Stevens Report: Marco Kutscher vor FEI Tribunal – Nolting und Funktionäre abgestraft

17. November 2009 Namen & Nachrichten, Springen
Kein FEI Amt mehr für den für den FN-Geschäftsführer Sport Reinhardt Wendt. Foto: Julia Rau

Kein FEI Amt mehr für den FN-Geschäftsführer Sport Reinhard Wendt. Foto: Julia Rau

Die Generalversammlung der Internationalen Reiterlichen Vereinigung, die zurzeit in Kopenhagen tagt, hat nun auch den nach ihrem Vorsitzenden benannten “Stevens-Report” öffentlich gemacht und ihre Ergebnisse zur Abstimmung durch die Versammlung frei gegeben. Teile davon waren bereits im Vorfeld an Journalisten lanciert worden.

In diesem Untersuchungsbericht werden die Vorfälle um die illegale Medikation des Pferdes Cornet Obolensky von Marco Kutscher während der Olympischen Spiele von Hongkong 2008 untersucht und harte Konsquenzen für den anwesenden Tierarzt der deutschen Olympia-Mannschaft, Dr. Björn Nolting, sowie die während des Vorfalls auf der Stallgasse anwesenden Funktionäre gefordert.

So soll der ehemalige deutsche Mannschaftstierarzt, Dr. Björn Nolting, der kurz vor Bekanntwerden der Vorfälle im Stallzelt bereits von seinem Posten zuückgetreten war, von der Liste der FEI-Tierärzte gestrichen werden – auf der er sich offensichtlich immer noch befand.

Marco Kutscher und sein Pferd Cornet Obolensky, das bei Olympia 2008 eine illegale Mediaktion erhielt. Foto: Julia Rau

Marco Kutscher und sein Pferd Cornet Obolensky, das bei Olympia 2008 eine illegale Mediaktion erhielt. Foto: Julia Rau

Marco Kutscher, der Reiter von Cornet Obolensky, der nach FEI-Statut in dieser Funktion als die “person responsible” (verantwortliche Person) für den gesamten Vorfall gilt und der bislang völlig unbehelligt – auch von FN Strafmaßnahmen – weiter reiten konnte und im aktuellen Championats-A-Kader Aufgebot der FN zu finden ist, soll sich nun vor einem FEI Untersuchungsausschuss verantworten. Dieser könnte nach Abschluss der Ermittlungen eine längere Sperre für den Reiter verhängen.

Eine weitere Abstrafung soll an den ehemaligen Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Dr. Hanfried Haring, gehen. Er wird von seinen Aufgaben als deutsches Mitglied innerhalb des FEI Vorstands abgewählt werden. Die Aktion kann jedoch durchaus im Zusammenhang mit dem Versuch gesehen werden, die FEI Statuten zu ändern und  den europäischen, speziell den deutschen Einfluss zu schwächen, denn Haring sollte auch als Vorsitzender der Gruppe der westeuropäischen Nationen weichen. Diese Attacke wurde jedoch durch ein Vertrauensvotum des Gremiums verhindert. Auch als FEI Richter wird Haring weiter im Amt bleiben, weil er in Hongkong nicht in diesem Amt tätig war.

Zudem werden alle weiteren Personen, die auf der Stallgasse anwesend waren, während das Pferd in seiner Box einen kurzen Kreislaufkollaps erlitt und die illegale Medikation erhielt – und somit von dem Vorfall Kenntnis hatten ohne die FEI darüberzu unterrichten – mit einer Art ‘Berufsverbot’ innerhalb der FEI belegt.

Sie dürfen künftig in keinem Amt innerhalb des Weltreiterverbandes mehr vertreten sein oder hineingewählt werden. Zu diesen Funktionären gehört auch FN- Präsident Breido Graf zu Rantzau und der deutsche Chef de  Mission und FN-Geschäftsführer Sport, Reinhard Wendt, sowie der Springausschussvorsitzende, Peter Hoffmann. Auch diese Maßnahme ist in allerletzter Konsequenz eine Schwächung des deutschen Einflusses im Weltreiterverband.

