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EM Windsor 2009: Niederlande ist Mannschaftseuropameister der Dressur – Gal siegt mit 84,085 Prozent – Silber für England

26. August 2009 Dressur

Schon mal so einen Galopp gesehen? Edward Gal und sein Hengst Totilas - wo wollen die beiden noch hin? Foto: Julia Rau

Schon mal so einen Galopp gesehen? Edward Gal und sein Hengst Totilas - wo wollen die beiden noch hin? Foto: Julia Rau

Abermals hat das niederländische Traumpaar Edward Gal und sein erst neun Jahre alter KWPN Hengst Totilas die Wertnoten des internationalen Richtergremiums in astronomische Höhen getrieben: Mit 84,085 Prozent machte Gal den ohnehin schon sicheren niederländischen Titelgewinn zum Mannschaftseuropameister 2009 auch noch zu einer weiteren Demonstration der Ausnahmebegabung seines Pferdes. Ergebnisübersicht

Silber für England, dafür hat Laura Bechtholsheimer mit Hojris gesorgt. Foto: Julia Rau

Silber für England, dafür hat Laura Bechtolsheimer mit Hojris gesorgt. Foto: Julia Rau

Auch für England hat eine Reiterin alle anderen in den Schatten gestellt: Die deutschstämmige Laura Bechtolsheimer, die seit einiger Zeit mit Klaus Balkenhol trainiert, hatte in diesem Jahr bereits einige Male ihre enorme Leistungssteigerung dargestellt.  Sie sicherte die Silbermedallie für das britische Team durch ihre Ausnahmeleistung.

Dem enormen Druck standgehalten: Matthias Alexander Rath und Sterntaler. Foto: Julia Rau

Dem enormen Druck standgehalten: Matthias Alexander Rath und Sterntaler. Foto: Julia Rau

Eine Bronzemedallie – daran hatte in Deutschland in den schwierigen Zeiten vor der EM, die geprägt waren von Reiterausfällen am laufenden Band und den katastrophalen Dopingnachrichten rund um Isabell Werth, nicht wirklich noch einer geglaubt. Zu unsicher, weil unerfahren oder mit unbeständiger Leistung, schienen die Kandidaten, die von Holger Schmezer schließlich nach England geschickt wurden. Bis auf Ellen Schulten-Baumer, die ihrem derzeitigen Formtief treu blieb, haben die anderen deutschen Reiter fast übermenschliches geleistet, indem sie sich nicht von der allgemein getrübten Stimmung haben anstecken lassen, sondern “ihr Ding” gemacht haben – mit Erfolg.

Allen voran der junge Matthias Alexander Rath, der mit einem ebenso begabten wie schwierigen Ausnahmepferd Sterntaler auf seinem ersten großen Championat, hervorragendes leistete und die in ihn gesetzten Erwartungen, eher waren es Hoffnung, mehr als erfüllte.

Susanne Lebek, die bescheidene Pferdewirtschaftsmeisterin, sonst eher im Hintergrund, hatte als erste deutsche Reiterin die schwierige Aufgabe, die Moral der Mannschaft durch eine halbwegs gute Leistung auf ihrem Hengst Potomac zu stärken. Das gelang der feinen Reiterin auf ihrem manchmal recht unzuverlässigen Pferd aufs Beste.

Auch Monica Theodorescu schaffte es, die kleineren Einbrüche und Fehler ihres Wallachs Whisper in Grenzen zu halten und eine weitere soldie Leistung zu garantieren. Glückwunsch an die deutsche Dressurmannschaft.

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