CHIO Aachen: Klare Ansage für sauberen Sport – Kemperman Mitglied im FEI-Bureau

Der Macher des CHIO Aachen, Frank Kemperman, bezieht klare Position für einen sauberen Sport. Foto: ALRV
Michael Mronz, der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, die mit dem CHIO Aachen eines der wichtigsten und renommiertesten internationalen Turnier weltweit veranstaltet, hat direkt nach dem umstrittenen Beschluss der FEI Generalversammlung zur Medikationsfreigabe, eine klare Position bezogen: „Kranke oder verletzte Pferde haben in unserem Sport nichts verloren. Der CHIO Aachen 2010 wird nicht auf der Grundlage des jetzigen FEI-Regelwerks, sondern im Sinne eines sauberen Sports ausgetragen werden.“
Direkt davor hatte der Turnierveranstalter bekannt gegeben, der Vertrag mit dem Hauptsponsor des CHIO, der Deutsche Bank AG, die seit 52 Jahren den Turniersport in Aachen unterstützt, sei auch für das nächste Jahr verlängert worden. Davon profitiert insbesondere der Dressursport, für den sich die Deutsche Bank besonders engagiert. So fungiert das Unternehmen nicht nur als Namensgeber des weltweit einmaligen Dressurstadions, sondern ist auch traditioneller Partner des Deutsche Bank Preises, dem international höchstdotierten Preis im Dressursport.
Zudem stellten die Aachen-Macher auch eine aktuelle Publikumsstudie vor. Hierzu wurden die Besucher des Turniers von Mitarbeitern der Deutschen Sporthochschule Köln befragt. Eines der wichtigsten Ergebnisse: 89 Prozent aller Besucher sind sich sicher, dass die CHIO-Organisatoren alle Möglichkeiten im Kampf gegen Doping ausschöpfen. Natürlich erwarten sie auch in der aktuellen Diskussion eine klare Positionierung der Aachener Turnierveranstalter.
Und auch Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), sagte: „Die Entscheidung der FEI widerspricht unseren Vorstellungen des Sports.“ Der Niederländer war aktuell zum Vorsitzenden des Dressur-Komitees des Internationalen Reiterverbandes FEI gewählt worden. Kemperman hatte in den vergangenen Monaten bereits der kommissarischen „Task Force Dressage“ vorgestanden. Als Vorsitzender ist der 54-Jährige zugleich Mitglied des 20-köpfigen Vorstands des Verbandes, des mächtigen „FEI-Bureaus“.
Das Dressur-Komitee ist für die Steuerung des internationalen Sports verantwortlich und berät die FEI nicht nur bei aktuellen Themen, sondern gibt auch Empfehlungen zur Entwicklung des Dressursports. Neben Frank Kemperman gehören Margit Otto Crepin (FRA), Thomas Baur (GER), David Hunt (GBR), Anne Gribbons (USA) und Elisabet Lundholm (SWE) dem Komitee an.
Als Vorsitzender der Task Force hatte Kemperman bereits zahlreiche Vorschläge zur Reform der Dressur erarbeitet, die nun in Kopenhagen komplett in der vorgeschlagenen Form verabschiedet wurden. Dazu zählen u.a. ein neues Format bei Olympischen Spielen, um die Mannschafts-Entscheidungen spannender zu machen sowie eine Reform des Richterwesens, die 2010 als Pilotprojekt getestet werden wird.
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