Stuttgart German Masters: Laura Bechtolsheimer siegt im Grand Prix Spezial

Ein ausgesprochen schöner Ritt: Laura Bechtolsheimer (GBR) und Mistral Hojris in der Stuttgarter Schleyerhalle. Foto: Julia Rau
„Mistral Hojris hat heute eine super Leistung gezeigt“, strahlte Laura Bechtolsheimer nach ihrem Sieg im Grand Prix Special um den Preis der Meggle Gruppe am Sonntag in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle.
Die 24-jährige Britin erzielte mit ihren 14-jährigen Fuchswallach als letzte Starterin des zwölfköpfigen Starterfeldes 76.542 Prozentpunkte. Eine „Top-Leistung“, soTurnierleiter und internationaler Dressurrichter Gotthilf Riexinger.
Die in Mainz geborene Laura Bechtholsheimer, die im Alter von einem Jahr mit ihren Eltern nach Großbritannien übersiedelte und seitdem die britische Staatsbürgschaft besitzt, musste sich im letzten Jahr lediglich Isabell Werth geschlagen geben.
„Ich hatte eigentlich erwartet, dass Mistral hier in dieser Halle viel mehr Anspannung zeigt. Aber schon gestern im Grand Prix hat er Bestleistung erreicht“, freute sich die Grand-Prix-Special-Bronzemedaillen Gewinnerin bei der EM im August in Windsor, wo sie zudem mit der britischen Equipe Silber holte. „Das war unser erster Auftritt nach der Euro und Mistral Hojris hat super mitgemacht!“
Mit 71.667 Prozent kam bei der 25. Ausgabe des Stuttgart German Masters Christoph Koschel (Hagen) mit dem zehnjährigen Donnerhall-Nachkommen Donnperignon auf den zweiten Platz, gefolgt von Monica Theodorescu (Sassenberg-Füchtorf).

Eine erfolgreiche Saison für Christoph Koschel und Donnperignon. Foto: Julia Rau
Die mehrmalige Mannschafts-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin wurde von den Richtern aufgrund einiger Fehler, wie zum Beispiel einem Ausfallen in den Schritt nach der Piaffe oder verpatzten Einerwechsel mit 70.792 Prozent bewertet. Die routinierte Reiterin ärgerte sich am Ende sichtlich und gestand Carsten Sostmeier nach dem Ritt: “Ich bin verstockt. Er kann es. Das waren unnötige Fehler.”
Einen sympathischen Ritt lieferte Anabel Balkenhol auf dem Shooting-Start der Saison, dem neunjährigen DeNiro-Sohn Dablino. Der hochsensible Mediencup-Sieger tat sein Bestes um seiner Reiterin gerecht zu werden, kam aber nicht immer gegen seine Aufregung an.
Am Ende nur Platz zehn für die beiden, die von Anabels Vater, Dressur-Olympiasieger Klaus Balkenhol, trainiert werden, der Dablinos Talent entdeckt hatte und ihn gemeinsam mit seiner Tochter behutsam fördert.

Gemeinsam werden sie das auch weiter schaffen: Anabel Balkenhol mit Vater Klaus und Dablino. Foto: Julia Rau
Die Prüfung, die auch Qualifikation zur Meggle-Champions Trophy 2009/2010 ist, war mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.




