Stuttgart German Masters: Laura Bechtolsheimer siegt im Grand Prix Spezial

22. November 2009 Dressur
Ein ausgesprochen schöner Ritt: Laura Bechtolsheimer (GBR) und Mistral Hojris in der Stuttgarter Schleyerhalle. Foto: Julia Rau

Ein ausgesprochen schöner Ritt: Laura Bechtolsheimer (GBR) und Mistral Hojris in der Stuttgarter Schleyerhalle. Foto: Julia Rau

„Mistral Hojris hat heute eine super Leistung gezeigt“, strahlte Laura Bechtolsheimer nach ihrem Sieg im Grand Prix Special um den Preis der Meggle Gruppe am Sonntag in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle.

Die 24-jährige Britin erzielte mit ihren 14-jährigen Fuchswallach als letzte Starterin des zwölfköpfigen Starterfeldes 76.542 Prozentpunkte. Eine „Top-Leistung“, soTurnierleiter und internationaler Dressurrichter Gotthilf Riexinger.

Die in Mainz geborene Laura Bechtholsheimer, die im Alter von einem Jahr mit ihren Eltern nach Großbritannien übersiedelte und seitdem die britische Staatsbürgschaft besitzt, musste sich im letzten Jahr lediglich Isabell Werth geschlagen geben. … Continue Reading

Neue FEI-Doping Regeln: Droht ein europäischer Separatismus im Reitsport?

22. November 2009 Namen & Nachrichten, Wissen
"Empört und entsetzt", bescheibt der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breido Graf zu Rantzau, die Reaktionen zu Freigabe von Medikationen für Pferde in Wettkämpfen. Foto: Julia Rau

"Empört und entsetzt", bescheibt der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breido Graf zu Rantzau, in Stuttgart die Reaktionen zur Freigabe von Medikationen für Pferde in Wettkämpfen. Foto: Julia Rau

Diesmal ist die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) einen Schritt zu weit gegangen: Mit der während der Generalversammlung in Kopenhagen verabschiedeten, sogenannten “progressive list”, die bislang als Doping-Mittel geltende Schmerz- und Entzündgshemmer, wie Phenylbutazon und Flunixin, aber auch das Aufbaumittel Lactanase, vom 1. Januar 2010 an urplötzlich frei gibt, hat der Reitsport-Dachverband niemandem einen Gefallen getan, am wenigsten sich selbst.

Im von FEI-Präsidentin Prinzessin Haya angezettelten Machtkampf, der das Ziel zu haben scheint, den europäischen, speziell den deutschen Einfluss im internationalen Verband zu dezimieren, scheint nun selbst das bisherige Tabu-Thema Doping zur Waffe zu werden.

Nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses für die Liste, die während des Doping-Workshops in Ergänzung der bisherigen (“current list”) plötzlich per Mail zur Abstimmung verschickt worden war, war die Verwirrung bei den Delegierten, vor allem der europäischen Verbände, ungefähr ebenso groß wie die Empörung.

Breido Graf zu Rantzau, der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), der direkt von Kopenhagen zu den Stuttgart German Masters geflogen war, rief hier direkt zur Pressekonferenz. “Wir machen das nicht mit”, so der Graf. Und mit “wir” ist diesmal nicht nur der deutsche Verband gemeint.

Vor zwei Monaten hatten sich in Antwerpen Vertreter der wichtigsten europäischen Verbände zu einem “European Equestrian Forum” zusammengeschlossen, dem nun in Kopenhagen sämtliche Verbände Europas beigetreten sind. Selbst der amerikanische Verband, in dessen Land sehr viel laxere Bestimmungen im Hinblick auf Mittel, die verletzte Pferde wieder wettkampffähig machen, herrschen, hat sich mit den Europäern in puncto “progressive list” solidarisch erklärt.

Das hübsche grün im Logo, scheint mehr die Imagebildung als den Tatsachen zu entsprechen.

