Matthias Alexander Rath und Philip Weishaupt – Deutsche Meister Dressur Kür und Springreiten

15. Juni 2009 Dressur
Deutscher Meister der Springreiter: Philipp Weishaupt auf Souvenir Foto: Wehrmann/Balve Optimum

Deutscher Meister der Springreiter: Philipp Weishaupt auf Souvenir Foto: Wehrmann/Balve Optimum

Ein packendes Finale im Kampf um die Deutsche Meisterschaft der Herren beendete das lange Meisterschaftswochenende in Balve. Philipp Weishaupt (Riesenbeck) und Souvenir setzten sich gegen das stark besetzte Starterfeld durch und am Ende nahm der erst 23-Jährige das Meisterschaftsbad im Wassergraben.

Der frisch gebackene Deutsche Meister der Herren konnte sein Glück gar nicht fassen: „Ich hatte zwar eine kalte Dusche, kann aber noch nicht so richtig glauben, dass ich Deutscher Meister bin“, war der Angestellte aus dem Stall von Ludger Beerbaum fassungslos über seinen großen Erfolg.

Vier fehlerlose Umläufe und ein fehlerfreies Stechen säumten den Weg zum Sieg mit der erst neunjährigen Stute, die bereits fünf- und sechsjährig im Finale des Bundeschampionates unter Philipp Weishaupt auf sich aufmerksam machte und in diesem Jahr in den Nationenpreisen von St. Gallen (0/0) und La Baule (0/4) großartige Leistungen ablieferte. Einen dankbaren Deutschen Meister gab es: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Ludger Beerbaum mir das Pferd zur Verfügung stellt und die Besitzerin Madeleine Winter-Schule auf gute Kaufangebote verzichtete. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Im Stechen trat Weishaupt gegen seinen bayerischen Landsmann Thomas Mühlbauer (Kötzing) an, der mit einem Fehler aus dem Stechparcours kam: „Philipp hatte  sehr gut vorgelegt. Es war ganz klar ein Reiterfehler“, schrieb sich der 37-jährige Hotelier den Patzer auf die Fahne. „Für mich ist das wie ein Sieg“, freute sich der „professionelle  Amateurreiter“  -  wie er sich selbst bezeichnet.

Lediglich einen kleinen Kritikpunkt brachte er an: „Ich habe die bayerische Hymne vermisst“, witzelte der Vizemeister gut gelaunt. Diese Hymne hätte nicht für den Bronzemedaillengewinner Carsten-Otto Nagel (Wedel) aus dem hohen Norden gepasst.  Zwei Nullrunden legte der Schleswig-Holsteiner in den letzten beiden Umläufen hin, jedoch belastete das Duo ein Springfehler aus der ersten Wertungsprüfung: „Ich bin sehr zufrieden mit allen vier Runden. Corradina ist super gesprungen“, war der Wedeler rundum glücklich.

Die Wertung der Herren war auch im Hinblick auf den CHIO in Aachen wichtig. Die ersten acht der Wertung haben sich für den CHIO qualifiziert. Sieben Reiter werden zusätzlich durch den Bundestrainer Otto Becker nach dem Nationenpreis in Rotterdam benannt.

Deutscher Meister Dressur Kür
Die Deutsche Meisterschaft in der Grand-Prix Kür beim BALVE-OPTIMUM wurde im Kentucky-Preis gegeben von Madeleine Winter-Schulze entschieden. Deutscher Meister in der Kür ist Matthias Alexander Rath (Kronberg) mit Sterntaler-Unicef. Das Paar erhielt 81,45 Prozent. „Es ist in der Kür das beste Ergebnis, das wir bisher erzielt haben“, freute sich der Student, der im vergangenen Jahr als Deutscher Meister der Herren das Viereck verlies.

