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Trakehner Hengstmarkt: Körung, Auktion und Hengstpräsentation

21. Oktober 2009 Zucht & Auktionen

Trakehner-Hengst Syriano bei der Pflastermusterung. Foto: Stefan Lafrentz/TrakehnerVerband

Trakehner-Hengst Syriano bei der Pflastermusterung. Foto: Stefan Lafrentz/TrakehnerVerband

Für Trakehnerzüchter und -interessierte ist der Internationale Hengstmarkt in den Holstenhallen von Neumünster vom 22. bis 25. Oktober 2009 zum 47. einer der wichtigsten Termine des Jahres. Hier zeigen sich  die Besten ihres Jahrgangs – nicht nur bei den Hengsten, auch bei Zuchtstuten, Fohlen und Reitpferden sind Selektion und züchterische Standortbestimmung Pflicht, das Treffen internationaler Geschäftspartner eine wichtige Rückmeldung für die Zuchtplanung.

Pflastermusterung und Auktionspferdepräsentation

Den Auftakt machen die jungen Körkandidaten mit der Pflastermusterung am Donnerstag (22.). Zum ersten Mal treten sie nach der Vorauswahlreise im August vor die Richterkommission um Zuchtleiter Lars Gehrmann, Steffen Bothendorf (Gestütsleiter Sächsisches Hauptgestüt Graditz), Hans-Leonard Britze (Zuchtleiter des Zuchtverbandes für deutsche Pferde, ZfdP), Elmar Lesch (internationaler Vielseitigkeitsreiter) und Dr. Hans-Peter Karp (Richter, Züchter und Buchautor). Vor allem die Korrektheit des Fundaments und die des Bewegungsablaufes stehen hier im Fokus. Meistern die Youngster ihren ersten Auftritt vor großem Publikum ruhig und gelassen, gilt das als erstes großes Plus.

Ein Auktionspferd unter dem Sattel von Sandra Frieling bei der Reitpferdeauktion. Foto: Janne Bugtrup

Ein Auktionspferd unter dem Sattel von Sandra Frieling bei der Reitpferdeauktion. Foto: Janne Bugtrup

Kaufinteressenten haben bereits vom ersten Veranstaltungstag an die Möglichkeit, bei den unterschiedlichen Präsentationen die Reitpferde und Auktionsstuten, genau in Augenschein zu nehmen und sich so den einen oder anderen Wunschkandidaten schon mal rot im Katalog anzustreichen. Die Reitpferde können selbstverständlich unter dem Sattel ausprobiert werden.

Freispringen und Dreiecksbahn

Am Freitag (23.) müssen die Hengste ihr Können im Freispringen unter Beweis stellen. Dabei geht es nicht allein um die überwundene Höhe, viel mehr achten die Richter auf Springmanier, Mut und Übersicht.

Bei der anschließenden Vorstellung der Körkandidaten auf der Dreiecksbahn schauen die Körkommissare noch einmal genau auf die Grundgangarten im Trab und im Schritt – ein Bewegungsablauf bester Güte bringt die Aspiranten dem begehrten Körprädikat ein gutes Stück näher.

Hengst Lombardi in gewünscht feiner Manier beim Freispringen. Foto: Stefan Lafrentz/TrakehnerVerband

Hengst Lombardi in gewünscht feiner Manier beim Freispringen. Foto: Stefan Lafrentz/TrakehnerVerband

Die Urteile

Mit dem Freilaufen am Samstag (24.), endet für die ersten Züchter und Aussteller der Traum von einem gekörten Hengst. Denn zum letzten Mal wird die Qualität der drei Grundgangarten begutachtet – besonders im Galopp sollten die Kandidaten jetzt noch einmal punkten.

Für die Aspiranten, die an den drei Tagen insgesamt nicht überzeugen konnten, lautet das Urteil von Zuchtleiter Lars Gehrmann: „nicht gekört“. Alle anderen werden am Nachmittag „wieder vorgestellt“. Auf den Endringen entscheidet sich endgültig, welcher Hengst gekört und gegebenenfalls prämiert ist und sich somit Hoffnungen auf den Titel „Siegerhengst“ machen darf.

Aber bevor es zu diesem Veranstaltungshöhepunkt kommt, werden erneut die Reitpferde präsentiert und die Jahressiegerstute wird gekürt. Anschließend versteigert Starauktionator Uwe Heckmann Stuten und Fohlen. Und da läuft einem sicher ein Schauer über den Rücken, wenn für die edlen Trakehner Höchstpreise aus dem In- und Ausland bezahlt werden.

Mit der Körung der Junghengste und der Proklamation der Elitehengste schließt der Samstagnachmittag ab. Und es folgt gleich das nächste Highlight: Um 20.00 Uhr beginnt die große Gala-Show, die jedes Jahr mit besonders eindruckvollen Bildern die Zuschauer verzaubert.

Hochspannung garantiert: Wenn Autkionator Uwe Heckmann den Kirschholzhammer in die Hand nimmt. Foto: XXX

Hochspannung garantiert: Wenn Auktionator Uwe Heckmann den Kirschholzhammer in die Hand nimmt. Foto: Janne Bugtrup

Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten…

Ein gespannter Nervenkitzel liegt am Sonntag, dem 25. Oktober, in der Luft. Ab 10 Uhr werden die gekörten Hengste kommentiert und der Siegerhengst bzw. Reservesieger bekannt gegeben. Ist endlich raus, welcher Körkandidat sich über drei Tage ohne Fehl und Tadel präsentiert hat, fällt die Anspannung von allen Beteiligten ab. Und das Publikum bejubelt und beklatscht die künftigen Vererber auf ihren Ehrenrunden!

Nachdem man sich bei einer Mittagspause gestärkt hat, kann um 13 Uhr die Auktion beginnen. Und ohne Überraschungen, atemberaubende Summen und umkämpfte Bieterduelle um die begehrten Trakehner ist bisher noch keine Versteigerung ausgekommen!

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