Das positive, saubere Grün im Logo, scheint mehr der Imagebildung als den wahren Absichten zu dienen.

Vorerst zieht der deutsche Reiterpräsident den formalen Weg  vor. Die “progressive list” sei mithilfe eines Formfehlers “nicht satzungsgemäß” zur Abstimmung gekommen. Beim “Compliance Committee” (eine Art Beschwerdestelle) der FEI wolle man Einspruch erheben. Das hatten Teile der Delegierten zwar schon in Kopenhagen versucht, waren aber abgeschmettert worden, mit der Begründung, die Abstimmung sei demokratisch zustande gekommen.

Doch die FEI scheint die Macht, die mit den europäischen Reitsportnationen verbunden ist, zu unterschätzen: Allein der Verlust der finanziellen Beiträge – von denen die FEI nicht nur profitiert, sondern auch lebt – der Turnierveranstalter und Sponsoren, wäre im Falle eines Abspaltens der Europäer aus dem Dachverband, ein nicht aufzufangender Verlust. Doch diese werden die Entscheidung gegen ein klares Nein zu Doping und zum Fitmachen von nicht-wettkampffähigen Pferden, nicht mittragen.

Nach dem Beschreiten des formalen Weges, daraus macht der deutsche Präsident kein Hehl, wird dann die europäische Macht ausgespielt: Vom Boykott der Weltreiterspiele in Kentucky im nächsten Jahr ist bereits die Rede. Das Gründen eines eigenen europäischen Verbandes wäre die letzte Konsequenz. Auch die Verhandlungen mit den deutschen Fernsehsendern seien davon berührt. Auf jeden Fall, so zu Rantzau,  sei es jedoch im Moment oberstes Ziel, mit der FEI weiterzumachen

“Wir können nicht anders und wir wollen nicht anders”, beschreibt der Präsident die deutsche Position, “alle Turnierveranstalter stehen hinter uns.” Auch für die deutschen Reiter wäre es eine Katastrophe, auf internationalen Turnieren zu starten, an denen sich nur einzelne an die Null-Lösung zur medikamentösen Behandlung von Pferden halten. Für viele andere europäischen Länder verstößt die neu beschlossene Freigabe-Regelung, wie in Deutschland auch, schlicht gegen Tierschutz-Gesetze. Unterschiedliche Wettkampfbedingungen für die zwei und vierbeinigen Athleten wären die Folge.

Die FEI wird zurückrudern müssen, will sie eine Abspaltung der finanz- und mitgliederstarken europäischen Verbände samt der Turnierveranstalter und Sponsoren, vermeiden, so viel ist sicher. Damit dürfte die Wiederwahl Prinzessin Hayas im nächsten Jahr so gut wie vom Tisch sein.

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Neue FEI-Doping-Regeln: Droht ein europäischer Separatismus im Reitsport

Stuttgart German Masters: Edward Gal und Totilas auch in der Kür eine Klasse für sich

22. November 2009 Dressur
Das Stuttgarter Publikum jubelte: Nicht nur die abgezirkelten Piaffen versetzten die Zuschauer bei Edward Gals Auftritt in der Schleyerhalle auf dem faszinierenden Totilas in Verzückung. Foto: Julia Rau

Das Stuttgarter Publikum jubelte: Nicht nur die abgezirkelten Piaffen versetzten die Zuschauer bei Edward Gals Auftritt in der Schleyerhalle auf dem faszinierenden Totilas in Verzückung. Foto: Julia Rau

Standing Ovations der 7.000 begeisterten und hingerissenen Zuschauer in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle, ergriffenes Staunen und lauter Jubel nach dem abschließenden Gruß: Edward Gal und sein neunjähriger Rapphengst Totilas sorgten beim diesjährigen 25. Stuttgart German Masters am Samstagabend für den mit Spannung erwarteten Höhepunkt.