Auch wenn der 24-Jährige an einer neuen Kür feilt, wird er sich beim CHIO in Aachen noch auf das Altbewährte verlassen: „So schlecht, dass man es nicht zeigen könnte, ist es ja nicht“, scherzte der Kronberger nach seinem phänomenalen Sieg. Der Titel des Vizemeisters ging an Isabell Werth (Rheinberg) und Warum nicht FRH. „Schon beim Training zeigte sich Hannes sehr umweltorientiert. Im Vergleich zum Training bin ich sehr zufrieden mit seinem Auftritt. Ich bin nicht volles Risiko gegangen“, kommentierte die mehrfache Olympiasiegerin ihren Ritt.

Voller Freude zeigte sich auch Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen), deren kontinuierliche Aufbauarbeit mit dem zehnjährigen Herzruf´s Erbe bronzene Früchte trug: „Wer mich kennt, weiß, dass ich mir immer Ziele setze. Ich habe von der Europameisterschaft geträumt. Ich dachte, ich versuche es und greife an, ich hatte nichts zu verlieren.“ Zum zweiten Mal zeigte das Duo seine Kür. Ihren tollen Erfolg führte die 40-Jährige noch auf etwas anderes zurück: „Ich fühle mich hier in Balve beim Grafen Zuhause“, richtete sie ihre Worte an den Veranstalter Dieter Graf Landsberg-Velen. Dieser freute sich sehr, dass sein neu errichtetes Dressurviereck bei Reitern und Zuschauern so gut angekommen ist. „Wenn wir etwas machen, wollen wir es auch richtig machen“, beschreibt er seine Devise. Nicht nur die Reiter fühlten sich im Orletal Zuhause  – auch die Besucher. Das BALVE OPTIMUM verzeichnete mit 16.500 Zuschauern einen neuen Rekord.

Balve Optimum 2009 – Ergebnisüberblick vom Sonntag, 14. Juni 2009

Kentucky-Preis; Dressurprüfung Kl. S – Grand Prix Kür, Meisterschaftswertung

1. Matthias Alexander Rath (Kronberg) mit Sterntaler-Unicef 81,45 Punkte, 2. Isabell Werth (Rheinberg) mit Warum nicht FRH 81,05, 3. Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) mit Herzruf´s Erbe 80,10, 4. Heike Kemmer (Winsen) mit Bonaparte 76,45, 5. Susanne Lebek (Braubach) Potomac 75,35, 6. Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg) mit Donatha S 74,60

Preis des Einrichtungshauses Ostermann; Zwei-Phasen Springprüfung, Youngster Tour

1. Christian Ahlmann (Marl) mit Conterno 0 Fehler/28,31 Sekunden im Stechen, 2. Andre Thieme (Plau) mit Eisprinz 0/29,12, 3. Cameron Hanley (Irland) mit S.I.E.C. Quite Ruffy 0/29,40, 4. Inga Czwalina (Fehmarn) mit Easy Going 0/29,45, 5. Michael Kölz (Wermsdorf) mit Lexus 0/30,06, 6. Fritz Fervers (Steinfeld) mit Carlando for President 0/30,31

Partnerschaftspreis; Zwei-Phasen Springprüfung, Kleine Tour

1. Gert-Jan Bruggink (Niederlande) mit Acodetto 0 Punkte /26,31 Sekunden, 2. Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Conception 0/26,39, 3. Michael Kölz (Wermsdorf) mit Miss Quality 0/26,65, 4. Oliver Lemmer (Lohmar) mit Ceaser 0/26,96, 5. Cian 0`Connor (Irland) mit Splendor 0/27,35, 6. Karl Brocks (Rulle) mit Georgia 0/27,46

Optimum-Preis; Springprüfung Kl. S mit 2 Umläufen – Parcours A und B, Finalwertung DM Springreiten

1. Toni Haßmann (Lienen) mit Lolita H  0 Fehler/64,32 Sekunden, 2. Thomas Mühlbauer (Kötzting) mit Asti Spumante 0/64,35, 3. Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Corradina 0/64,54, 4. Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit Souvenir 0/66,31, 5. Janne-Friedrike Meyer (Schenefeld) mit Cellagon Lambrasco 0/66,92, 6. Max Kühner (München) mit Coeur de Lion 0/67,71

