FEI gibt Zusammensetzung der Untersuchungskommission im Fall Marco Kutscher bekannt

Da ging etwas nicht mit rechten Dingen zu: Marco Kutscher und Cornet Obolensky in Hongkong. Foto: Julia Rau
Die internationale reiterliche Dachorganisation FEI hat heute die Zusammensetzung der Ethik-Kommission bekannt gegeben, die den Fall des deutschen Springreiters Marco Kutscher untersuchen soll.
Der Angestellte im Stall des vierfachen Olympia-Siegers Ludger Beerbaum hatte in der vergangenen Woche gemeinsam mit Teamarzt Dr. Björn Nolting zugeben müssen, dass sein Pferd Cornet Obolensky während der Olympischen Spiele mit einem verbotenen und in Deutschland nicht erhältlichen Mittel behandelt worden war, das die Bestandteile Arnika und Lactanase enthält.
Das Mittel war weder vor noch nach der Behandlung angegeben worden. Verantwortliche innerhalb des deutschen Verbandes FN hatten davon gewusst aber Stillschweigen gewahrt. Der vergleichbare Fall von Christian Ahlmann, der allerdings noch in Hongkong in aller Öffentlichkeit des Dopings überführt worden war, war von denselben verantwortlichen Funktionären unnachgiebig verfolgt worden, eine FEI-Sperre von vier Monate war ihnen nicht genug. Sie zogen vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS und erwirkten eine Erweiterung des Startverbotes um vier Monate.
Nach Bekanntwerden der neuen Vorfälle in Deutschland hatte die FEI direkt reagiert und angekündigt eine Ethik-Kommission zur Untersuchung des Falles zu berufen.
Die Kommission wird sich nun zusammensetzen aus dem früheren Chef der britischen Metropolitan Police, Lord Stevens, als Vorsitzendem, dem Olympiasieger und Präsidenten des USAmerikanischen Reiterverbandes, David Connor, und dem Israeli Ken Lalo, der bereits Vorsitzender der FEI Untersuchungskommission ist, sowie John Roche, FEI Direktor Springreiten.
Lord Stevens: “Ich fühle mich geehrt, dass ich danach gefragt wurde, den Vorsitz in einer solch ebenso sensiblen wie wichtigen Angelegenheit zu übernehmen und die FEI in ihrem Bestreben nach sauberem Sport und dem Wohlergehen der Pferde zu unterstützen.”