Obwohl sich der Hengst immer noch etwas beeindruckt zeigte von der gigantischen Kulisse, die eine voll besetzte Stuttgarter Schleyerhalle bietet, konnte sein Reiter, der die selbe Kür zu dramatischer Musik wie in Windsor ritt,  doch fast alle Höhepunkte dieses Ausnahme-Pferdes abrufen – und davon gab es viele.

Piaffen, Passagen und Pirouetten, die mit unglaublicher Kraftaufnahme in der Hinterhand und außergwöhnlicher Aktion im Vorderbein mit für das  Besondere am Auftritt des Paares sorgten. Doch auch die Traversalen in schönster Vollendung, eine Aufwärtsgaloppade aus dem Lehrbuch und die Tempoverstärkungen waren vom Feinsten. Einzig die Galoppwechsel zu einem und zwei Tempi, auch in Windsor noch mit leichten Schwächen versehen, erschienen auch in Stuttgart noch etwas verhalten, nicht ganz frei nach vorne gesprungen. … Continue Reading

Stuttgart German Masters: Kristina Sprehe siegt vor Favoritin Marion Engelen im Piaff Förderpreis

22. November 2009 Dressur

Siegerin im Final der besten deutschen Nachwuchsreiter: Kristina Sprehe auf Royal Flash. Foto: Julia Rau

Siegerin im Final der besten deutschen Nachwuchsreiter: Kristina Sprehe auf Royal Flash. Foto: Julia Rau

„Ich bin noch ganz sprachlos“, atmete Kristina Sprehe tief durch. Die 23-jährige Oldenburgerin hatte sich beim 25. Stuttgart German Masters im Finale des Piaff-Förderpreises durchgesetzt. Am Donnerstag noch Dritte in der Vorbereitungsprüfung, erhielten die BWL-Studentin und ihr 13-jähriger Wallach Royal Flash vom internationalen Richterkollegium 67.191 Prozentpunkte. … Continue Reading

Stuttgart German Masters: Mercedes Master Sieger ist Patrice Delaveau

21. November 2009 Springen
Darf's noch ein bißchen höher sein? Für Patrice Delaveau und Kachita Mail kein Problem. Foto: Julia Rau

Darf's noch ein bißchen höher sein? Für Marcus Ehning und Leconte kein Problem. Foto: Julia Rau

Wenn in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle die besten Zwölf nach zwei schweren Qualifikationen am Donnerstag und Freitag in den Sattel steigen, geht es um einen Mercedes und die Ehre, in Stuttgart „Master-Sieger“ zu werden. Beim Jubiläumsturnier, dem 25. Stuttgart German Masters 2009, gelang das dem 44-jährigen Patrice Delaveau. Er entschied vor 5.900 begeisterten Zuschauern auf seiner elfjährigen Stute Katchina Mail das Stechen mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt (36.41 Sekunden) für sich.

Er erritt sich damit einen Mercedes GLK 350 im Wert von 51.780 Euro. Nach Roger-Yves Bost ist er erst der zweite Franzose, dem das gelang, wobei sich sein Landsmann 1990 und 1991 in die Siegerliste des Mercedes German Masters eintragen konnte. … Continue Reading

Stuttgart German Masters: Edward Gal und Totilas – überlegen im Grand Prix

20. November 2009 Dressur
Unschlagbares Team auch in Stuttgart: Edward Gal und Totilas Foto: Julia Rau

Unschlagbares Team auch in Stuttgart: Edward Gal und Totilas Foto: Julia Rau

Spannung und Erwartung waren fast greifbar,  Zuschauer und Medienvertreter fieberten dem ersten Auftritt Doppel-Europameisters in der Dressur bei den Stuttart German Masters förmlich entgegen. Und der Niederländer Edward Gal mit seinem neunjährigen Rapphengst Totilas enttäuschten nicht: Mit 79.021 Prozentpunkten gewann das Duo souverän den Grand Prix, die Qualifikation zur Kür am Samstagabend.