Meisterwertung Deutsche Meisterschaft Springreiten

1. Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit Souvenir 0 Fehler/42,32 Sekunden im Stechen, 2. Thomas Mühlbauer (Kötzting) mit Asti Spumante 4/44,21 im Stechen, 3. Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Corradina 4 Fehler gesamt, 4. Janne-Friedrike Meyer (Schenefeld) mit Cellagon Lambrasco 4, 5. Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Couleur Rubin 4, 6. Marcus Ehning (Borken) mit Plot Blue 4,25

Michael Jung: Nach Wiesbaden nun auch Sieg beim CIC**** Luhmühlen

14. Juni 2009 Mehr Sport
Da ist aber einer in Bestform: Michael Jung gewinnt mit Sam nach der 3Sterne Vielseitigkeit nun auch das schwere 4Sterne CIC in Luhmühlen. Foto: Julia Rau

Da ist aber einer in Bestform: Michael Jung gewinnt mit Sam nach der 3Sterne Vielseitigkeit nun auch das schwere 4Sterne CIC in Luhmühlen, gefolgt von Andreas Dibowski. Foto: Julia Rau

Ein über das gesamte Gesicht strahlender Michael Jung nahm – noch etwas ungläubig – am Sonntagnachmittag die Glückwünsche bei der Siegerehrung des CCI**** in Luhmühlen entgegen. Nach der Dressur lag der 27-Jährige aus Horb in Baden-Württemberg noch auf Platz 14.

Durch die beste Geländerunde aller 35 Starter schob er sich am Samstag bereits auf Platz zwei vor. Eine fehlerfreie Springrunde brachte Jung und seinen neunjährigen Wallach La Biosthetique Sam am Sonntag in Führung, bevor Lokalmatador Andreas Dibowski als Letzter auf den Springparcours ging.

Ein kleiner Springfehler mit Euroridings Butts Leon ließ den Traum des Mannschafts-Olympiasiegers vom ersten Sieg vor heimischem Luhmühlener Publikum platzen – und gleichzeitig den größten Triumph
in der Karriere von Michael Jung wahr werden.

Nur noch 17 Starter waren am Sonntag in die entscheidende Springprüfung gestartet, aber es wurde auch mit dem verhältnismäßig kleinen Starterfeld eine ungemein spannende Angelegenheit vor 5.000 begeisterten Zuschauern.

Frank Ostholt und Air Jordan waren die Ersten, die sich mit einer fehlerfreien Runde noch auf Rang acht nach vorn ritten. Der britische Routinier Mary King leistete sich mit ihrem jungen Pferd Kings Temtress einen Abwurf. Da auch Kristina Cook mit Miners Frolic im Springparcours Strafpunkte sammelte, konnte sich Dirk Schrade mit Gadget de la Cere noch auf Rang drei nach vorn schieben.

Dann folgte der erneut exzellente Ritt von Jung und seinem La Biosthetic Sam, die zu den nur vier Startern gehörten, die fehlerfrei durch den Springparcours kamen. Der Druck lastete damit auch Andreas Dibowski und Euroridings Butts Leon. Sie durften sich keinen Fehler erlauben. Doch schon mittendrin im 85-sekündigen Umlauf fiel die Stange.
Michael Jung stand als strahlender Sieger fest. „Wir haben Sam für den großen Turniersport aufgebaut“, sagte der von der Freude überwältigte Jung, der kurz vorher auch erfahren hatte, dass er auf der Longlist der Bundestrainer für die EM 2009 in Fontainbleau steht. „Dass es nun schon bei der ersten Vier-Sterne-Prüfung zum Sieg reichen
würde, konnte natürlich niemand ahnen!“