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FEI Generalversammlung: Niederlage für Haya – keine neuen Statuten

17. November 2009 Namen & Nachrichten

FEI_BrandingjpgDer Versuch, das Führungsgremium der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) zu halbieren, ist gescheitert. Mit 49 zu 48 Gegenstimmen bei einer Enthaltung stimmte die derzeit in Kopenhagen tagende Vollversammlung gegen eine Reduzierung der Sitze von 15 auf sieben. Die Verlagerung der Gewichte, die eine weitere Stärkung der eher kleinen Reitsport-Nationen bewirkt hätte, ist dadurch mit denkbar knapper Mehrheit abgewendet worden. … Continue Reading

Erfolge für Sir Nymphenburg

16. November 2009 Zucht & Auktionen
Erfolgreich: Sir Nymphenburg, hier vorgestellt von Irina Oberthür, ist jetzt für das Marbacher Landgestüt im Einsatz. Foto: Olav Krenz/Marbach

Erfolgreich: Sir Nymphenburg, hier vorgestellt von Irina Oberthür, ist jetzt für das Marbacher Landgestüt im Einsatz. Foto: Olav Krenz/Marbach

Vor ausverkauftem Haus präsentierte sich der Süddeutsche Siegerhengst und Bundeschampionatsfinalist Sir Nymphenburg (von Sir Donnerhall-Regazzoni) diesmal bei der Süddeutschen Sattelkörung. Für die überragende Qualität seines ersten Fohlenjahrgangs erhielt der vierjährige Vererber die Junghengstprämie des Baden-Württemberger Zuchtverbandes.

Als sei das nicht genug, gewann der bei Stephan Kurz in Zöbingen gezogen Goldfuchs gleich seine erste Dressurpferdeprüfung der Klasse A mit einer 8,0.  Seinen 30-Tage-Test in Marbach hatte Sir Nymphenburg als klarer Prüfungsbester mit durchgängig „sehr gut“ (9,0) für Interieur, Schritt, Trab und Galopp sowie einer 8,5 für die Rittigkeit absoöviert. Auch im Springen erwies er sich mit 7,78 talentiert. Mit diesen Erfolgen hat er die Kriterien für das Warteprogramm des Baden-Württemberger Zuchtverbands bestens erfüllt.

Für die kommende Saison soll für den im Besitz von Helmut Freiherr von Fircks und dem Baden-Württemberger Landgestüt in Marbach stehenden dann fünfjährigen Hengst die intensive weitere sportliche Förderung auf dem Programm stehen.

Gleiches soll für Fürst Nymphenburg gelten, der Helmut von Fircks und dem Niedersächsischen Landgestüt in Celle gehört und in Hannover mit einem grandiosen ersten Fohlenjahrgang sein gelungenes Vererberdebüt abgab. „Die Strategie, die Hengste vierjährig nur in der Zucht und gar nicht bzw. nur sehr dosiert im Sport zu zeigen, um sie in Ruhe ausreifen zu lassen, hat Früchte getragen“, freute sich Helmut Freiherr von Fircks.

Wer Sir Nymphenburg und Iskander Nymphenburg live erleben möchte, dem seinen folgende Hengstvorführungen empfohlen: am Samstag, 27. Februar 2010 um 17.00 Uhr im Rahmen der Marbacher Hengstvorstellung im Haupt- und Landgestüt Marbach.

Global Champions Tour – Ein ganz besonderer Sieger: Altmeister Michel Robert gewinnt

14. November 2009 Mehr Sport
Absolut harmonisch: Der Sieger der Global Championstour und seine Stute Kellemoi de Pepita. Foto: GCT

Absolut harmonisch: Der Sieger der Global Championstour und seine Stute Kellemoi de Pepita. Foto: GCT

Mit 61 Jahren Erfahrung und seiner fabelhaften Stute Kellemoi de Pepita hat der französische Altmeister Michel Robert das Finale der Global Champions Tour in Doha gewonnen. In der Haupstadt des Wüstenstaates Quatar konnten nach der zweiten Runde noch vier Reiter um das höchste Preisgeld im internationalen Springsport mitreiten. Insgesamt 900.000 Euro waren für die 18 Starter, die sich für die zweite Runde qualifizieren konnten, ausgeschrieben; davon gingen 300.000 an den Sieger.

Unter den vier, die es in’s Stechen schafften, war auch der derzeit in Mailand lebende zweifache Olympiasieger von 1996 in Atlanta, Ulrich Kirchhoff.  Der prophezeite gleich: “Mein Pferd Carino ist nicht das Schnellste.” Und in der Tat gelang es dem Rosendahler nicht in der spannenden Endrunde gegen die harte Konkurrenz in Form von Weltmeister Jos Lansink und Alvaro de Miranda und Michel Robert Boden gut zu machen. Dennoch ein hevorragender Platz vier für den Deutschen im heiß umkämpften GCT-Finale.

