Global Champions Tour: Estoril lockt mit 400.000 Euro Preisgeld

9. Juli 2009 Mehr Sport
Derzeit führend im Ranking der GCT: Der Belgier Partick McEntee, hier mit Mury Marais. Foto: Remco Veurink/FEI

Derzeit führend im Ranking der GCT: Der Belgier Partick McEntee, hier mit Mury Marais. Foto: Remco Veurink/FEI

Die sechste Etappe der Global Champions Tour (GCT) macht am Wochenende Station im portugiesischen Estoril. Das Fünf-Sterne-Turnier im portugiesischen Estoril  zieht 2009 mit dem Rekordpreisgeld von 400.000 Euro in der GCT  of Portugal alle Aufmerksamkeit auf sich. Turnierchef Duarte Nobre Guedes verkündete bereits im März: „Wir stocken das Preisgeld auf“! Damit ist der Grand Prix des Küstenortes Cascais, der zur Region Estoril gehört, die gewinnträchtigste Prüfung des Sommers 2009. … Continue Reading

Dreimal Weltcup für Leipzig im Jahr 2011

6. Juli 2009 Namen & Nachrichten
Diesmal noch Las Vegas, in zwei Jahren aber heißt der Austragungsort für den Weltcup in der Dressur, dem Springen und dem Fahren: Leipzig

Diesmal noch Las Vegas, in zwei Jahren aber heißt der Austragungsort für den Weltcup in der Dressur, dem Springen und dem Fahren: Leipzig

Nun hat die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) auch das Welcupfinale Dressur 2011 nach Deutschland vergeben. Nachdem die FEI bereits im April entschieden hatte, die Finale im Springen und Fahren vom 27. April bis 1. Mai 2011 in Leipzig stattfinden zu lassen,  hat sie sich jetzt auch bei der Austragung der Dressurwettbewerbe auf die ostdeutsche Stadt festgelegt.

„Das hat es noch nie gegeben, dass gleich drei Weltcupfinals zeitgleich an einem Ort stattfinden“, freute sich FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. „Ich bin davon überzeugt, dass diese Veranstaltung ein tolles Erlebnis wird.“ Zum dritten Mal nach 2002 und 2008 ist die Messestadt Leipzig Ausrichter eines Weltcupfinales im Pferdesport.

Volker Wulff, Cheforganisator der „Partner Pferd“, hatte bereits 2007 die Idee geäußert, diese Weltcupfinals zeitgleich in Leipzig veranstalten zu wollen und hatte sich mit der Umsetzung dieser Idee bereits für 2009 bei der FEI beworben. „Jetzt wird der Traum 2011 Wirklichkeit und eine ganze Region freut sich darauf“, so Wulff.

„Vor allem im Hinblick auf die Zuschauer, die eine große Bandbreite des Pferdesports erleben möchten, sind die Weltcupfinals ein echtes Highlight in der Wintersaison“, sagte Dressur-Bundestrainer Holger Schmezer. „Ich habe eine ganz persönliche Beziehung zu Leipzig, weil ich 2002 hier das Weltcupfinale gewonnen habe“, merkte Otto Becker, Bundestrainer der deutschen Springreiter, an.
Ewald Meier, Bundestrainer der deutschen Fahrer, bezeichnete das Ereignis als „sensationell und für den Fahrsport eine super Sache.“ Die gemeinsame Finalveranstaltung sei ein Indiz dafür, dass der Fahrsport deutlich an Akzeptanz gewonnen habe.

Bleibt zu hoffen, dass die Dopingprobleme im deutschen Reitsport bis dahin Geschichte sind.

