Mario Stevens hat auf seinem Top-Pferd Mac Kinley den mit insgesamt 70.000 Euro dotierten Großen Preis von Dresden gewonnen. Insgesamt sechs Paare hatten das Stechen erreicht: „Ich wußte, daß mit Gert-Jan Bruggink einer der Favoriten kommt und das ich dafür etwas vorlegen muß“, erklärte Stevens und das gelang : In 36,20 Sekunden schafften die beiden den einzigen Null-Fehlerritt des Stechens.
Nachdem der 27-Jährige vor drei Wochen schon den Großen Preis beim Internationalen Springturnier in Oldenburg gewinnen konnte, führte auch im Großen Preis beim Internationalen Springturnier (CSI***) in Dresden kein Weg an dem Mitglied der Perspektivgruppe Springen vorbei.
Auf den zweiten Rang kam Alexander Hufenstuhl aus dem Stall von Sabina Illbruck in Lindlar. Er benötigte zwar nur 34,39 Sekunden, hatte aber ausgerechnet am letzten Hindernis einen Fehler. „Schade, aber ich freue mich mehr über den zweiten Platz mit Chamby in diesem Großen Preis, als daß ich mich über den Fehler Ärger!“ Dabei hängen die Trauben für das Nachwuchs-Team von Illbruck in Dresden immer besonders hoch – hatte doch einst Rudolf Könemund – heute Trainer der Illbruck-Mannschaft – diesen Großen Preis selbst gewonnen. Der dritte Rang ging an den Niederländer Gert-Jan Brugging in Primeval Wings in 35,44 Sekunden bei einem Springfehler.
„Es läuft im Moment einfach richtig gut für mich – ich habe jetzt in vier Wochen zwei Große Preise gewonnen, dann noch einige Top-Platzierungen erreich – ich bin wirklich zufrieden; ich will jetzt einmal mit den Bundestrainern sprechen, ob wir Mac Kinley nicht eine längere Pause gönnen!“ In München will er aber auf jeden Fall mit dabei sein, allein um seinen Freund, Trainer und Geschäftspartner Gilbert Boeckmann beim Kampf um den Titel des „Rider of the Year“ zu unterstützen! Boeckmann selbst hatte im Großen Preis von Dresden den vierten Rang mit Common Sense belegt: „Aber auch in einer solchen Situation helfen wir uns gegenseitig, klar, daß ich dann in München für ihn da bin“, kündigte er an!
Neben dem Großen Preis wurde in Dresden auch die erste Etappe des Bioranch Youngster-Cup 2010 entschieden: dort setzte sich der Australier Philip Lever, der als Bereiter auf der Anlage von Ansgar Holtgers tätig ist mit Carisco in 32,96 Sekunden fehlerfrei durch!
Insgesamt besuchten 16.000 Zuschauer das Turnier in der Messe Dresden, am Sonntag verfolgten noch einmal 5.000 Zuschauer die Prüfungen der 14. Auflage des Adventsturnieres: „Unser Turnier kommt in Dresden an“ freute sich Hans Günter Winkler aus der Veranstalter-Gruppe: „Und es ist solide finanziert“, und Brit Stumpe freute sich vor allem über den Zuschauer-Zuspruch: „Das ist es, wo wir einmal hin wollten!“
Dennoch wird es auch beim kleinen Jubiläum zum 1. Advent im kommenden Jahr Neues geben: „Wir wollen das Programm weiter optimieren, um noch mehr Zuschauer zu dieser wirklich spannenden Veranstaltung zu locken“, erklärte Volker Wulff, Geschäftsführer der Agentur En Garde Marketing und Dritter im Veranstalter-Bunde.