Doch auch Andreas Dibowski hatte Grund zum Strahlen – gewann er doch die Jeep Big Four Trophy, die Serie der deutschen Top-Turniere in Schenefeld, Kreuth, Marbach und Luhmühlen bereits zum dritten Mal nach 2005 und 2006 und konnte sich noch im Stadion an das Steuer seines nagelneuen Jeeps setzen. „Natürlich ist man erst einmal enttäuscht, wenn man nach dem Gelände führt und dann nur Zweiter wird“, sagte Dibowski. „Aber mit etwas Abstand setzt die Freude über das tolle Abschneiden ein.“

28.000 Besucher

Rund 28.000 Zuschauer gaben der Internationalen Vielseitigkeit 2009 in der Heide einen würdigen Rahmen. Besonders der Geländetag mit knapp 20.000 Besuchern war ein großer Erfolg. Die Organisatoren verzeichneten hier einen Zuwachs von rund gut zehn Prozent im Vergleich zu den Vorjahren. „Das Wetter hat uns natürlich auch ein bisschen in die Karten gespielt“, so Veranstalterin Julia Otto, Geschäftsführerin der Turniergesellschaft
Luhmühlen. „Unser Dank gilt dabei dem ganzen Team – mit Freiwilliger Feuerwehr, Polizei und allen anderen, die ehrenamtlich an der Abwicklung beteiligt sind, weil das wirklich erstklassig ineinander gegriffen und auch die Zu- und Abfahrt am Turnierplatz reibungslos funktioniert hat.“

Für 2010 hat man sich mit den Reitsportverbänden bereits auf ein Datum verständigt. Luhmühlen wird im kommenden Jahr – quasi als große Generalprobe für die Europameisterschaft 2011 – das von E.ON Avacon präsentierte CCI**** und die CIC*** Milford Trophy am dritten Wochenende im Juni, also genau vom 17. bis 20. Juni 2010, veranstalten.

Anky van Grunsven gewinnt dritte Etappe der World Dressage Masters in Cannes

14. Juni 2009 Mehr Sport
Erfolgreich in der WDM Kür in Cannes: Anky van Grunsven und Salinero. Foto: Ken Braddick/WDM

Erfolgreich in der WDM Kür in Cannes: Anky van Grunsven und Salinero. Foto: Ken Braddick/WDM

Während Dauerrivalin Isabell Werth mit Zweitpferd Hannes in Balve bei den deutschen Meisterschafen um die zwei zu vergebenden Dressur-Titel ritt, nutzte Anky van Grunsven (NL) die Abwesenheit Werths, um in Cannes in Ruhe und eher konkurrenzlos mit Salinero die dritte Etappe der in diesem Jahr neuen Exquis World Dressage Masters (WDM) zu gewinnen.

Zeitgleich mit der Global Champions Tour der weltbesten Springreiter, bot Cannes auch Platz für die hochkarätige Dressurserie, die pro Etappe mit  einem Gesamtpreisgeld von 100.000 Euro dotiert ist. 20.000 Euro nahm allein die Kür-Siegerin am Samstag mit nach Hause. Im Januar hatte die Niederländerin bereits die Eröffnungsrunde in Palm Beach mit Zweitpferd Painted Black erfolgreich absolviert.

“Für Salinero war Cannes erst der zweite internationale Auftritt seit den Olympischen Spielen in  Hongkong. Und wie ich letzte Woche bei den Niederländischen Meisterschaften feststellen musste, brauchen wir dringend mehr Turnierroutine. Deshalb werden wir nach Cannes direkt zum CHIO in Rotterdam fahren und im Juli haben wir das Finale der WDM in Hickstead auf dem Plan”, sagte die nicht ganz zufriedene Olympiasiegerin, nicht zuletzte auch im Hinblick auf die Europameisterschaften im August in Windsor Castle. Van Grunsven hatte mit 79,85 Prozent nicht an ihre sonstigen Leistungen, die deutlich über 80 Prozent liegen, anküpfen können.

Für Deutschland konnte wegen der deutschen Meisterschaften allein Anja Plönzke in Cannes starten. Sie aber hielt die deutsche Fahne aufs Beste hoch und gewann den Grand Prix Spezial der Serie mit ihrem erst zehn Jahre alten Oldenburger Le Mont D’Or.