Altmeister Michel Robert musste sich als dritter Starter nach seinem Nullfehlerritt in 49,76 Sekunden im Stechparcours von Conrad Holmfeld noch bange Sekunden gedulden während Jos Lansink (BEL) auf Valentina van t’Heike alles gab, um die Zeit des Franzosen zu toppen – ohne dabei einen Fehler zu machen. Doch der Franzose, der eine souveräne Runde hingelegt hatte, gab dem erfahrenen Lansink eine harte Nuss zu knacken. Der für Belgien startenden gebürtige Niederländer Lansink zögerte am letzten Sprung, um nicht ausgerechnet hier noch einen Springfehler einzukassieren – das kostete ihn die 13 Hundertstel zum Sieg (0/49.89 sek).

Da machen 13 Hundertstel gleich 120.000 Euro weniger aus: Weltmeister Jos Lansink verpasste auf Valentina van t'Heile knapp den Sieger der GCT 09. Foto: GCT

Da machen 13 Hundertstel gleich 120.000 Euro weniger aus: Weltmeister Jos Lansink verpasste auf Valentina van t'Heile knapp den Sieger der GCT 09. Foto: GCT

“Einmal Vierter, einmal Dritter, einmal Zweiter – und jetzt …”, sagte der sichtlich gerührte Franzose Robert im Hinblick auf seine Ritte bei den vorigen Stationen der GCT. Der Weltmeister von 1982, Olympiabronze-Gewinner von 1992 und mehrfache Vize-Welt- und Europameister, der mehrere Bücher, darunter eines über Horsemanship (den fairen Umgang mit dem Pferd) geschrieben hat, hatte bei der Siegerehrung mit den Tränen zu kämpfen. Er hatte seine Karriere ursprünglich als Vielseitigkeitsreiter begonnen und war hier für sein Land selbst bis zu den Olympischen Spielen an den Start gegangen bevor er beschloss nur noch Springreiter zu sein.

Als zweitbester Deutscher hatte Marco Kutscher auf Cornet Obolensky (4/83,23)  auf Platz sechs den Einzug ins Stechen knapp verpasst ebenso wie die hohe Favoritin Edwina Alexander (AUS), die auf Isovlas Itot du Chateau ebenfalls vier Fehler in 83,71 Sekunden zu verbuchen hatte. Auch Daniel Deusser, als dritter Deutsche, der es bis in die zweite Runde geschafft hatte, gelang mit Aboyeur (83,78 sec) keine fehlerfreier Ritt, am Ende vier Fehler und Platz acht für ihn.

Ergebnis Finale Global Champions Tour

1. Michel Robert (Frankreich) mit Kellemoi de Pepita 0 Strafpunkte/ 49,76 Sekunden

2. Jos Lansink (Belgien) mit Valentina van`t Heike 0/ 49,89

3. Alvaro Miranda de Neto (Brasilien) mit Picolien Zeldenrust 4/ 46,52

4. Ulrich Kirchhoff (Mailand) mit Carino 4/ 46,91

5. Denis Lynch (Irland) mit All Inclusive 1/ 88,92

6. Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cornet Obolensky 4/ 83,23

8. Daniel Deusser (Ravensberg/ Valkenswaard) mit Aboyeur W 4/ 83,87

Sämtliche Ergebnisse und die Ritte im Einzelnen nochmal auf Video auf der Global Champions Tour Seite.

Hyperflexion: Dressur Studien aktueller denn je

14. November 2009 Wissen

Titel_DS_KlassikDie abermals erhitzte Diskussion um den schwedischen Grand Prix Reiter Patrik Kittel und sein Reiten in Hyperflexion auf dem Abreiteplatz zum Weltcup in Odense, hat gezeigt wie stark das Thema Hyperflexion (auch: Rollkur) die Gemüter erregt. Dass es dabei auch immer wieder zu emotionalen und unsachlichen Auswüchsen selbsternannter Pferdefreunde kommt, ist ein Nebeneffekt, der der wichtigen Diskussion eher schadet als nützt.

Schon vor zwei Jahren hatte die Diskussion um das Richtig oder Falsch der umstrittenen Trainingsmethode, bei welcher der Kopf des Pferdes bis auf das Brustbein gezogen wird, um durch die starke Überdehnung (Hyperflexion) des Halses den Rücken zu trainieren, international für Diskussionen gesorgt.

Damals wie heute hat es die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) versäumt, durch eine klare Linie gegenüber Reitern, Richtern, Trainern und Veranstaltern dafür zu sorgen, das Thema (wie auch immer!) eindeutig und abschließend zu klären. Eine zugesagte wissenschaftliche Studie, Grundlage für eine sachliche Entscheidung, wurde ohne weiteren Kommentar nie in Auftrag gegeben.

