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EM Windsor 2009: Kraque Boom macht Kevin Staut zum Europameister

30. August 2009 Mehr Sport

Die drei von Windsor Castle: Carsten-Otto Nagel (GER, Silber), Kevin Staut (FRA, Gold), Alber Zoer (NED, Bronze). Foto: Julia Rau

Die drei von Windsor Castle: Carsten-Otto Nagel (GER, Silber), Kevin Staut (FRA, Gold), Alber Zoer (NED, Bronze). Foto: Julia Rau

Kraque Boom, krachbumm, hat es gar nicht gemacht – alle Stangen des britischen Parcourschefs Bob Ellis bei der Europameisterschaft im britischen Windsor blieben liegen und der elf Jahre alte Hengst des Franzosen Kevin Staut machte auch sonst alles richtig: Hervorragendes Grundtempo in einer knapp bemessenen erlaubten Zeit und zwei Umläufe mit null Fehlerpunkten – am Ende war das der Europameistertitel im Springreiten für das Paar. Interview (englisch)

Auch ein anderes Pferd machte seinem Namen – in diesem Fall leider – keine Ehre. Okidoki, der 13-jährige Wallach des Niederländers Albert Zoer, erlaubte sich ausgerechnet am ersten Sprung im alles entscheidenden zweiten Umlauf den Abwurf und katapultierte damit sich und seinen nach dem ersten Umlauf hoch favorisierten Reiter aus den Niederlanden auf den Bronzerang.

Stille Wasser sind tief - und springen hoch: Silber bei der Europameisterschaft für Carsten-Otto Nagel und Corradina. Foto: Julia Rau

Stille Wasser sind tief - und springen hoch: Silber bei der Europameisterschaft für Carsten-Otto Nagel und Corradina. Foto: Julia Rau

Perfekt lief das Finale der Europameisterschaft vor der Kulisse des mittelalterlichen Windsor Castle für einen Reiter aus dem deutschen Bronzeteam vom Freitag. Schon da hatte nämlich Carsten-Otto Nagel, der sympathische Ruhige aus dem hohen Norden Deutschlands angekündigt: “Da ist noch was drin.” Eine kämpferische Ansage, lag doch der Holsteiner mit Schimmelstute Corradina zu diesem Zeitpunkt auf Platz sieben in der Gesamtwertung. Mit zwei null Runden und dem Kunststück, auch noch in der erlaubten Zeit zu bleiben, behielt Carsten-Otto Nagel die Ruhe und gewann Silber.

Ein weiterer deutscher Reiter sorgte dann noch dafür, dass die deutsche Bilanz, die schon nach Gewinn der Mannschaftsbronzemedallie wieder etwas besser aussah, noch ein wenig heller glänzte: Mit zwei weiteren null Fehlerrunden, allerdings einem Zeitfehler im letzten Umlauf, kam Thomas Mühlbauer mit seinem quirligen und kämpferischen Hengst Asti Spumante auf den fünften Platz. Der Hotelier aus Bayern hatte vor Beginn des Finales noch auf dem zwölften Platz gelegen.

Ergebnisse der EM Windsor Einzelreiter im Überblick

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