Ergebnisse WDM Cannes

Grand Prix Freestyle
1. Anky van Grunsven; IPS Salinero NED 79,85%
2. Kyra Kyrklund; Max FIN 76,050%
3. Jeroen Devroe; Apollo van het Vijverhof BEL 74,200%
4. Natalie zu Sayn Wittgenstein; Rigoletto DEN 74,00%
5. Jordi Domingo; Prestige ESP 72,20%
6. Daniel Pinto; Galopin de la Font POR 69,90%
7. Marc Boblet; Whitni Star FRA 69,0%

Grand Prix Special
1. Anja Plönzke; Le Mont d’Or, GER 68,00%
2. Anne van Uijtert; IPS Lucky Times NED 66,167%
3. Stefan van Ingelgem, Withney van t Genthof BEL 65,916%
4. Catherine Haddad, Cadillac USA 65,250%
5. Remy Issartel; Hilton du Clotobie FRA 63,416%
6. Dane Rawlins; Sydney GBR 63,041%
7. Constance Menard; Lianca FRA 62,291%

Bisherige Etappen WDM 2009 Exquis WDM :

Palm Beach USA  January 28 to February 1
Freestyle won by Anky van Grunsven partnering IPS Painted Black (NED)
Grand Prix Special won by Michael Barisone partnering Neruda (USA)

Munich GER  21-24 May
Freestyle won by Isabell Werth partnering Satchmo (GER)
Grand Prix Special won by Sander Marijnissen partnering Moedwil (NED)
 
Cannes FRA
  11-13 June
Freestyle won by Anky van Grunsven partnering IPS Salinero (NED)
Grand Prix Special won by Anja Plönzke and Mont d’Or (GER)

Hickstead GBR 23-26 July

Balve: Deutsche Meister Grand Prix Spezial und Springreiterinnen

13. Juni 2009 Mehr Sport
Deutsche Meisterin der Springreiterinnen: Rebecca Golasch auf Lassen Peak. Foto: Wehrmann/Balve Optimum

Deutsche Meisterin der Springreiterinnen: Rebecca Golasch auf Lassen Peak. Foto: Wehrmann/Balve Optimum

Erstmals Deutscher Meister im Special gekürt: Isabell Werth (Rheinberg) hat den Grand-Prix Special auf Warum nicht FRH mit 79,91 Prozent für sich entschieden.  „Ich bin super glücklich. Hannes war spitze. Es war eine rundum gelungene Prüfung und mit den 79 Prozent lässt sich natürlich gut leben“, war die Juristin überglücklich.

Auch Matthias Alexander Rath (Kronberg), Vizemeister und Deutscher Meister der Herren 2008, war nicht unzufrieden, dass er seinen Titel „abgeben“ musste: “Unzufrieden bin ich auf gar keinen Fall. Ich bin froh, dass ich Vizemeister bin.“ … Continue Reading

Luhmühlen CIC**** – Dibo räumt das Feld von hinten

13. Juni 2009 Mehr Sport
Da hat mal wieder alles gepasst: Andreas Dibowski und Olympiapferd Butts Leon. Foto: Julia Rau

Da hat mal wieder alles gepasst: Andreas Dibowski und Olympiapferd Butts Leon. Foto: Julia Rau

Andreas Dibowski schaffte in der Geländeprüfung beim CCI**** Luhmühlen am Samstag vor rund 18.000 Zuschauern den Husarenstreich. Als 31. Starter auf rang zwölf liegend mit Euroridings Butts Leon gestartet, überholte der Mannschafts-Olympiasieger von Hongkong noch alle anderen und liegt vor dem abschließenden Springen am Sonntag mit 45,3 Punkten in Führung. Insgesamt beendeten den technisch sehr anspruchsvollen Kurs nur 17 Pferd-Reiter-Paare. 18 Starter schieden aus oder gaben im Gelände auf.