„Es war ein toller Auftritt, auch wenn Gal seinen Totilas noch mit angezogener Handbremse präsentierte“, schwärmte Turnierleiter Gotthilf Riexinger, selbst internationaler Grand Prix Richter. „Vor allem hat mich gefreut, dass die Zuschauer die niederländischen Reiter mit sehr viel Applaus bedacht haben.“

Auch Gal selbst zeigte sich im Interview mit Kim Kreling bei CPM24, die das gesamte Turnier live übertragen,  sehr erfreut über die äußerste positive Resonanz des Stuttgarter Publikums. Er gestand, doch mit etwas Skepsis nach Deutschland gereist zu sein, da er gehört habe, dass das deutsche Publikum den Trainingsmethoden der Niederländer sehr negativ gegenüber stehe. Dabei trainiere man in seinem Heimatland vor allem dahin, dass das Training auch den Pferden Spaß mache.

Edward Gal hat auch in Stuttgart Publikum und Richter mit seinem Hengst Totilas begeistert.

Edward Gal hat auch in Stuttgart Publikum und Richter mit seinem Hengst Totilas begeistert.

Angesprochen auf den Eindruck, er sei noch etwas verhalten geritten, antwortete Gal: “Totilas war schon etwas beeindruckt von dieser Halle.” Das werde aber am nächsten Tag schon wieder anders aussehen. Außerdem gestand der Mann, der bei den Europameisterschaften in seiner Kür 33 mal die beste aller Wertnoten, die Zehn erhielt: “Den Grand Prix mag ich auch nicht so.” Er freue sich auf die Kür am Samstagabend.

Auf den zweiten Platz kam Anabel Balkenhol (Rosendahl), die den 12 Jahre alten, eleganten Wallach Rubins Royal vorstellte und von den Richtern mit 69.319 Prozent bewertet wurde. Der Belgier Jeroen Devroe hatte den neunjährigen Apollo van het Vijverhof gesattelt und landete mit 68.596 Prozentpunkten auf Platz drei.

Die zehn besten Paare dieser Prüfung sind für die Kür am Samstag um 20.15 Uhr qualifiziert.

