Stuttgart German Masters: Reitsport-Stars kämpfen in fünf Disziplinen um eine halbe Million Euro Preisgeld – Live Stream

Die neuen Europameister waren auch schon in Aachen hervorragend in Form: Kevin Staut (FRA) und Kraque Boom beim Nationenpreis. Foto: Kit Houghton FEI
Mit Europameister Kevin Staut und Team-Europameister Schweiz werden beim Stuttgart German Masters die
Goldmedaillengewinner von Windsor in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle ihre Pferde satteln. Wenn vom 18. bis 22. November die 25ste Ausgabe des Traditionsturniers stattfindet, gehen außerdem sieben der Top Ten der internationalen Springreiter sowie 12 der 15 Medaillengewinner der EM an den Start.
Das Who is who des Pferdesports
Auch in den anderen vier Disziplinen Dressur, Fahren, Vielseitigkeit und Voltigieren stehen zahlreiche herausragende Namen in den Nennungslisten. Turnierleiter Gotthilf Riexinger: „Die Meldelisten lesen sich wie ein Who is who des Pferdesports, ich bin mit den Zusagen mehr als zufrieden.“ Die Fans und Zuschauer auch in diesem Jahr wieder großes Interesse. „Bisher haben wir rund 43.000 Eintrittskarten verkauft, damit liegen wir auf dem Niveau des Vorjahres“, zieht Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, eine erfreuliche Zwischenbilanz. Insgesamt stehen rund 200 Aktive aus 21 Nationen mit mehr als 320 Pferden auf den Nennungslisten. Sie kämpfen in 25 Prüfungen um über eine halbe Million Euro Preisgeld, inklusive drei Mercedes-Benz Pkw.
Springsport vom Feinsten mit Weltcup-Wertung
Die Teilnehmerliste im Springen ist auch angesichts der 5. Weltcup-Etappe der Saison 2009/2010 beachtlich. Angeführt wird sie vom Weltranglisten-Ersten Marcus Ehning (Borken). Die Australierin Edwina Alexander (Nummer 5), die beiden Mannschafts-Europameister aus der Schweiz, Steve Guerdat (6) und Pius Schwizer (8), der EM-Dritte Albert Zoer (NED/7) sowie Europameister Kevin Staut (FRA/9) und sein Landsmann Michel Robert (10) sind die weiteren Top-Ten-Reiter.
Mannschafts-Europameister Schweiz ist mit Steve Guerdat, Pius Schwizer, Daniel Etter und Clarissa Crotta komplett in Stuttgart am Start. Auch Frankreich (mit Kevin Staut, Michel Robert sowie Roger-Yves Bost, Patrice Delaveau oder Pénélope Leprevost) und Belgien (mit Weltmeister Jos Lansink, Philippe Lejeune, Ludo Philippaerts) stellen starke Equipen.
Der Olympia-Zweite 2008, Rolf-Göran Bengtsson (SWE/Weltrangliste Nummer 14), die starke Amazone Luciana Diniz (POR), die niederländischen Mannschafts-Weltmeister Zoer, Piet Raymakers und Jeroen Dubbeldam (Olympiasieger 2000 in Sydney) oder der Sieger im Großen Preis von Aachen, Denis Lynch (IRL) sind weitere hochkarätige Starter.
Drei Baden-Württemberger starten in der internationalen Tour. Die deutschen Farben vertreten neben Marcus Ehning auch Marco Kutscher (Riesenbeck/Weltrangliste Nummer 12), Daniel Deusser (Valkenswaard/16), Ludger Beerbaum (Mannheim/18), der EM-Zweite im Einzel und Team-Bronzemedaillengewinner Carsten-Otto Nagel (Wedel), der EM-Team-Dritte Thomas Mühlbauer (Kötzting), der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger Lars Nieberg (Homberg/Ohm), Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) oder Christian Ahlmann (Marl). Drei Baden-Württemberger haben die Startberechtigung für die internationale Tour erhalten: Kai Schäfer (Maichingen), Alexander Schill (Ichenheim) und Timo Beck (Hanauerland).
Dressur: Auch Europameister Edward Gal will mit Totilas starten