Parcours-Chef Captain Mark Phillips sagte danach: „Ich denke, dass wir dieses Mal am absoluten Limit des technischen Anspruchs waren. Nächstes Jahr wird der Kurs wieder etwas einfacher.“

Michael Jung meldet auf Sam, nach seinem Sieg in Wiesbaden, auch in Luhmühlen seinen Anspruch an. Foto: Julia Rau

Michael Jung meldet auf Sam, nach seinem Sieg in Wiesbaden, auch in Luhmühlen seinen Anspruch an. Foto: Julia Rau

Wie man auch diesen schweren Kurs brillant reiten kann, zeigte der 27-jährige Michael aus Horb. Er bewältigte mit La Biosthetique Sam die 29 Hindernisse auf der 5.920 Meter langen Strecke in 10’17 Minuten und damit neben Andreas Dibowski als einziger innerhalb der Zeit. „Sam hat mir die ganze Zeit ein unglaublich gutes Gefühl gegeben“, strahlte der Europameister Junge Reiter von 2003. Der beherzte Ritt brachte ihn von Platz 14 nach der Dressur bis auf Platz zwei (47,0) nach vorn.

Als Dritte darf sich am Sonntag die Britin Mary King Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. Sie führte Kings emptress mit nur 3,2 Zeitstrafpunkten durch den Parcours und damit von Rang 13 noch auf drei (49,7). „Ich bin besonders stolz, weil ich meine erst 9-jährige Stute selbst gezogen habe. Dass sie heute auf diesem Level gehen kann, ist fantastisch.“ Ihre Landsfrau Kristina Cook und Miners Frolic (49,8) belegen Platz vier vor Dirk Schrade (50,9), der mit Gadget de la Cere nur durch eine ungeplante Schleife 9,2 Zeitstrafpunkte kassierte und dadurch eine noch bessere Platzierung verpasste.

Auf den weiteren Plätzen rangieren der US-Amerikaner William J Coleman (Twizzel, 54,6), der Australier Paul Tapner (Inonothing, 57,1) und der Ire Austin O’Connor (Pocket Rocket, 69,1). Den vor dem Gelände führenden Frank Ostholt kostete eine Verweigerung von Air Jordan im Gelände acht Plätze. Er liegt nun auf Rang neun (70,3). Noch
schlimmer erwischte es die bis dato Zweitplatzierte Simone Deitermann, die nach drei Verweigerungen von Flambeau H ausschied.
Weitere Informationen zur Internationalen Vielseitigkeit in Luhmühlen 2009 finden Sie im Internet.

Deutsche Meisterschaften im Springen und der Dressur beginnen in Balve

12. Juni 2009 Mehr Sport
Siegerin der 1. Wertungsprüfung Springreiterinnen Eva Bitter mit Niels Foto: Wehrmann

Siegerin der 1. Wertungsprüfung Springreiterinnen Eva Bitter mit Niels Foto: Wehrmann

Beim BALVE OPTIMUM werden an diesem Wochenende die deutschen Meister im Springen und in der Dressur ermittelt.

Während bei den Springreitern die Damen und Herren in jeweils eigenen Wertungen um die Medaillen kämpfen, werden in der Dressur die Meister im Special und in der Kür ermittelt. 

 Deutsche Meisterschaft der Springreiterinnen

In der erste Wertungsprüfung der Springreiterinnen, dem Preis des Gestüts Tannenhof, siegte  Eva Bitter (Münster) auf Argelith Niels. Für die dreimalige Deutsche Meisterin (2003, 2007, 2008) könnte der Sieg den ersten Schritt zur Titelverteidigung bedeuten, dennoch übt sie sich in Bescheidenheit: „Ohne tief zu stapeln, aber morgen sind noch zwei schwere Runden zu bewältigen und wenn man sieht, wie viele Nullfehlerritte es heute gab, dann bedeutet der Sieg nicht, dass es morgen so weitergeht.“   … Continue Reading

