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CHIO Aachen: Bernardo Alves gewinnt STAWAG-Preis

30. Juni 2009 Mehr Sport

“Chupa Chup ist ein ganz spezielles Pferd. Er hat eine große Galoppade und ist meist schnell unterwegs”,  begründete Bernardo Alves seine schnell Runde strahlend. Im STAWAG-Preis, einen Springen auf Fehler und Zeit, war der Brasilianer am Dienstag beim Weltfest des Pferdesports in Aachen auf seinem elfjährigen Wallach nicht nur fehlerfrei, sondern in einer Zeit von 67,43 Sekunden auch konkurrenzlos schnell unterwegs.

“Der Parcours sah zu Beginn gar nicht so schwer aus, aber er hatte es in sich. Vor allem die dreifache Kombination war schwer”, analysierte der Brasilianer den Parcours. “Als ich Ashlees Ritt gesehen habe, dachte ich, das war die Siegerrunde. Aber dann ging es doch noch schneller.”

“Und doch hat er mich geschlagen”, schüttelt die US-Amerikanerin Ashlee Bond gut gelaunt den Kopf. Mit Platz zwei konnte sie bei ihrer CHIO-Premiere gut leben. Auf dem zwölfjährigen Holsteiner Cadett Z benötigte sie 1,52 Sekunden mehr als ihr Konkurrent.

Die 24-Jährige ist in Deutschland  relativ unbekannt, in den USA hat sie bereits zu Saisonbeginn bei den Winterturnieren in Thermal, Kalifornien, für Aufsehen gesorgt, zum Beispiel als sie gleich drei Grand Prixs in zwei Wochen gewann. Auch ein Ticket für den Weltcup konnte die amerikanische Nachwuchsamazone dabei ergattern. Im Fünf-Sterne-Grand Prix von La Baule im Mai gelangte die Amerikanerin auf ihrem Pferd Cadett sogar als eine von sieben ins Stechen des schweren Springens zu gelangen. Mit dem usamerikanischen Nationenpreis Team gewann sie den Meydan Nationenpreis in Rom.

“Ich bin zum ersten Mal auf Europa-Tournee. Aber auch in den USA kennen mich nicht viele”, berichtet die zierliche Amazone grinsend, die neben der Reiterei  mit ihrer Firma eine eigene Modelinie herausbringt. “Sehr schön und sexy”, nutzte sie gleich die Gelegenheit  für etwas Werbung.

Lachender Dritter  auf dem Treppchen  war Marcus Ehning (Borken) auf Noltes Küchengirl. “Ich habe es etwas ruhiger angehen lassen. Mit zunehmenden Alter nimmt man sich eben mehr Zeit, als ich es mit der Stute in früheren Jahren getan habe”, sagte der 35-Jährige grinsend in Anspielung auf nicht ganz geglückte Ritte bei der WM 2006 in Aachen und der EM 2007 in Mannheim. Ehning wirkt relaxt und glücklich  – erst am vergangenen Mittwoch ehelichte er seine langjährige Lebensgefährtin, die frühere Voltigier-Weltmeisterin Nadia Zülow. “Jetzt bin ich ganz ruhig, denn Nadia ist auf dem Weg nach Aachen”, verriet Ehning. Und in der derzeitigen Situation hat er seine frisch Angetraute lieber immer in der Nähe – denn in knapp zwei Wochen soll das erste gemeinsame Kind zur Welt kommen.

Auf dem Weg in die Klinik ist “No Mercy”. das Pferd der Schweizerin Christina Liebherr hat sich im STAWAG-Preis vertreten. “No Mercy hat nach ersten Untersuchungen eine Sehnenverletzung und muss nun weiter untersucht und behandelt werden”, teilte Turnierdirektor Frank Kemperman erste Ergebnisse der Tierärzte mit.

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