Wird, wenn er kommt, mitTotilas für eines der Glanzlichter beim Stuttagrt German Masters sorgen: Edward Gal als Europameister 2009. Foto: Julia Rau
Absoluter Glanzpunkt der Dressurwettbewerbe ist Doppel-Europameister Edward Gal (NED) mit seinem schwarzen Hengst Totilas, die bei den Europameisterschaften Richter und Zuschauer begeisterten. „Überhaupt haben wir in diesem Jahr ein so starkes holländisches Team wie noch nie zuvor in Stuttgart“, strahlt Gotthilf Riexinger. Außer Gal haben auch der Gewinner der olympischen Team-Silbermedaille und Olympia-Fünfte in der Einzelwertung von Hongkong 2008 Hans Peter Minderhoud, Marlies van Baalen und Jeanette Haazen genannt.
Nadine Capellmann, Ulla Salzgeber und Monica Theodorescu holten bereits zahlreiche Goldmedaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. Letztere gehörte in Windsor der deutschen Equipe an, die Mannschafts-Bronze holte – zusammen mit Matthias Rath und Ellen Schulten-Baumer. Weitere Nennungen liegen von Dieter Laugks, Hubertus Schmidt und Alexandra Simons-de Ridder vor. Aus Baden-Württemberg erhielten Hans-Peter Bauer (Steinenbronn) und Christoph Niemann (Walldorf) eine Startgenehmigung.
Weitere starke internationale Konkurrenz kommt beispielsweise durch Victoria Max-Theurer (AUT) – bei der EM jeweils Fünfte im Grand Prix Special und in der Kür – oder Nathalie zu Sayn-Wittgenstein (DEN), die bei den Olympischen Spielen 2008 Team-Bronze holte. Aus Großbritannien kommen Emma Hindle und Laura Bechtolsheimer, die in Windsor Mannschafts-Silber gewannen. Bechtolsheimer, in Mainz geboren und seit ihrer Kindheit auf der Insel lebend, stand zudem im Grand Prix Special auf dem Treppchen und wurde mit der Bronzemedaille dekoriert. Mit Hiroshi Hoketsu (JPN) sattelt der älteste Teilnehmer der Olympischen Spiele 2008, der bereits 1964 in Tokio als Springreiter bei Olympia startete.
Weltcup der Viererzug-Fahrer
Von erlesener Qualität ist auch das sechsköpfige Feld im Viererzugfahren, die in einer Weltcup-Etappe um die begehrten Punkte kämpfen. Angeführt vom in den letzten Jahren dominierenden Niederländer Ijsbrand Chardon, Doppel-Weltmeister (Einzel und Mannschaft) von Beesd (Niederlande) 2008. Sein Landsmann Koos de Ronde stand 2008 mit Chardon im siegreichen WM-Team. Dritter „Oranje“ in der Landeshauptstadt ist der WM-Elfte Theo Timmermann. Mit dem Gesamtsieger der Weltcupsaison 2008/2009, Boyd Exell (Australien), kommt ein alter Bekannter nach Stuttgart, der 2008 die WM-Bronzemedaille gewann und bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen Team-Bronze holte.
Der Ungar Jozsef Dobrovitz siegte im Vorjahr in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in der Qualifikationsprüfung vor Chardon und wurde in der Weltcup-Prüfung Zweiter hinter dem Niederländer. Dobrovitz spannte schon mehrmals in Stuttgart an und sicherte sich in Beesd WM-Team-Bronze. Die Wildcard des Veranstalters erhält der „Shooting-Star“ des letzten Jahres, Michael Brauchle (Lauchheim). Der angehende Maschinenschlosser rückte 2008 in den Blickpunkt, als der damals 18-Jährige bei der WM Mannschaftssilber gewann und in der Einzelwertung hervorragender Neunter wurde.
Indoor-Vielseitigkeit mit Weltcup-Sieger und Lokalmatador Michael Jung

Sicher auch in der Halle äußerst Vielseitig: Lokalmatador Michael Jung wird auch in einer Dressurprüfung an den Start gehen. Foto: Julia Rau
Bei der Indoor-Vielseitigkeit am Mittwochabend führen der Mannschafts-Olympiasieger von Hongkong, Frank Ostholt (Warendorf), und Lokalmatador Michael Jung die Meldeliste an. Der 27-Jährige aus Horb in Baden-Württemberg sicherte sich bei den Europameisterschaften im September in Fontainbleau (FRA) Einzel-Bronze und wurde im August im polnischen Strzegom Weltcupsieger. Gute Erinnerungen hat der Vielseitigkeitsreiter auch an die Auftritte im Hallenduo im NeckarPark: In den Jahren 2007 und 2008 holte er sich den Sieg und auch 2005 triumphierte er in Stuttgart. Außerdem hat sich Jung auch für das Finale um den iWEST-Dressur-Cup qualifiziert. Olympia-Ersatzreiterin Beeke Kaack, die Stuttgart-Siegerin von 2006, Tiziana Realini (SUI) und die beiden Peking-Olympia-Zweiten mit dem australischen Team, Lucinda und Clayton Fredericks, sind ebenfalls für den Sieg oder vordere Plätze gut und werden für Spannung sorgen.
Volitgieren und Jubiläumsshow
Im Voltigieren sind in diesem Jahr wieder Zweier-Teams am Start, nachdem 2007 und 2008 Gruppen-Voltigieren in der Porsche-Arena angesagt war. Sechs Paare aus Österreich, der Schweiz und Deutschland treten am Samstagabend und am Sonntagmorgen in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle auf – gewertet werden dann beide Prüfungen zusammen.
Am Mittwoch folgt nach dem Mercedes Jump and Drive (Beginn 19 Uhr) die Jubiläumsshow (20 Uhr) mit 15 Programmpunkten und rund 50 Spitzenhengsten. Gestaltet von der Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Hengsthalter, sind zum Beispiel drei Hengste im Parallelsprung zu sehen, die „silberne Araberherde“ aus Marbach oder Kaltblüter aus dem Süden im vielseitigen Einsatz.
Eintrittskarten für das 25. Internationale Reitturnier STUTTGART GERMAN MASTERS
kosten zwischen fünf und 40 Euro, Tageskarten zwischen 21 und 70 Euro. Dauerkarten gibt es zum Preis von 139, 169 und 199 Euro. Alle Preise sind inklusive aller Vorverkaufsgebühren, zuzüglich fünf Euro Versandkosten. Die Karten an der Tageskasse kosten 2,50 Euro mehr als im Vorverkauf über den EASY TICKET SERVICE, Telefon (07 11) 2 55 55 55, Fax (07 11) 2 55 55 66, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie über Easy Ticket.
Live Stream
Wer es nicht bis nach Stuttgart schafft, kann es sich zuhause vor dem PC-Bildschirm gemütlich machen: Sämtliche Prüfungen und Shows werden von CPM24 live von den German Masters übertragen. Die gesamte Übertragung wird zweisprachig kommentiert und von Profis in Szene gesetzt. Durch die exklusiven Hintergrund-Interviews mit Reitern und Offiziellen wird der Zuschauer aus erster Hand direkt informiert. Nachts werden die Highlights des Tages wiederholt, damit auch die German Masters Fans am anderen Ende der Welt eine Chance haben, ‚dabei’ zu sein.