1. 232 Moorlands Totilas Gal, Edward NED 2500 EUR 368 366 367 375 381 1857 Punkte
R 9-j.H v.Gribaldi/M.v.Glendale/KWPN/NED08021/B: Moorland Stables Niederlande – Netherlands 78.298 % 77.872 % 78.085 % 79.787 % 81.064 % 79.021 %
1. 1. 1. 1. 1.
2. 278 Rubins Royal Balkenhol, Anabel GER 2000 EUR 317 330 327 329 326 1629 Punkte
B 12-j.W v.Rubinstein I/M.v.Vargas xx/OLDBG/GER44534/B: Jaeckel,Leandra RV St.Georg Münster 67.447 % 70.213 % 69.574 % 70.000 % 69.362 % 69.319 %
5. 2. 2. 2. 2.
3. 359 Apollo van het Vijverhof Devroe, Jeroen BEL 1500 EUR 322 323 323 322 322 1612 Punkte
B 9-j.W v.Welt Hit II/M.v.Ritmeister/BWP/BEL40805/B: Jeroen Devroe Belgien – Belgium 68.511 % 68.724 % 68.724 % 68.511 % 68.511 % 68.596 %
4. 3. 3. 3. 3.
4. 405 Donatha S Schulten-Baumer, Ellen GER 1200 EUR 325 323 322 321 315 1606 Punkte
F 15-j.S v.Donnerhall/M.v.Pik Bube I/HANN/GER19094/B: Schulten-Baumer,Uwe sen. RFV Graf v.Schmettow Eversael 69.149 % 68.723 % 68.510 % 68.297 % 67.021 % 68.340 %
3. 3. 4. 4. 7.
5. 403 Wakana Salzgeber, Ulla GER 1000 EUR 316 319 321 317 321 1594 Punkte
F 9-j.S v.Wolkentanz II/M.v.Wanderbursch II/THUER/GER28123/B: Salzgeber,Ulla RFV Bad Wörishofen 67.234 % 67.873 % 68.298 % 67.447 % 68.298 % 67.830 %
6. 5. 5. 5. 4.
6. 391 Exquis Escapado Minderhoud, Hans Peter NED 800 EUR 331 316 307 311 309 1574 Punkte
B 16-j.W v.Exlibris/M.v.Icarus/OLDBG/GBR10831/B: M.R.M. Hoes-Kies,L. Riel-Kies Niederlande – Netherlands 70.426 % 67.234 % 65.319 % 66.170 % 65.745 % 66.979 %
2. 6. 8. 9. 10.
7. 148 Insterburg TSF Koppelmann, Carola GER 500 EUR 312 316 312 317 314 1571 Punkte
DB 10-j.H v.Hohenstein/M.v.Giorgio Armani/TRAK/GER27652/B: Schultzke,Dirk Kehdinger RC 66.383 % 67.234 % 66.383 % 67.447 % 66.808 % 66.851 %
8. 6. 6. 5. 8.
8. 487 Eichendorff Max-Theurer, Victoria AUT 500 EUR 306 315 312 316 317 1566 Punkte
B 11-j.H v.Ehrentusch/M.v.Ferragamo/WESTF/AUT04389/B: Max-Theurer,Familie Österreich – Austria 65.106 % 67.021 % 66.383 % 67.234 % 67.447 % 66.638 %
9. 8. 6. 7. 5.
Weitere, nicht platzierte Teilnehmer
9. 267 Randon Rapcewicz, Michal POL 313 310 306 313 313 1555 Punkte
B 12-j.W v.Czuwaj/M.v.Famino/PHBA/POL01866/B: Rapcewicz,Michal Polen – Poland 66.596 % 65.957 % 65.106 % 66.596 % 66.596 % 66.170 %
7. 10. 9. 8. 9.
10. 112 Fantomas Koschel, Christoph GER 304 306 301 304 316 1531 Punkte
F 11-j.W v.Florestan I/M.v.Pilot/WESTF/SUI09173/B: Hof Beckerode GmbH RSC Osnabrücker Land 64.681 % 65.106 % 64.043 % 64.681 % 67.234 % 65.149 %

Stuttart German Masters: Michi Jung ist nicht zu schlagen

19. November 2009 Mehr Sport
Diesmal mit einem Youngster am Start: Michael Jung, unweit von Stuttagrt zu Hause, überragt mit River of Joy auch in der Schleyerhalle. Foto: Julia Rau

Diesmal mit einem Youngster am Start: Michael Jung, unweit von Stuttagrt zu Hause, überragt mit River of Joy auch beim Indoor Derby in der Schleyerhalle. Foto: Julia Rau

Der Lokalmatador hat auch in der Halle die sensationelle Form dieser Saison bestätigt: Michael Jung, der 27 Jahre alte Pferdewirt aus Horb am Neckar, gewann am Mittwoch zum Auftakt des 25. Internationalen Reitturniers Stuttgart Gerrman Masters zum dritten Mal in Folge das Indoor-Derby der Vielseitigkeitsreiter. Selbst mit dem erst achtjährigen River of Joy konnte Jung ein stark besetztes, internationales Teilnehmerfeld mit 22 Startern hinter sich lassen.

Vor der begeisterten Kulisse von 8.000 Zuschauern in der ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer-Halle triumphierte der Weltcup-Sieger und EM-Dritte 2009 auf seinem dunkelbraunen Baden-Württemberger Wallach (v.Rubicell/M.v.Pageno xx) aus dem Besitz von Ralf Renner, trotz eines Springfehlers in der schnellsten Zeit von 79.07 Sekunden.

Knapp dahinter platzierte sich der in England lebende Australier Daniel „James“ Jocelyn. Der 39-Jährige, Olympiateilnehmer von 2004 in Athen, kam auf dem 19 Jahre alten Wallach Silence auf 79.82 Sekunden.