Goldfever sagt in Aachen ‘adieu’

Zwei, die ein super Team waren, auf ihrer letzten gemeinsamen Runde vor großem Publikum: Ludger Beerbaum und Goldfever. Foto: Julia Rau

Zwei, die ein super Team waren, auf ihrer letzten gemeinsamen Runde vor großem Publikum: Ludger Beerbaum und Goldfever. Foto: Julia Rau

In Aachen aus dem Sport verabschiedet zu werden, ist selbst für ein Sitzenpferd eine seltene Ehre. Es muss schon etwas ganz Besonderes sein, ein Weltklassepferd, am besten mit einem Weltklassereiter. Diese beiden Attribute dürfte Ludger Beerbaums inzwischen 18-jähriger Hengst Goldfever auf’s Feinste erfüllen. … Continue Reading

CHIO Aachen: Dennis Lynch ist der Sieger 2009 im Großen Preis von Aachen

5. Juli 2009 Mehr Sport
Eine souveräne Runde von Dennis Lynch und Lantinus. Foto: Julia Rau

Eine souveräne Runde von Dennis Lynch und Lantinus. Foto: Julia Rau

Nach einem äußerst spannenden Stechen mit vier Startern steht nun auch der Sieger im Großen Preis beim CHIO in Aachen fest: Der Ire Dennis Lynch auf seinem elfjährigen Hannoveraner Lantinus hatte mit einer fulminanten Runde die Australierin Edwina Alexander hinter sich gelassen.

Die Lebensgefährtin von Globalchampionstour Organisator Jan Tops, hatte mit dem 13-jährien Itot de Chateau einen ebenfalls schnellen fehlerfreie Ritt vorgelegt. Die 35-Jährige trainiert auf der Anlage von Tops, der auch einen internationalen Pferdehandel betreibt, im niederländischen Valkenswaard und holte auf den Weltmeisterschaften in Aachen 2006 den vierten Platz. Bei den Olympischen Spielen in Hongkong war sie mit Isovlas Itot du Château Neunte im Einzel. Aachen hat sie übrigens laut eigener Aussage in lustiger Erinnerung: 2002 fiel sie hier zweimal runter.

Klein, aber oho, der Fuchs Itot du Chateau von Edwina Alexander. Foto: Kit Houghton/FEI

Klein, aber oho, der Fuchs Itot du Chateau von Edwina Alexander. Foto: Kit Houghton/FEI

Der Druck des letzten Starters lastete nun auf Markus Ehning und Küchengirl, die nach zwei fehlerfreien Umläufen frisch und angriffslustig in den Stechparcours von Frank Rothenberger startete. Doch der Borkener musste schnell sein und genau das wurde ihm zum Verhängnis: Am letzten Sprung, einem Ochser nach langer Galoppstrecke, hatte die Stute dann doch das Hinterbein an der Stange, vier Fehler, aus der Traum. Dabei hätte die Zeit gereicht, denn obwohl die bayerische Stute, eine Lord Z-Cambridge-Tochter im Stechen noch ein Hufeisen verlor, legte sie die Bestzeit von 54.12 Sekunden vor. Das bedeutete Rang drei.

Glücklich trotz Fehlers am letzten Sprung: Marcus Ehning und Küchengirl. Foto: Kit Houghton FEI

Glücklich trotz Fehlers am letzten Sprung: Marcus Ehning und Küchengirl. Foto: Kit Houghton FEI

So ging der Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, an den Iren Denis Lynch auf dem Hannoveraner Landkönig-Sohn Lantinus. Das Paar beendete den Parcours in 55.26 Sekunden. „Lantinus ist ein Weltklassepferd. Wir mussten nach dem Oxer den weiteren Weg um den überbauten Wassergraben nehmen, weil wir so viel Speed hatten, dass ich ihn nicht um die enge Kurve bekommen hätte“, berichtete ein glücklicher Lynch. Der Ire, wie Christian Ahlmann bei den Olympischen Spielen von Hongkong wegen einer positiven Doping-Probe mit Capsaicin disqualifiziert, konnte ein Preisgeld von 115.000 Euro mit nach Hause nehmen.

Vierter Teilnehmer und erster Starter im Stechen war der Belgier Philipe Lejeune auf Vigo d’Arsouilles mit vier Fehlern auf Platz vier landete. Sein Start im zweiten Umlauf verzögerte sich, da er sich auf dem Vorbereitungsplatz ein Eisen verloren hatte.