Bereits vor zwei Jahren hat die Journalistin und Herausgeberin des Fachmagazins “Dressur Studien”, Claudia Sanders, mit ihrem Team unter dem Titel “Klassisch contra Classique” ein lesenwertes Sonderheft zusammengestellt.

In den drei Teilen des Heftes geht es um die Themen Klassiche Ausbildung contra Schule der Legerete, wie sie von Philippe Karl vertreten wird, Ausbildungsskala und Hyperflexion. Hierbei wird die Rollkur auf fast 70 Seiten in den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet. So findet sich darin ein Interview mit der dreifachen deutschen Olympia-Gold Gewinnerin Nicole Uphoff wieder, von der vor 20 Jahren bereits ein Foto veröffentlicht und heiß diskutiert wurde, auf dem sie zu sehen ist, wie sie ihr Olympiapferd Rembrandt in der überstreckten Haltung reitet. Ein weiterer Artikel befasst sich mit dem FEI Workshop zur Rollkur, die seitdem Hyperflexion heißt. Weitere Artikel thematisieren unter anderem die Reaktionen der FN, die medizinischen Folgen der Rollkur, die Konsquenzen für das Richterverhalten auf Turnieren sowie deren Auswüchse im Springreiten oder bei Freizeitreitern.

Die Themen haben bis heute nichts an Aktualität verloren. Wer Interesse hat an einer umfassenden Beletrachtung des Themas hat, um in Diskussion das ein oder andere Sachargument parat zu haben, dem sei dieses Heft auf’s Wärmste empfohlen – vielleicht auch als Weihnachtsgeschenk für Reiterfreunde.

Das 164 Seiten starke Heft ist für 16,90 Euro  im Shop der Dressur-Studien ebenso zu beziehen wie unter der  ISSN 1860-3963 im Buchhandel zu bestellen. Im Shop gibt es für Abonnenten und Persönliche Mitglieder der FN noch Rabatte.

Der Kommentar: Das Auge des Betrachters

14. November 2009 Der Kommentar

Was im Auge des Betrachters liegt, ist oft eine Frage der persönlichen Philosophie. Zwar können wir uns trefflich über den Sinn und Unsinn von Hyperflexion (Rollkur) streiten, Argumente austauschen, Emotionen freien Lauf lassen, Tierärzte, Trainer, Reiter und sonstige Experten zitieren. Das Auge des Betrachters, dieses scheinbar so unbestechliche Organ, lässt sich jedoch nur zu gern täuschen, wenn wir die richtige Geschichte dazu erzählt bekommen. … Continue Reading

PSI-Auktion Ankum: Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dreißigsten

13. November 2009 Zucht & Auktionen
Wer gibt denn da die Richtung an? Paul Schockemöhle, Auktionator Uwe Heckmann und Ullrich Kasselmann sind sich -fast- einig, wer den Zuschlag bekommt. Foto: PSI

Wer gibt denn da die Richtung an? Paul Schockemöhle, Auktionator Uwe Heckmann und Ullrich Kasselmann sind sich -fast- einig, wer den Zuschlag bekommt. Foto: PSI

Deutschlands renommierteste Sportpferde-Auktion wird Dreißig. Vom 12. bis 13. Dezember 2009 wird in Ankum der runde Geburtstag mit einer erlesenen Kollektion junger Dressur- und Springaspiranten gefeiert. Unter dem Rosenholz-Hammer von Star-Auktionator Uwe Heckmann trat schon so manches Spitzen-Pferd seinen Siegeszug auf internationalen Turnierplätzen an.

P.S.I-Pferde wie Ludger Beerbaums einstiges WM-Pferd L`Espoir, der Sieger im Großen Preis von Aachen – der Hannoveraner Lantinus – sowie der aktuelle Bundeschampion und WM-Dritte der jungen Dressurpferde, Blickpunkt, haben nicht unwesentlich dazu beigetragen,

Dressuras Triviant von Matthias Alexander Rath oder der bereits Grand Prix-platzierte Lawarino aus dem Stall Koschel stellen den P.S.I.-Machern ein erstklassiges Zeugnis aus und sind der beste Beleg für das Augenmaß der beiden Macher Paul Schockemöhle und Ullrich  Kasselmann. … Continue Reading