Dritte wurde Nicola Wilson (GBR), die 33-jährige Schülerin des deutschen Bundestrainers Chris Bartle, benötigte mit Mr. Bigglesworth 80.65 Sekunden. Dahinter landeten  weitere prominente Namen, wie Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt (4.), der mit La Fair, das Pferd seiner Frau, Sara Algotson, gesattelt hatte und Beeke Kaack (7.), auf dem siebenjährigen Hengst Lost Money, der Hannoveraner Vollblüter ist ein Heraldik xx-Sohn (M.v. Star Regent xx).

Die Stuttgart-Siegerin von 2006, Tiziana Realini (SUI/5.) kämpfte genauso um den Sieg, wie die beiden australischen Mannschafts-Silbermedaillengewinner Clayton (8.) und Lucinda Fredericks (20.). Auch Clayton Fredericks hatte mit FBW Fandango einen echten Württemberger am Start ebenso wie seine Frau, die die siebenjährige braune Stute Enchated Ruby (v.Rubicell x M.v.Quick Step II) vorstellte.

Sämtliche Prüfungen werden LIVE übertragen von CPM24TV

Die STUTTGART GERMAN MASTERS im Fernsehen

Samstag, 21.11.2009
14:35 – 15:20 Uhr in “Sport extra”
ab 17 Uhr in “Sport am Samstag”

Sonntag; 22.11.2009
16:30 – 17:15 Uhr in “Sport extra”

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Thomas Baur neues Mitglied im FEI-Dressur Komitee

18. November 2009 Namen & Nachrichten
Gerade beim Stuttgart German Masters in der Schleyerhalle, vertritt er Deutschland und die internationalen Turnierveranstalter nun bei der FEI: Der Mannheimer Thomas Baur. Foto: Julia Rau

Gerade beim Stuttgart German Masters in der Schleyerhalle, vertritt er Deutschland und die internationalen Turnierveranstalter nun bei der FEI: Der Mannheimer Thomas Baur. Foto: Julia Rau

Thomas Baur, langjähriger Mitorganisator des Mannheimer Maimarkt Turniers sowie der heute beginnenden German Masters in Stuttgart und verantwortlich für die Dressur-Organisation beim wieder belebten Hauptstadt-Turnier, wird neues Mitglied des Dressur-Komitees im Internationalen Reiterverband (FEI).

Der 42-Jährige wurde jetzt bei der Generalversammlung des Weltreiterverbandes FEI in Kopenhagen (Dänemark) ins Dressur-Komitee Damit gehört der gelernte Werbekaufmann dem sechsköpfigen Gremium als Vertreter der Turnierveranstalter in aller Welt an. … Continue Reading

Schaufenster der Besten: Quaterback, Quicksilber, Clarence und Con Sherry stellen die Siegerhengste

18. November 2009 Zucht & Auktionen
Der Hengst mit dem schönen Gesicht und dem enormen Gangwerk: Dressursieger Körung in Neustadt-Dosse ist der fuchsfarbene QuarterbackxKolibri-Sohn. Foto: Björn Schröder

Der Hengst mit dem schönen Gesicht und dem enormen Gangwerk: Dressursieger Körung in Neustadt-Dosse ist der fuchsfarbene QuarterbackxKolibri-Sohn. Foto: Björn Schröder

Bei der Körung des Pferdezuchtverbandes Brandenburg- Anhalt in der ausverkauften Graf von Lindenau-Halle in Neustadt-Dosse waren vier Söhne von Quaterback, Quicksilber, Clarence und Con Sherry die bejubelten Sieger und Reservesieger. Insgesamt wurden 59 Hengste der Körkommission vorgstellt worden, davon erhielten 13 positive Körurteile, darunter gab es sieben Prämienhengste.