Großes Pech hatte Andreas Knippling. Der 43-Jährige startete erstmals im Rolex Grand Prix und blieb im zweiten Umlauf fehlerfrei. Doch einen Strafpunkt für Überschreitung der Zeit machte seinen Einzug auf dem Belgier Neolisto van het Mierenhof ins Stechen zunichte. Auch die Schwedin Helena Lundberg ärgerte sich sehr, als sie im zweiten Umlauf einen falschen Parcours eingeschlagen hatte.

Die beiden Shooting Stars der Saison, die Amerikanerin Ashlee Bond auf ihrem Holsteiner Cadett und die Französin Penelope Leprevost landeten in dem schweren Springen, in das Frank Rothenberger im zweiten Umlauf gar eine vierfache Kombination eingebaut hatte, auf den Plätzen sieben und acht.

CHIO Aachen: “Besser als beim Weltcup in Las Vegas” Steffen Peters gewinnt auch GP Kür

5. Juli 2009 Dressur
Das neue Dreamteam in der großen Dressur: Steffen Peters und Ravel. Foto: Julia Rau

Das neue Dreamteam in der großen Dressur: Steffen Peters und Ravel. Foto: Julia Rau

Die Spannung hielt bis zum Schluss. Würde der Amerikaner die “Kür-Königin” Anky van Grunsven in der Grand Prix Kür schlagen können? Van Grunsven hatte mit einer schwierig aufgebauten Choreographie 84.50 Prozent vorgelegt.

Und Steffen Peters schaffte es tatsächlich, noch eins drauf zu legen und erzielte mit 85.60 Prozent seinen dritten Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. “Es fühlte sich fast wie ein Heimspiel an. Die Prüfung war noch besser als die beim Weltcup-Finale in Las Vegas”, freute sich der 44-jährige Wahl-Kalifornier, der im Rheinland aufwuchs und seine Heimat bereits als 20-Jähriger verlassen hat. … Continue Reading

CHIO Aachen: Boyd Exell gewinnt Einzelfahren – Niederlande ist Mannschaftssieger

4. Juli 2009 Mehr Sport
Feld von hinten aufgerollt Der Australier Boyd Exell gewinnt in Aachen. Foto: Julia Rau

Feld von hinten aufgerollt Der Australier Boyd Exell gewinnt in Aachen. Foto: Julia Rau

Im Vierspänner-Hindernisfahren mit Stechen war er noch Sechster, für die Gesamtwertung hat es jedoch gereicht: Der Australier Boyd Exell gewann die Fahr-Einzelwertung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009.

Der seit 1993 in Großbritannien lebende Fahrer hat mit seinen Pferden Monty, Winston, Bill, Capone II und Rambo den Preis der Familie Richard Talbot gewonnen. Mit insgesamt 138.17 Punkten setzte sich der 36-Jährige vor den Niederländer Ijsbrand Chardon mit 144.49 Punkten und Christoph Sandmann (Deutschland), der 153.46 Punkte erzielt hatte. … Continue Reading

CHIO Aachen: Deutsche Vielseitigkeitsreiter erneut Spitze

4. Juli 2009 Mehr Sport
Mit konstant guter Leistung auch in Aachen vorn: Andreas Dibowski, hier mit Leon in Luhmühlen. Foto: Julia Rau

Mit konstant guter Leistung auch in Aachen vorn: Andreas Dibowski, hier mit Leon in Luhmühlen. Foto: Julia Rau

Wie schon bei den Olympischen Spielen in Hongkong 2008 sorgen auch in Aachen Deutschlands Vielseitigkeitsreiter für die herausragenden Ergebnisse der deutschen Reitequipe.

Erneut gewann das Team von Bundestrainer Hans Melzer die Nationenpreiswertung im DHL-Preis, CICO***. Mit 140.40 Punkten setzte sich die Mannschaft von  an die Spitze der Gesamtwertung vor Großbritannien mit 173.90 Punkten und Neuseeland, das als Bilanz 250.30 Punkte vorweisen konnten. … Continue Reading

CHIO Aachen: Frankreich siegt souverän im Nationenpreis

3. Juli 2009 Mehr Sport
Hätte das Zeug für einen Lehrfilm gehabt: Der schöne Ritt von Marcus Ehning auf Plot Blue. Foto: ALRV

Hätte das Zeug für einen Lehrfilm gehabt: Der schöne Ritt von Marcus Ehning auf Plot Blue. Foto: ALRV

40.000 Zuschauer sahen am Donnerstagabend einen souveränen französischen Sieg der fünfte Etappe des FEI Meydan Nationenpreises bei CHIO in der Aachener Söers. Den zweiten Platz teilte sich die deutsche Equipe mit der Mannschaft der Niederlande, die jeweils vier Strafpunkte mit nach Hause nahmen.

