
Göteborg (Blick a d Skandinavium) hat die Latte hoch gelegt - Leipzig wird es sicher toppen. Foto: Kit Houghton/FEI
Wie die FEI vor wenigen Tage verkündete, wird Leipzig im Jahr 2011 Austragungsort für die FEI Weltcup-Finale im Springen und Fahren sein.
Zwei Messehallen werden dann vom 27. April bis zum 1. Mai 2011 für den Sport zur Verfügung stehen und sollen einen einen reibungslosen Ablauf ermöglichen. Die Haupttribüne in Halle 1 mit einer Reitfläche von 40 x 80 Metern soll von 8.000 auf 9.500 Sitzplätze erweitert werden. In der Messehalle 3 entsteht eine zusätzliche Prüfungsfläche mit 3.000 Sitzplätzen. Messehalle 5 beherbergt die Stallungen. Bis zu 900 Pferde sollen 2011 dort untergebracht werden können. Auch für die vierbeinigen Partner der Dressurreiter gäbe es also reichlich Platz. In Leipzig hofft man, dass sie sich zu den Springreitern und Fahrern gesellen.
Weltcupfinals Springen und Fahren in Leipzig 2011 – Stimmen zur Entscheidung
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, der viermalige Olympiasieger und erste deutsche Weltcup-Sieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Christoph Sandmann (Laehden), der 2008 das Vierspänner-Weltcup-Finale in Leipzig gewann, zur Entscheidung der FEI, die Weltcup-Finals im Springen und Fahren 2011 nach Leipzig zu vergeben.
OB Burkhard Jung: „Die PARTNER PFERD ist spannende Unterhaltung, spannender Sport, es ist zuschauerbezogen unglaublich attraktiv. Die Erfolgszahlen der letzten Jahre sprechen Bände. Es tut auch der manchmal geschunden Sportszene Leipzigs gut, dass wir jetzt diesen Zuschlag hier erhalten haben. Leipzig und ich denke ganz Mitteldeutschland steht hinter dieser Bewerbung, hinter diesem Wettbewerb und wir freuen uns auf das Finale.“
„Wirtschaftskraft in die Region in die Stadt zu holen – also einen volkswirtschaftlichen Nutzen – ist hiermit verbunden. Ich spreche von Gastronomie, ich spreche von Hotels, ich spreche von Gästen, die natürlich den Besuch der Partner Pferd bzw., dann des Weltcup-Finales mit einem Besuch in der Stadt verbinden. Wir reden über internationalen Flugverkehr, wir reden also in der Tat über wirtschaftliche Effekte, die wir dann im Ergebnis auswerten. Heute fällt das schwer zu messen, wir haben sozioökonomische Studien aus den letzten Jahren wo der Beweis angetreten wird – der volkswirtschaftliche Nutzen ist enorm.“
Ludger Beerbaum, erster deutscher Weltcupsieger 1993: „Meine Ziele sind es, einfach sportlich nach Möglichkeit erfolgreich zu sein und das sind jetzt nicht unbedingt kurzfristige Ziele die vorne anstehen für diese Saison, sondern tatsächlich mehr mittelfristige und das sind ganz klar nächstes Jahr die Weltreiterspiele in Kentucky. Jetzt, seit dem es fest steht, natürlich auch 2011 das Weltcup Finale hier in Leipzig und dann wird wahrscheinlich mein letztes Jahr auch schon London 2012 sein. Ich habe immer gesagt, dass ich, wenn ich auf die 50 zugehe, die Kurve kriegen werde. Ich wäre 2012 48 Jahre alt, dann wird’s langsam Zeit.“
Ich habe gehört, dass es in Lausanne ja mehre Bewerber gab für das Weltcup Finale und das man hier von dieser Seite aus eine wirklich exzellente Bewerbung vorgetragen hat, die geprägt war von hoher Glaubwürdigkeit, nicht nur von einem fulminanten Auftritt. Es war politisch nicht von Anfang an klar, dass Leipzig den Zuschlag kriegen würde. Es ist eben auch so, dass man international so ein bisschen kritisch beäugt wird, weil gesagt wird – immer geht alles nach Deutschland, zum Beispiel die Weltreiterspiele in Aachen. Umso besser, wenn die Entscheidung für Leipzig nach der Bewerbung, die so glaubwürdig und exzellent war, gefallen ist. Das ist aus meiner Sicht wirklich super!“
„Leipzig überzeugt, weil einfach das Konzept stimmt. Und das ist es, was aus meiner Sicht sehr wichtig ist: Das man wirklich nicht nur aus dem Busch trommelt, auch wenn man gute Sponsoren hat – das haben andere auch – hier ist auch in den Grundlagen vorhanden, was der Sport braucht. Sei es für die Reiter super Bedingungen, eine Infrastruktur, die wirklich Ihres Gleichen sucht bis hin zu einer Atmosphäre und einem Publikum, das eben in Europa auch seines Gleichen sucht. Wenn der Sport es verdient hat, irgendwo solche Dinge auszutragen, dann hier in Leipzig! Das ist ohne jede Frage so und deshalb bin ich wirklich happy das Leipzig den Zuschlag bekommen hat.“
Christoph Sandmann, Weltcupsieger 2008 und mehrmaliger Mannschaftsweltmeister Vierspänner:
„Wir haben in Leipzig die besten Bedingungen überhaupt. Dadurch dass wir uns mit fünf oder sechs Gespannen gleichzeitig auf die Prüfung vorbereiten müssen, benötigen wir etwas Platz und dieser Platz wird uns hier auf dem Vorbereitungsgelänge geboten, was wir an anderen Stellen oft nicht so erleben. Da müssen wir uns sehr beengt vorbereiten und zum Teil auch draußen abfahren.“
„Wir wissen immer, dass wir in Leipzig super Stimmung haben. Wenn ich jetzt höre, dass die Platzzahl nochmal erhöht werden soll auf fast 10.000, kann ich mir fast gar nicht vorstellen was da abgehen wird wenn wir im Ring sind…“
„Ziel ist es, 2011 in Leipzig nicht mit einer Wildcard wie 2008 an den Start zu gehen, sondern qualifiziert zu sein für das Weltcup-Finale.“
Volker Wulff (EN GARDE Marketing, Uthlede)
„Wir sind sehr stolz auf die PARTNER PFERD. Vor allem aber sind wir stolz auf das Vertrauen, das uns seitens des Weltreiterverbandes FEI entgegen gebracht wird.“
„In der Konstellation mit drei Weltcup-Finals - also mit Dressur, Springen und Fahren – kann Leipzig eine ideale Plattform bieten, weil die mediale Aufmerksamkeit durch die daraus folgenden Synergien größtmöglich sein wird. Jede Disziplin für sich werden wir optimal in Szene setzen.“
Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe
„Die Freude ist riesengroß, dass wir in Leipzig erneut Veranstalter von Weltcup-Finals werden und wir hoffen darauf, auch das Weltcup-Finale Dressur zu beherbergen. Wir werden alles tun, um Teilnehmern und Besuchern erstklassige Bedingungen zu bieten.“
„Wir können 2011 aufgrund der Erweiterung auf die Halle 5 eine deutlich größere Ausstellungsfläche bieten. Das Ziel ist es mehr Aussteller einzubinden und auch die Internationalität zu erhöhen. Mit den FEI-Weltcup-Finals schaut buchstäblich die Weltöffentlichkeit auf Leipzig. Das wird für alle – Aussteller, Besucher und Sportler - ein Höhepunkt im Kalender.“