der Grand Prix Kür zur Goldenen Schleife. Die Richter bewerteten die Darbietung mit 76,25 Prozent. Die Russin Alexandra Korlova und ihr 19-jähriger Balagur schlossen den Test mit 75,950 Prozent und Platz zwei ab.

Veranstalter Ullrich Kasselmann war nach fünf Veranstaltungstagen mit 60.8000 Zuschauern glücklich: „Wir haben hier Signale für den Reitsport gesetzt, aber wollen uns noch weiter verbessern. In der Größe des Turniers sind wir am Limit, es gilt nur noch an der Qualität zu feilen.“ Und der Pferdeexperte hat auch schon Pläne für das letzte April-Wochenende 2010: Das kommende Partnerland wird entweder Brasilien oder die Türkei sein!

Ergebnisüberblick vom Sonntag, 26. April 2009

Preis der RWE Westfalen – Weser – Ems AG; CSI, Finale Small Tour
1. Mario Stevens (Molbergen) mit Mac Kinley 0 Strafpunkte/25,00 Sekunden, 2. Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) mit Casall La Silla 0/25,35, 3. Christian Ahlman (Marl) mit Sebastian 0/25,40, 4. Svante Johansson (Schweden) mit Classic Lady 0/26, 10, 5. Billy Twomey (Irland) mit K.E.C. Maximum Joe 0/27,10 6. Caroline Müller (Mühlen) mit Move On 0/27,23.

Preis der Meggle AG, Qualifikation zur Meggle Champion 2009/2010
1. Laura Bechtolsheimer (England) mit Mistral Hojris 74,375 Prozent, 2. Matthias Alexander Rath (Frankfurt) mit Sterntaler-Unicef 73,958, 3. Imke Schellekens- Bartels (Niederlande) mit Hunter Douglas Sunrise 71,875, 4. Susanne Lebek (Bissingen) mit Potomac 71,042, 5. Patrik Kittel (Schweden) mit Scandic 70.333, 6. Nathalie Sayn-Wittgenstein (Dänemark) mit Rigoletto 69.583

Deutsches Championat der Berufsreiter1. Hartwig Burfeind (Sandbostel) mit Goofy de Lully 352.222 Prozent, 2. Johannes Augustin)(Osnabrück) mit Norblin 340,833, 3. Sonja Bolz (Bonn) mit Cockney 336.574

Großer Preis der Bankhaus Lampe KG; Internationale Springprüfung mit 2 Umläufen1. Beat Mändli (Schweiz) mit Quanta Costa 0 Fehlerpunkte/ 40.60 Sekunden, 2. Taizo Sugitani (Japan) mit Avenzio 0/40.64, 3. Caroline Müller (Münster) mit Caretello 0/41.34, 4. Svante Johansson (Schweden) mit Saint Amour 0/41.81, 5. Marc Houtzager (Niederlande) mit Opium 0/42.32, 6. Billy Twomey (Irland) mit Je t’aime Flamenco 1/43.18

Preis der Firma Kampmann GmbH; CDI – Grand Prix Kür1. Heike Kemmer (Winsen) mit Bonaparte 76,250 Prozent, 2. Alexandra Korelova (Russland) mit Balagur 75,950, 3. Hubertus Schmidt (Borcheln-Etteln) mit Prego 73,000, 4. Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Responsible 72,800, 5. Laura Bechtolsheimer (Grossbritannien) mit Andretti H 71,350, 6. Hayley Beresford (Australien) mit Relampago do Retiro 71,350

Preis der Firma Vesta Stahlservice GmbH; CSI Youngster Finale mit Stechen1. Franke Sloothaak (Borgholzhausen) mit Nouma D´Auzay 0 Fehlerpunkte/37,26 Sekunden, 2. Toni Hassmann (Lienen) mit Dublin 0/38,06, 3. Willem Greve (Niederlande) mit Verona 0/38,39, 4. Oliver Lazarus (Südafrika) mit Corvette 0/39,26, 5. Caroline Müller (Mühlen) mit Charlotta Singular la Manifica 0/40,35, 6. Joachim Heyer (Neuenkirchen) mit Aquino 0/41,57

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