EM Windsor 2009 Springen: Schweiz hebt ab mit einem fliegenden Start

Eine super Saison für Pius Schwizer, hier beim Sieg in Hachenburg mit Lovin Dancer. Aktuelle Bilder folgen. Foto: Julia Rau
Im ersten Springen der Europameisterschaften der Springreiter in Windsor setzten sich gleich zwei Schweizer auf die vordersten Plätze: Der in dieser Saison sehr erfolgreiche Pius Schwizer konnte sich dabei mit seinem zwöljährigen braunen Wallach Ulysse auf Platz eins setzen, dicht gefolgt von Steve Guerdat, der als sechstletzter Starter bis fast Mitternacht warten musste, um sich mit seiner selle francais Stute Jalisca Solier direkt hinter seinem Landsmann einzureihen.
Bester Deutscher war Carsten-Otto Nagel, der mit Corradina auf Platz 13 kam, gefolgt von Marcus Ehning und seinem Hengst Plot Blue (14.), Meredith Michaels-Beerbaum steuerte Checkmate nur auf Rang 32, Thomas Mühlbauer kam mit Asti Spumante auf den 46. Platz. Alles in allem ein eher durchwachsenes Ergebnis für die deutsche Springequipe um Bundestrainer Otto Becker. Deutschland liegt vor dem aus zwei Umläufen bestehenden Nationenpreis auf Rang sechs mit insgesamt 7,75 Strafpunkten. Derzeit in Führung ist die Schweiz (3,66), gefolgt von dem niederländischen Team (3,96) und Frankreich (4,71).
Im Garten der englischen Queen hatten sich zum Flutlichtspringen bei leichtem Regen nur wenige Zuschauer eingefunden. Als erster deutscher Reiter musste Marcus Ehning in den 540 Meter langen Parcours. Der Weltranglisten-Erste leistete sich mit Plot Blue beim Überwinden der 13 Hindernisse keinen Fehler, kassierte am Ende 1,80 Strafpunkte
“Das waren heute sehr viele Distanzen und ich wollte wegen der Mannschaft kein volles Risiko gehen”, sagte Ehning. “Ich hätte allerdings ein wenig aggressiver reiten können. Insgesamt bin ich sehr zufrieden und habe ein gutes Gefühl für die kommenden Runden.”
Auch Carsten-Otto Nagel leistete sich keinen Abwurf und kam nach dem ersten Wettkampftag auf 1,64 Strafpunkte. “Ich bin froh, dass es endlich losgegangen ist”, sagte Nagel nach seinem Ritt, den er in einem kontrollierten Tempo absolvierte. “Auch wenn es um das Teamergebnis geht, kann ich nur so schnell reiten, wie es das Pferd zulässt”, ergänzte er.
Bei seiner Championatspremiere musste Thomas Mühlbauer mit Asti Spumante einen Abwurf im Zeitspringen hinnehmen. “Ich wäre natürlich gerne ‘null’ geritten, aber hatte insgesamt ein gutes Gefühl, denn das Zeitspringen ist nicht unbedingt unsere Disziplin”, sagte der Hotelier. “Der Fehler ging auf meine Kappe, denn ich bin zu dicht an das Hindernis herangeritten. Ich hoffe, dass ich damit heute das Streichergebnis liefere.”
Dieser Wunsch ging zwar in Erfüllung, aber Schlussreiterin Meredith Michaels-Beerbaum kam mit Checkmate nach einer risikoreichen Runde auf zwei Abwürfe und insgesamt 4,31 Strafpunkte, mit denen sie den 32. Platz in der zwischenzeitlichen Meisterschaftswertung einnimmt.
Im Eröffnungsspringen dieser Europameisterschaft gingen insgesamt 77 Reiter-Pferd Paare an den Start in einem Parcours mit 13 Hindernissen, inklusive eines Wassergrabens.Pius Schwizer erhielt 12,500 Euro für seinen Sieg.