Während Marcus Ehning und sein Hengst Plot Blue aus dem Stall des Schweizers Werner Muff im zweiten Umlauf eine wahre Bilderbuchrunde hinlegten und Meredith Michaels-Beerbaum auf einem äußerst munteren Checkmate für Spannung sorgte, hatte Carsten-Otto Nagel auf einer nicht ganz so dynamischen Corradina mit einem Abwurf den deutschen Siegeshoffnungen einen Strich durch die Rechnung machen müssen.

Der junge Philip Weishaupt aus dem Stall von Ludger Beerbaum, der seinen ersten Nationenpreis bestritt, sorgte mit seiner ebenfalls jungen Stute Souvenir für das Streichergebnis des Teams. Trotzdem zeigten sich die Deutschen zufrieden mit ihrem zweiten Platz während Team-Chef Otto Becker nicht müde wurde, den wunderbaren Zusammenhalt der deutschen Mannschaft zu loben.

Auch mit Checkmate perfekt: Meredith Michaels-Beerbaum. Foto: Kit Houghton/FEI

Auch mit Checkmate perfekt: Meredith Michaels-Beerbaum. Foto: Kit Houghton/FEI

Auch Michaels-Beerbaum war zufrieden mit der Mannschaftsleistung: “Wir hatten eine super Mannschaft, das hat mir als letzter Starterin Sicherheit gegeben.”

Der souveräne Sieg der Franzosen war bereits nach dem dritten der vier Reiter im zweiten Umlauf entschieden, als ihnen als einzigem Team erneut drei fehlerfreie Ritte gelangen. Lediglich die Deutschen hätten ihnen noch einen Strich durch die Rechnung machen können, doch Carsten-Otto Nagel und Corradina rissen ausgerechnet am vorletzten Hindernis. “Das passiert halt, eigentlich waren wir sehr gut unterwegs”, meinte Nagel anschließend.

Glänzt immer wieder durch souveräne Nullrunden: Penelope Leprevost (FRA) auf Jubilee D'Ouilly. Foto: Kit Houghton/FEI

Glänzt immer wieder durch souveräne Nullrunden: Penelope Leprevost (FRA) auf Jubilee D'Ouilly. Foto: Kit Houghton/FEI

Pénélope Leprevost auf Jubilee D´Ouilly, Roger-Yves Bost auf Ideal de la Loge, Timothée Anciaume auf Lamm de Fetan und Kevin Staut auf Kraque Boom sind die erste französische Equipe, die seit 1990 in Aachen gewinnen konnte.

Ihrer Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden konnte die Equipe der USA, die mit ingsesamt 5 Fehlerpunkten auf dem vierten Platz landete, die Gesamtwertung aber weiter anführt.

In diesem Jahr wurde der Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup – erstmals mit den zehn statt den acht besten Teams der Welt veranstaltet: Am Start waren die Mannschaften Belgiens, Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Italiens, Großbritanniens, der Niederlande, Schwedens, der Schweiz und der USA. Dabei konnten sich Italien und Großbritannien nicht für den zweiten Umlauf qualifizieren.

Die Prüfung feiert in diesem Jahr zwei ganz besondere Jubiläen: Vor genau hundert Jahren ist der erste Nationenpreis weltweit veranstaltet worden, vor genau achtzig Jahren der erste in der Aachener Soers.

Nächste Station des FEI Meydan Nationenpreises ist Falsterbo in Schweden am 17. Juli.

Ergebnisse:

1.        France – 0 Fehler: Jubilee D’Ouilly (Penelope Leprevost) 0/0, Ideal de la Loge (Roger-Yves Bost) 12/0, Lamm de Fetan (Timothee Anciaume) 0/0, Kraque Boom Bois Margot (Kevin Staut) 0/4.

