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CHIO Aachen: Deutsche Vielseitigkeitsreiter erneut Spitze

4. Juli 2009 Mehr Sport

Mit konstant guter Leistung auch in Aachen vorn: Andreas Dibowski, hier mit Leon in Luhmühlen. Foto: Julia Rau

Mit konstant guter Leistung auch in Aachen vorn: Andreas Dibowski, hier mit Leon in Luhmühlen. Foto: Julia Rau

Wie schon bei den Olympischen Spielen in Hongkong 2008 sorgen auch in Aachen Deutschlands Vielseitigkeitsreiter für die herausragenden Ergebnisse der deutschen Reitequipe.

Erneut gewann das Team von Bundestrainer Hans Melzer die Nationenpreiswertung im DHL-Preis, CICO***. Mit 140.40 Punkten setzte sich die Mannschaft von  an die Spitze der Gesamtwertung vor Großbritannien mit 173.90 Punkten und Neuseeland, das als Bilanz 250.30 Punkte vorweisen konnten.

Überragender Einzelsieger wurde Andreas Dibowski mit der 15-jährigen Hannoveraner Stute FRH Serve Well. „Man wurde hier von einer Welle der Begeisterung getragen, das war ein tolles Gefühl, Aachen bietet echte Championatsbedingungen. Ich freue mich riesig über den Sieg. Wir haben momentan eine tolle Phase, unser drittes Kind ist gerade geboren worden“, so ein glücklicher „Dibo“, der 45.1 Punkte erzielt hatte. Der 43-Jährige führt einen eigenen Vielseitigkeitsstall in Egestorf und holte mit Serve Well bereits Teamgold bei der Reit-WM Aachen 2006.

Ingrid Klimke

Platz 2 ging mit 46.70 Punkten an Ingrid Klimke mit dem Hannoveraner FRH Butts Abraxxas, der eine überragende Runde im Gelände lieferte. „Ich war heute einfach nur glücklich über mein kleines, schwarzes Pony. Braxxi ist einfach ein Top-Verlasspferd, er ist so schnell galoppiert, dass wir sogar noch Tempo rausnehmen konnten“, so Ingrid Klimke.  Klimke war beim CHIO Aachen 2009 viel beschäftigt, mit dem Deckhengst Damon Hill startete sie in der Dressur-Tour, mit dem Hannoveraner FRH Butts Abraxxas in der Vielseitigkeit. Die Teamgold-Gewinnerin der Olympischen Spiele in Hongkong und der Weltmeisterschaften in Aachen hat auch die Europameisterschaften fest im Visier. Im Gelände war sie die einzige Starterin, die fehlerfrei blieb.

Hervorragende Einzelergebnisse

Die ersten drei Plätze blieben in deutscher Hand – Platz drei holte sich Dirk Schrade auf King Artus mit 48.60 Punten. „In das Stadion einzureiten, ist wirklich ein unglaubliches Gefühl. Dieser Kurs war für mich eines der größten Erlebnisse überhaupt.“ Den vierten Platz belegte die Britin Mary King auf Imperial Cavalier mit 48.70 Punkten vor dem 23-jährigen Niederländer Tim Lips auf der KWPN-Stute Van Schijndel’s Owaola. Der Reiter, der bis vor zwei Jahren noch ausschließlich Springen ritt, erzielte 49.30 Punkte.

Bettina Hoy

Pech hatte die nach Dressur und Springen in Führung liegende Bettina Hoy. Ihr 18-jähriger Schimmel Ringwood Cockatoo musste im Gelände eine Verweigerung verbuchen und rutschte auf Rang 17 ab. „Warum er den Sprung nicht mochte, kann ich auch nicht sagen. Dennoch war ich sehr stolz auf die Leistung von Cockatoo.“

Auch Aachen-Neuling Julia Mestern hatte Pech in der Soers. Nach drei Verweigerungen schied die 32-Jährige aus. Enttäuschend für die auch im Dressursport erfolgreiche Reiterin, die in diesem Jahr drei Siege mit ihrem Hannoveraner Sherlock Holmes-Sohn Schorsch beim CIC** Breedeneck, beim CCI*** Boekel und beim CIC* Bad Segeberg erzielt hatte.

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