Es war der erste Jahrgang des Bundeschampions 2006 Quaterback. Von drei vorgestellten Nachkommen wurden zwei gekört, der Quaterback-Kolibri-Sohn von der Stiftung des Brandenburgischen Haupt- und Landgestütes Neustadt/Dosse (Züchter: U. Schulz & Dieter Mäkelburg, Beuster) wurde zum Siegerhengst der dressurbetonten Hengste ausgerufen.

“Er hat ein herrliches Gesicht und man sieht, dass sich mit Kolibri in beide Richtungen züchten lässt”, so Zuchtleiter Dr. Ingo Nörenberg. Der Sieger habe nicht nur mit den großartigen Bewegungen auf den Spuren seines Vaters überzeugt, sondern auch mit einem passablen Sprung. Den Reservesieger stellt ebenfalls die Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt. Der Clarence-Levisto- Hengst (Züchter: Erhard Ploewka, Rossau), “eigentlich könnte man ihn eher im Springlot vermuten”, so Dr. Nörenberg, zeigte sich unheimlich nobel und langbeinig. “Immer geschmeidig im Bergauf in den Bewegungen, ein echter Hingucker, der auch einen recht guten Sprung macht.”

Mächtig am Sprung: Der Sieger der springbetonten Hengste, ein QuicksilberxKolibri-Sohn. Foto: Björn Schröder

Mächtig am Sprung: Der Sieger der springbetonten Hengste, ein QuicksilberxKolibri-Sohn. Foto: Björn Schröder

Von bester Qualität war auch der Springsieger: Der Quicksilber-Kolibri-Hengst (Züchter:  Matthias Huschke, Baruth) startet nun, wie bereits sein Vater, in Neustadt seine Karriere als Deckhengst. Er wurde bei der Auktion von Heiko Schmidt (Neu Benthen), der einst auch den späteren Weltmeister Quicksilber in den Sport brachte, ersteigert und wird den Züchtern über das Landgestüt Prussendorf zur Verfügung stehen.

Die Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt stellt auch den Reservesieger der Springhengste. Der Con Sherry-Zenturio-Sohn (Züchter: Heinz Sauermilch, Tuchheim) wird wahrscheinlich auf der Station Reinstedt decken. Der noch jugendlich wirkende, edle Hengst zeigte sich mit äußerst geschmeidigen Bewegungen und wie sein Vater mit ganz viel Klasse am Sprung. Er ist der erste gekörte Sohn des Neustädter Landbeschälers Con Sherry.

Wohl ausgewogen die Körurteile im Schaufenster der Besten 2009. Foto: Björn Schröder

Wohl ausgewogen die Körurteile im Schaufenster der Besten 2009. Foto: Björn Schröder

Insgesamt habe die Zahl der Körurteile gezeigt, “dass wir 2009 eine nicht ganz so starke Qualität in der Breite hatten”, so Dr. Nörenberg. “Und wir haben wirklich nur die zugelassen, von denen wir uns sportlich etwas erhoffen.” Auch auf Grund der Auktion sei die Zahl der gekörten Hengste eher knapp gehalten worden, “denn wir wollten, dass sie auch am Markt bestehen”.

Die Bilanz zu ersten Auktion der gekörten Hengste fällt positiv aus.  Nörenberg: “Wir sind mit gemischten Gefühlen dort hineingegangen, doch den Durchschnittspreis von 26 125 Euro hatten wir so nicht erwartet. Ein guter Einstand.” Bei der Auktion der gekörten Hengste erzielte der Sir Donnerhall-Landioso-Hengst mit 44 000 Euro den höchsten Preis. Zweitteuerster Hengst war der Sir Donnerhall-Diamond Hit-Sohn mit 40 000 Euro. Beide Junghengste stehen künftig in Oldenburg.