Equal 2.    Netherlands – 4 Fehler Blauwendraad’s O’Brien (Angelique Hoorn) 0/0, Walnut de Muze (Harrie Smolders) 0/4, Oki Doki (Albert Zoer) 0/8, Opium VS (Marc Houtzager) 5/0.

Equal 2.    Germany – 4 Fehler: Plot Blue (Marcus Ehning) 0/0, Souvenir (Philipp Weishaupt) 4/17, Corradina (Carsten-Otto Nagel) 0/4, Checkmate (Meredith Michaels-Beerbaum) 0/0.

4.        USA – 5 Fehler Quick Study (Lauren Hough) 0/5, Pavarotti (Todd Minikus) 4/8, Cedric (Laura Kraut) 0/0, Sapphire (McLain Ward) 0/0.

5.        Ireland – 21 Fehler Je T’Aime Flamenco (Billy Twomey) 5/5, Kiltoom (Capt David O’Brien) 1/9, Rancorrado (Cian O’Connor) 1/4, Lantinus (Denis Lynch) Elim/5.

6.        Belgium – 26 Fehler Vigo D’Arsouilles (Philippe Lejeune) 4/1, Aluna (Niels Bruynseels) 16/9, Sherry Mury Marais Z (Ludo Philippaerts) 4/12, Valentina Van’t Heike (Jos Lansink) 0/8.

7.        Switzerland – 30 Fehler Carlina (Pius Schwizer) 0/8, LB Robin Hood (Christina Liebherr) 16/14, Cantus (Niklaus Schurtenberger) 0/16, Tresor (Steve Guerdat) 0/8.

8.        Sweden – 38 Fehler Madick (Helena Lundback) 0/4, Quintero La Silla (Rolf-Goran Bengtsson) 12/18, H&M Arctic Aurora Borealis (Peder Fredricson) 5/16, Montender (Henrik Von Eckermann) 0/13.

9.        Italy – 13 Fehler in der ersten Runde: SNAI Seldana (Natale Chiaudani) 5, Boston (Giovanni Lucchetti) 8, Landzeu (Giuseppe d’Onofrio) 4, Da Zara Kanebo (Piergiorgio Bucci) 4.

10.        Great Britain 14 Fehler in der ersten Runde: Rosinus (Geoff Billington) 8, Romanov (Phillip Spivey) 5, Lutine du Charmoie (Gemma Plumley) 15, Pall Mall (Peter Charles) 1.

MEYDAN FEI NATIONS CUP – Stand nach der fünfte Etappe in AACHEN:

1.    USA            -    34
2.    FRANCE        -    31
3.    GERMANY    -    25
4.    NETHERLANDS-    24
5.    SWITZERLAND-    23
6.    BELGIUM        -    16.5
7.    IRELAND        -    11.5
8.    SWEDEN        -    11
9.    GREAT BRITAIN-    10
10.    ITALY        -     4

CHIO Aachen: Bittere Niederlage für deutsche Dressur-Equipe, Strahlender Einzelsieg für Steffen Peters

2. Juli 2009 Dressur
Strahte mit der Sonne in Aachen um die Wette: Steffen Peters auf Traumpferd Ravel. Foto: Julia Rau

Strahte mit der Sonne in Aachen um die Wette: Steffen Peters auf Traumpferd Ravel. Foto: Julia Rau

Erst zum zweiten Mal überhaupt musste sich heute die deutsche Dressur-Equipe beim traditionellen Nationenpreis gegen die Mannschaft der Niederlande in Aachen geschlagen geben. Mit einem deprimierend schlechten Ergebnis konnte die deutsche Mannschaft,  ohne die wegen Dopings gesperrte Isabell Werth, nicht einmal den ebenfalls relativ schwachen Ergebnissen der Niederländer eine souveräne Einzelleistung entgegensetzen.

