Isabell Werth wegen positiver Medikationskontrolle bis auf Weiteres von allen Turnieren suspendiert – Rantzau: Katastrophe für den Pferdesport
Die fünffache Olympiagold-Gewinnerin und Vorzeigefrau des deutschen Dressursports Isabell Werth ist wegen einer positiven Dopingkontrolle ihres Nachwuchspferdes Whisper bis auf Weiteres von allen Turnieren suspendiert. Die erfolgreichste deutsche Dressurreiterin nach Rainer Klimke wird demnach auch nicht beim nächste Woche beginnenden CHIO in Aachen (26. Juni bis 5. Juli) starten.
Dies wurde bereits von Frank Kempermann, dem CHIO-Turnierdirektor bestätigt. Aus Aachen heißt es, man begrüße diesen Schritt der Suspendierung im Zeichen des Kampfes gegen Doping.
Wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung heute mitteilte, sei bei einer Medikationskontrolle während des Pfingstturniers die als Doping eingestufte Substanz Fluphenazine entdeckt worden. Die Substanz entstammt der Humanmedizin und wird dort als Psychopharmakum bei Schizophrenie- und Psychose-Patienten eingesetzt. Im Dressursport könnte es bei schreckhaften, unter Spannung stehenden Pferden zur Beruhigung eingesetzt werden.
„Das ist eine Katastrophe für den Pferdesport. Wir lassen uns aber von den schlechten Nachrichten nicht entmutigen und werden den eingeschlagenen Weg für einen fairen Pferdesport fortsetzen“, zeigte sich FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau kämpferisch. Stellungnahme von FN-Generalsekretär Sönke Lauterbach in der ARD.
Eine Entscheidung des FEI Tribunals in dieser Sache steht jedoch noch aus. Die FEI hat am 25. Juni eine Anhörung angesetzt, in der das Tribunal entscheidet, ob es die vorläufige Suspendierung aufrecht erhält. Die Regelung, dass Reiter und Pferd bereits nach einer positiven A-Probe suspendiert werden, gibt es international seit Anfang 2008. Isabell Werth werde eine Öffnung der B-Probe beantragen.





