Voltigier Weltmeisterin Nicola Ströh – Abschied unter Tränen
Am Anfang konnte sie die Tränen zurückhalten, als sie sich mit ihrer Longenführerin Jennifer Trampler Arm in Arm ihre größten Erfolge auf der Leinwand anschaute. Gefasst sprach sie in Anwesenheit von FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau zu den zwölfhundert Voltigierfans.
Sprach von Wehmut und davon, dass „das Voltigieren immer ein Teil von mir bleiben wird“. Doch die offizielle Verabschiedung der zweifachen Weltmeisterin und Aachen-Siegerin 2008, Nicola Ströh, aus dem Turniersport beim CHIO Aachen nahm dann doch ein tränenreiches Ende.
Als Kai Vorberg, seines Zeichens ebenfalls zweifacher Weltmeister, seinen selbst getexteten Abschieds-Song anstimmte und dazu auf dem Keyboard spielte, war „es vorbei mit der norddeutschen Coolness“, meinte die Hamburgerin im Anschluss. „Kai hat scheinbar wirklich ein Talent dafür, mich zum Weinen zu bringen. Aber das ist ein ganz positives Traurigsein. Er ist einer längsten Begleiter, und er war es, der mir den Siegeswillen beigebracht hat.“
Nach zahlreichen Verletzungen im Laufe der Karriere hatte sich die 28-Jährige Anfang 2009 dazu entschieden, ihre Laufbahn als amtierende Weltmeisterin zu beenden. Natürlich beim CHIO Aachen: „Das Turnier ist so perfekt organisiert und bietet unserem Sport eine tolle Bühne“, sagte Ströh. „Hier hatte ich immer eine Gänsehaut.“