Bei der anschließenden Reitpferdeauktion kam das Besondere ganz zum Schluss. Hier erhielt der Kolibri-Kronenkranich xx-Wallach Kotillion als Preisspitze bei 65 000 Euro den Zuschlag. Er bezieht künftig in Niedersachsen seinen Stall. Zweitteuerstes Pferd war der bewegungsstarke Fidertanz-Sohn Faustus von Basu, der für 53 000 Euro nach Schweden verkauft wurde. Die insgesamt 28 verkauften Pferde kosteten im Schnitt 16 821 Euro, für ein Pferd gab es kein Gebot. Käufer kamen in diesem Jahr aus allen Teilen Deutschland, der USA, Türkei und Schweden.

Hyperflexion: Gelbe Karten für Reiter

17. November 2009 Dressur, Namen & Nachrichten
Auch dieses Bild in Hyperflexion stammt von einem FEI-Abreiteplatz: Beim Weltcup-Finale in Las Vegas. Foto: Julia Rau

Bekommt dieser Reiter demnächst die gelbe Karte? Er verstößt jedenfalls nicht gegen das FEI-Reglement. Auch dieses Bild in Hyperflexion stammt von einem FEI-Abreiteplatz: Beim Weltcup-Finale in Las Vegas 2009. Foto: Julia Rau

Aus dem Schatzkästlein der skurilen FEI-Versuche, sich mit dem Thema Hyperflexion so zu beschäftigen, dass es alle toll finden müssen, könnte die Idee stammen, künftig Stewards mit gelben Karten auszustatten.

Hierzu wurde heute eine Presseerklärung mit der pompösen Überschrift “Zum Wohle des Pferdes” herausgegeben. In ihr wird bekräftigt, dass die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) alle Trainingsmethoden und Praktiken verurteilt, die gegen das Wohl des Pferdes gerichtet seien. Dieses Pferdewohl werde auch für immer der Fokus der Arbeit des Weltverbandes sein. So weit, so alt. … Continue Reading

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Der Deal ist perfekt: Schockemöhle kauft Totilas

14. Oktober 2010

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Wie die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heute meldet, hat Paul Schockemöhle nun doch das Jahrhundertpferd Totilasgekauft.

WEG 2010 Kentucky: Kein Start für Victoria Max-Theurer

13. September 2010

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Die zehnte der aktuellen Weltrangliste und Österreichs beste Dressurreiterin, Victoria Max-Theurer, verzichtet auf einen Start bei den Weltreiterspielen in Kentucky (USA), die am 25. September beginnen. Die 24-Jährige will ihrem 2009  nach einer schweren Kolik operierten Top Pferd Augustin OLD die Reise- und Quarantänestrapazen nicht zumuten, so die Pressemitteilung aus dem Hause Max-Theurer. Der Focus [...]

Der Kommentar

  • Der Kommentar: Komet mit kurzer Lebensdauer - Gastkommentar zum Rücktritt von Gerd Heuschmann
    von Karola Bady Unsere Autorin ist Mitglied bei Xenophon und Redakteurin. Sie war bei der Mitgliederversammlung am 12. Juli in Aachen anwesend. Für Horses & Sports hat sie ihr persönliches Resümee aus dieser Veranstaltung gezogen: "Die Laufbahn des Tierarztes Heuschmann gleicht inzwischen der eines Kometen: Er tauchte vor wenigen Jahren unvermittelt auf, sorgte für ein Leuchten am Himmel, als er sich gegen die Rollkur, gegen Doping und unerlaubte Medikation äußerte, dab...

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17. Juni 2010

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Die Verunsicherung gerade im semi-professionellen Reitsport ist weiterhin groß. Welche Mittel dürfen Pferde im Körper haben, ohne dass sich der Reiter eines Dopingvergehens schuldig macht? Keiner weiss es wirklich genau.

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9. Juni 2010

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Eine geradezu bahnbrechende Neuerung im unermüdlichen Kampf um fairen Sport, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in diesen Tagen zu verkünden: Ab sofort sind alle Fliegenschutzmittel bei Turnieren erlaubt. Bislang galt die Regelung, dass Fliegensprays, die ätherische Öle – unter anderem Nelken- oder Lavendelöl – enthalten, eine Karenzzeit von 48 Stunden haben und somit im [...]

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