So landete der beste deutsche Einzelrreiter, der noch relativ championatsunerfahree Matthias Alexander Rath, auf Sterntaler gemeinsam mit Hollands Dressurstar Anky van Grunsven (beide 71,362%) auf dem fünften Platz. Die vielfache Olympiasiegerin, konnte mit Salinero bei den wenigen Auftritten in dieser Saison noch nicht an die Spitzenleistung bei den Olympischen Spielen von Hongkong vor einem Jahr anknüpfen konnte.

Waren schon mal besser: Anky van Grunsven und Olympiapferd Salinero. Foto: Julia Rau

Waren schon mal besser: Anky van Grunsven und Olympiapferd Salinero. Foto: Julia Rau

Hier gewann die Niederländerin, die zu den bestverdienensten Sportlern ihres Landes gehört, die Einzel-Goldmedallie. Ihrem Mannschaftskollegen Hans-Peter Minderhoud gelang es allerdings, die Oranje Farben hoch zu halten und dem Team mit einem zweiten Platz und 72,486 Prozenpunkten den Gesamtsieg zu sichern.

Umso strahlender ging es dafür für Steffen Peters und seinen wunderbaren elfjährigen KWPN Wallach Ravel aus. Mit seiner von den Richter mehrmals mit Neun bewerteten Galopptour, sowie weiteren Neuner Noten für Sitz und Einwirkung, konnte der im amerikanische San Diego beheimatete Dressurreiter vom Niederrhein einen weiteren Spitzen-Sieg seiner Karriere mit nach Hause nehmen. Der Weltcupsieger von Las Vegas 2009 gewann mit 77.83 Prozent überdeutlich den Grand Prix CDIO beim CHIO Aachen. “Ich freue mich riesig über diesen Erfolg”, strahlte der Wahl-Kalifornier und US- Staatsbürger.

“Ich muss mich allerdings noch daran gewöhnen, dass Ravel nach seinem Weltcup-Sieg nun zu den drei Top-Pferden weltweit zählt. Früher war man froh, wenn er unter die ersten fünf kam, nun sitzt ein ganz anderer Druck dahinter”, so Peters. Platz zwei ging an den Niederländer Hans Peter Minderhoud, der mit seinem Olympiapferd Exquis Nadine 72.46 Prozent erzielte. Das bedeutete den Sieg im Nationenpreis für die Niederlande vor Deutschland und Großbritannien.

Hinter Minderhoud rangierte der bereits 19-jährige Orlov-Traber Balagur mit seiner russischen Reiterin Alexandra Korelova.”Ihm macht die Arbeit noch immer großen Spaß, das strahlt er auch in der Prüfung aus. Er mag mich und kämpft für mich, das ist ein tolles Gefühl”, so Korelova.

Mit Rath als bestem deutschen Starter konnte man von der früheren deutschen Dominanz in der Ergebnisliste nichts sehen: “Das war sicherlich nicht unsere Bestleistung hier. Auf dem Abreiteplatz hatte er sich noch sehr gut angefühlt, aber in der Prüfung war das Gefühl nicht so gut”, so ein enttäuschter Rath. Hinter ihm platzierte sich auf Rang sieben Heike Kemmer mit ihrem Bonaparte, die im ersten Teil am Mittwoch in Führung gelegen hatte.

“Es ist schon enttäuschend, da keines der Pferde die Leistung gezeigt hat, die es kann. Es gab zu viele technische Fehler, und in den Stärken, in denen die Pferde sonst brillieren, waren sie auch nicht gut genug”, sagte Dressur-Bundestrainer Holger Schmezer.

Mit Rang 15 konnte auch Ulla Salzgeber nicht zufrieden sein.”Die Atmosphäre in Aachen ist immer ganz besonders, und für Herzrufs Erbe war das noch nicht leicht. Ich musste ihm sehr helfen, wobei ich sehr glücklich bin, wieder in Aachen reiten zu dürfen”, so die frühere Erfolgsreiterin.” Das letzte Mal war vor fünf Jahren mit Rusty, der glücklich auf der Weide steht und seine Rente genießt”, erzählt Ulla Salzgeber, die ihren Rheinländer Herzrufs Erbe genau an dieser Stelle 2002 als Dreijährigen bei den CHIO Sales gekauft hat.