Frank Ostholt führt nach Dressur bei 4-Sterne CCI in Luhmühlen

12. Juni 2009 Mehr Sport
Die beiden Olympia-Gold Gewinner liegen vorn nach der Dressur in Luhmühlen: Frank Ostholt und sein Air Jordan. Foto: Julia Rau

Die beiden Olympia-Gold Gewinner liegen vorn nach der Dressur in Luhmühlen: Frank Ostholt und sein Air Jordan. Foto: Julia Rau

Frank Ostholt und Simone Deitermann haben nach der Dressur in der  HSBC FEI Classics 4-Sterne Vielseitigkeit in Luhmühlen die Nase vorn. In der HSBC-Reihe der FEI ist Luhmühlen die dritte Etappe.

Die Führenden, die beide in den dreißiger Punkten blieben, habe ihre erfahrensten Pferde im Einsatz: Mannschafts Olympiagold Gewinner Frank Ostholt, hat sein Goldpferd von Hongkong und den Luhmühlen-Sieger von 2006, Air Jordan, im Einsatz.

Während Simone Deitermann ihren erfahrenen Flambeau, Sieger der letzten HSBC Etappe in Marbach, am Start hat.

Ostholt sagte im Anschluss: “Air Jordan ist wirklich cool, er macht alles so gut, manchmal fast zu gut. Er will es immer Recht machen und wird dadurch manchmal ein bißchen sehr nervös. Ich bin diese Aufgabe nur einmal zu Hause geritten und dadurch war er ziemlich überrascht. Das hat ihm ganz gut getan.”

Simone Deitermann sagte nach der Geländebegehung: “Die Geländestreck sieht deutlich schwieriger aus als im letzten Jahr. Es gibt technisch anspruchsvollerer Hindernisse und eine ganze Menge wuchtiger, weiter Sprünge.

Andrew und Bettina Hoy beim Zuschauen in Luhmühlen. Foto: Julia Rau

Chris Bartle, Bettina Hoy und Kai-Steffen Meier beim Zuschauen in Luhmühlen. Foto: Julia Rau

Der Australier Andrew Hoy, hat definitiv das Beste aus seinen neuen Standort im deutschen Reitsportzentrum in Warendorf – geleitet von Frank OStholt – herausgeholt und liegt nach der Dressur als Dritter auf dem deutlich unerfahreneren Grand Joca im Rennen.

Hoy teilt sich diesen Platz mit der Britin Emily Baldwin, die Drivetime – nach einer unglücklichen Verweigerung im See von Badminton – wieder auf Kurs gebracht hat sowie Susanne Bordnonne (ITA) auf dem früheren Pferd von Stuart Tinney (AUS), Carrera.

Dirk Schrade auf seinem französisch gezogen Anglo-Araber  Gadget de la Cere AA und Kai Rüder (Leprince des Bois) , liegen auf Platz sechs und sieben, noch vor der Olympia Bronze-Gewinneron Kristina Gifford und Miners Frolic, Vollblut-Gallopper, deren erste 4-Sterne Prüfung mit Spannung beobachtet wird.

Insgesamt sind in der Vielseitgkeitshochburg Luhmühlen acht Nationen vertreten, der Gelände-Kurs wurde von Captain Mark Phillips (GBR) gebaut.

ERGEBNISSE:

1 Frank Ostholt/Air Jordan 2 (GER) 33.5

2 Simone Deitermann/Flambeau H 3 (GER) 35.0

3= Andrew Hoy/Grand Joca (AUS) 41.3

3= Emily Baldwin/Drivetime (GBR) 41.3

3= Susanna Bordone/Carrera (ITA) 41.3

6 Dirk Schrade/Gadget de la Cere AA (GER) 41.7

7 Kai Rüder/Leprince des Bois (GER) 42.0

8 Kristina Cook/Miners Frolic (GBR) 43.0

9 Beeke Kaack/Sinjang 2 (GER) 43.5

10 Susanna Bordone/Blue Moss (ITA) 44.0

Nürnberger Versicherung wird Partner der WDM Serie

11. Juni 2009 Dressur, Namen & Nachrichten
Isabell Wert auf Satchmo als Siegerin der WDM München, gemeinsa mit Anthony Kies, Dr Hanspeter Schimidt (Nürnberger) und Dr Erich Herrgen Pferd International. Foto: WDM

