
Die erfolgreiche junge deutsche Nationenpreismannschaft: Matthias Rath, Anabel Balkenhol, Helen Langenhanenberg und Anna-Katharina Lüttgen. Foto: Les Garennes
Einmal in der Mannschaft für Deutschland reiten: Für vier junge Hoffnungsträger in der Dressur erfüllte sich dieser Traum beim CDIO in Saumur.
Matthias Alexander Rath und Helen Langehanenberg (Nationalkader) verstärkt durch B-Kader-Mitglieder Anna-Katharina Lüttgen und Anabel Balkenhol, traten die Reise nach Westfrankreich an. Auf der imposanten Anlage der nationalen Reitschule, des Cadre Noir, konnte das Team von Klaus Balkenhol eine imposante Erfolgsbilanz mit nach Hause nehmen.
Zum einen gelang der Mannschaft der Sieg vor Großbritannien und den Niederlanden. „Das hatten wir uns ehrlich gesagt auch fest vorgenommen. Denn wenn man für Deutschland im Ausland antritt, will man auch sein Bestmögliches geben“, erklärt der amtierende Deutsche Meister Matthias Alexander Rath (Kronberg).
Mit seinem Sieg im Grand Prix der CDIO-Tour legte er mit Sterntaler die Basis für den deutschen Erfolg. Auf Platz fünf folgte seine Teamkameradin Anna-Katharina Lüttgen (Kerpen) mit ihrem gerade neunjährigen Lamborghini. Für die Nationenpreis-Debütantinnen Helen Langehanenberg (Münster) mit ihrer Stute Responsible wurde es Rang sieben, Platz elf belegte Anabel Balkenhol (Rosendahl) mit Easy.
Auch im Grand Prix Special wurden Sterntaler und Matthias Alexander Rath nach einer sehr guten Vorstellung erneut mit dem Sieg belohnt. Das Paar erzielte 73,292 Prozent, auf den zweiten Platz kam Mannschaftskollegin Helen Langenhanenberg mit 70,91 Prozent und einem persönlichen internationalen Bestergebnis mit Responsible.
In der Grand Prix-Kür gelang Rath dann der Hattrick: Erneut Platz Eins mit 76,40 Prozent. „Dass es so gut läuft, hätte ich nicht gedacht. Wir sind alle mehr als zufrieden, denn den Nationenpreis zu gewinnen und in allen anderen Prüfungen auch so weit nach vorne zu reiten, war schon ein Traumergebnis“, so Rath.
Der BWL-Student hatte aber auch allen Grund zur Freude. Mit Nachwuchspferd Triviant konnte sich der 24-Jährige im Grand Prix der CDI-Tour vor der britischen Olympiateilnehmerin Emma Hindle und Mannschaftskollegin Anna-Katharina Lüttgen auf Zancor die vierte Goldene Schleife dieses Wochenendes abholen. Ein zweiter Platz beim Grand Prix Special rundete die Erfolgsbilanz ab, Lüttgen konnte den Erfolg in der Kür wiederholen.
Für Bundestrainer Holger Schmezer ein Beweis, wie sinnvoll auch die Konzentration auf den Nachwuchs ist. „Es ist unsere Planung, vermehrt unsere talentierten jüngeren Reiter auf solche Turniere, wie Nationenpreise oder Fünf-Sterne-CDI, zu schicken. Zum einen, damit die Aufmerksamkeit der internationalen Richter vermehrt auf sie gelenkt wird, zum anderen, damit sie Erfahrung bei Wettbewerben dieser Art sammeln können. Der Erfolg aus Saumur macht mich sehr stolz auf diese jungen Menschen und ist eine Bestätigung, mehr Vertrauen in auch international weniger erfahrene Reiter, wie in diesem Fall Anabel Balkenhol oder Helen Langehanenberg, zu setzen.