“Die letzten Jahre bin ich meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Trainieren, nach gegangen, habe Herzi und Wakana in Ruhe aufgebaut und mich nicht hetzen lassen.” Die für Isabell Werth nachträglich nominierte Ellen Schulten-Baumer gelangte mit der Donnerhall-Tochter Donatha auf Rang 17.

Dänin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein im Grand Prix CDI – Matthias Alexander Rath auch hier bester Deutscher auf Platz vier

Spitzenleistung trotz hoher Sommertemperaturen: Natalie Say Wittgenstein auf Rigoletto. Foto: Kit Houghton

Spitzenleistung trotz hoher Sommertemperaturen: Natalie Sayn Wittgenstein auf Rigoletto. Foto: Kit Houghton

Hochsommerlich heiß waren die Temperaturen im Grand Prix CDI, CHIO Aachen 2009. Einigen Pferden macht die Hitze zu schaffen, nicht so dem 13-jährigen Rubinstein-Sohn Rigoletto. „Das war unglaublich, er war vom ersten Schritt an mit mir und voll konzentriert“, freute sich die Siegerin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein, die sich als letzte Starterin mit 72.128 Punkten ganz nach vorne ritt. Damit stieß sie den mit 71.745 Punkten vorne liegenden Niederländer Hans Peter Minderhoud vom sicher geglaubten Sieg.

„Exquis Escapado lief hier sehr gut, wir hatten leider einen Fehler in den Zweierwechseln. Ich habe dieses Pferd nach der Europameisterschaft in Hagen 2005 übernommen und hatte leider bisher oft Pech, dass er ausfiel, es war immer ein Auf und Ab, dabei hat er sehr viel Qualität“, so der Niederländer über seinen Oldenburger Ex Libris-Sohn. Lange Zeit ganz vorne lag ein ganz in der Nähe von Aachen zur Welt gekommener Rheinländer: Der Fidermark-Sohn Favourit wurde von der Zuchtstätte Eberhard Schulte-Böker auf Gut Muthagen in Geilenkirchen gezogen und startet nun mit seiner Reiterin Tinne Vilhelmson-Silven unter schwedischer Flagge. Mit 69.362 Prozent landete das Paar schließlich auf Rang drei.

Das beste Ergebnis aus deutscher Sicht erzielte Matthias Alexander Rath auf dem KWPN-Wallach Triviant. Rang sechs ging an Carola Koppelmann auf Le Bo. „Man merkte Le Bo die Hitze schon an, er hätte noch etwas frischer und gehfreudiger sein können. Besonders für ältere Pferde, und er ist ja schon 16, war das eine anstrengende Prüfung“, so Koppelmann. Mit 67 Jahren der älteste Starter war der Japaner Hiroshi Hoketsu, der sich mit seiner Hannoveraner Stute Whisper von Wolkenstein auf dem siebten Platz landete. Dafür hat der ehemalige Geschäftsmann aus Tokyo mit die kürzeste Anreise: Er trainiert auf Gut Roßheide bei Ton de Ridder, nur wenige Kilometer von der Soers entfernt.

CHIO Aachen: Deutsche Dressurreiter führen im Nationenpreis – Entscheidung heute

2. Juli 2009 Dressur
Neu in der deutschen Nationenpreis-Equipe: Matthias Alexander Rath und sein Klasse-Pferd Sterntaler. Foto: Julia Rau

Neu in der deutschen Nationenpreis-Equipe: Matthias Alexander Rath und sein Klasse-Pferd Sterntaler. Foto: Julia Rau

Die deutsche Dressurequipe liegt nach dem ersten Teil des Nationenpreises beim CHIO Aachen in Führung, gefolgt von der niederländischen und der dänischen Mannschaft.

Das Team um Bundestrainer Holger Schmezer und Equipechef Ullrich Kasselmann tritt in Aachen in der Besetzung Ellen Schulten-Baumer mit Donatha S, Heike Kemmer mit Bonaparte, Ulla Salzgeber  mit Herzruf´s Erbe und Matthias-Alexander Rath  mit Sterntaler-Unicef an. Damit ist vom Olympia-Team des letzten Jahres einzig noch Heike Kemmer übrig. … Continue Reading

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