Bundeskader Dressur 2010: Ohne Werth, Kemmer und Capellmann

12. November 2009 Dressur
Sanierte nicht nur im Aufbau Ost, sondern neuerdings auch im Dressurkader: Klaus Roeser, Vorsitzender des Dressurausschusses. Foto: Julia Rau

Sanierte nicht nur im Aufbau Ost, sondern neuerdings auch im Dressurkader: Klaus Roeser, Vorsitzender des Dressurausschusses. Foto: Julia Rau

Dass die Besetzung des deutschen Dressurkaders, also die Liste der Reiterinnen und Reiter, die für Deutschland bei internationalen Turnieren und Championaten an den Start gehen dürfen, für das Jahr 2010 einige kleinere Sensationen birgt, trägt die Handschrift eines Mannes, der den Job des Dressurausschuss-Vorsitzenden in ganz schwierigen Zeiten übernommen hatte: Klaus Roeser. … Continue Reading

Global Champions Tour: Wüstenstaat Quatar und 900.000 Euro locken zum Finale

12. November 2009 Mehr Sport
Das gigantische Springstadion von Doha, hier in einer Drei-D-Animation. Foto: GCT

Das gigantische Springstadion von Doha, hier in einer Drei-D-Animation. Foto: GCT

Die Reitsportwelt schaut am kommenden Wochenende in die Hauptstadt des Wüstenstaates Qatar, nach Doha.  Erstmals ist das Land am Persischen Golf Gastgeber für das Finale der wohl teuersten und prestigeträchtigsten Springsportserie der Welt, der Global Champions Tour. Im Finale in  Doha kämpfen nun die 25 besten Reiterinnen und Reiter der Saison um ein astronomisches Preisgeld von 900.000 Euro.

Insgesamt werden während des CSI5* Turniers gar Preisgelder von 1.395.000 Euro ausgeschüttet. Der Löwenanteil davon entfäll jedoch  auf das Finale der Tour am Samstag. 18 Reiter, die in die zweite Runde kommen, dürfen sich Hoffnungen machen.

Aus Deutschland sind fünf Springreiter in Doha dabei: Der viermalige Olympiasieger und Dritte der Global Champions Tour 2008, Ludger Beerbaum aus Riesenbeck, Daniel Deusser (Ravensberg), der auch in Doha auf die … Continue Reading

Patrik Kittel: Epona verweigert Herausgabe des Filmmaterials an FEI

10. November 2009 Dressur
Patrik Kittel, hier mit Pflegerin Marie, wehrt sich gegen Vorwürfe tierquälerisch mit seinem Pferd umgegangen zu sein. Foto: Website

Patrik Kittel, hier mit Pflegerin Marie, wehrt sich gegen Vorwürfe tierquälerisch mit seinem Pferd umgegangen zu sein. Die Beweise zu einer überlangen Rollkur liegen bis heute nicht vor. Foto: Website

In einer sehr ausführlichen Stellungnahme auf seiner Website, hat der schwedische Nationenpreis-Reiter Patrik Kittel noch einmal persönlich Stellung zu den Vorwürfen eines dänischen Fernsehsenders bezogen, er habe im Training zum Weltcup in Odense sein Grand Prix Pferd Watermill Scandic über zwei Stunden ausschließlich mit überstrecktem Hals (Hyperflexion/Rollkur) geritten.

Der Reiter, der bestreitet seinem Pferd die Hyperflexion überlang zugemutet zu haben, weist darauf hin, dass der Fernsehsenders bis heute noch keinerlei Bildmaterial an die FEI herausgegeben habe, die diese Unterstellung beweise.  Kittel: “Auf die Bitte der FEI an EPONA TV, das gesamte Rohmaterial zur Verfügung zu stellen, hat EPONA TV geantwortet, die FEI möge sich an das halten, was im Internet eingestellt ist.” … Continue Reading

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14. Oktober 2010

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Wie die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heute meldet, hat Paul Schockemöhle nun doch das Jahrhundertpferd Totilasgekauft.

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13. September 2010

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    von Karola Bady Unsere Autorin ist Mitglied bei Xenophon und Redakteurin. Sie war bei der Mitgliederversammlung am 12. Juli in Aachen anwesend. Für Horses & Sports hat sie ihr persönliches Resümee aus dieser Veranstaltung gezogen: "Die Laufbahn des Tierarztes Heuschmann gleicht inzwischen der eines Kometen: Er tauchte vor wenigen Jahren unvermittelt auf, sorgte für ein Leuchten am Himmel, als er sich gegen die Rollkur, gegen Doping und unerlaubte Medikation äußerte, dab...

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