Isabell Werth auf Satchmo als Siegerin der WDM München, mit ihrem Pferd El Santo hatte sie im Dezember in Frankfurter das Finale im Nürnberger Burgpokal gewonnen, gemeinsam mit Anthony Kies, Dr Hanspeter Schmidt (Nürnberger) und Dr Erich Herrgen (Pferd International). Foto: WDM

Wie der Veranstalter der neuen und hoch dotierten Dressursportserie Exquis World Dressage Masters (WDM) heute in Cannes mitteilte, geht die WDM für drei Jahre eine Partnerschaft mit der Nürnberg Versicherung, dem Träger des renommiertern Nürnbeger Burgpokals ein.

Beginnend mit der aktuellen WDM Prüfung in Cannes und endend mit der Grand Prix Kür zur Musik in München, wird die Nürnberger den besten Reiter, die beste Reiterin mit noch einmal 25.000 Euro belohnen. Dadurch wird die Pferd International in München zumr höchstdotierten Dressurprüfung im Jahr 2010. … Continue Reading

Beginnt FN Kommission erst Mitte Juli mit Anhörung?

10. Juni 2009 Namen & Nachrichten, Wissen

Unter der Überschrift:  “Natürlich gibt es eine deutsche Mannschaft beim CHIO Aachen 2009″, hat die Pressestelle des CHIO gestern die untenstehende Mitteilung veröffentlich. Aus ihr geht hervor, dass der Arbeitsstart der Kommission zur Untersuchung und Aufklärung der Doping- und Medikationsvergehen im Pferdesport, erst am 13. Juli sein wird, da man sich vorher gründlich in die Thematik einarbeiten möchte.  Ein enger Zeitplan, denn die Europameisterschaften der Spring- und Dressurreiter beginnen gut einem Monat (25.-30. August2009) später im britischen Windsor. … Continue Reading

Keine Suspendierung für Kutscher und Haring durch FEI / Präsidentin Haya: “Gängige Praxis”

6. Juni 2009 Namen & Nachrichten
Unter Verdacht: Marco Kutscher mit Olympiapferd Cornet Obolensky. Foto: Julia Rau

Unter Verdacht: Marco Kutscher mit Olympiapferd Cornet Obolensky. Foto: Julia Rau

Die angekündigte und von Mitgliedern geforderte Suspendierung des deutschen Reiters Marco Kutscher, der durch Vorwürfe zu unerlaubter Medikation während der Olympischen Spiele in Hongkong an seinem Pferd Cornet Obolensky in die Schlagzeilen und den Fokus von Untersuchungen geraten war, sowie des ehemaligen Präsidenten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Dr. Hanfried Haring, aus dem Weltreiterverband FEI, wird nicht stattfinden. … Continue Reading

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Wie die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heute meldet, hat Paul Schockemöhle nun doch das Jahrhundertpferd Totilasgekauft.

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13. September 2010

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  • Der Kommentar: Komet mit kurzer Lebensdauer - Gastkommentar zum Rücktritt von Gerd Heuschmann
    von Karola Bady Unsere Autorin ist Mitglied bei Xenophon und Redakteurin. Sie war bei der Mitgliederversammlung am 12. Juli in Aachen anwesend. Für Horses & Sports hat sie ihr persönliches Resümee aus dieser Veranstaltung gezogen: "Die Laufbahn des Tierarztes Heuschmann gleicht inzwischen der eines Kometen: Er tauchte vor wenigen Jahren unvermittelt auf, sorgte für ein Leuchten am Himmel, als er sich gegen die Rollkur, gegen Doping und unerlaubte Medikation äußerte, dab...

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