FEI entlässt Sportdirektor David Holmes fristlos
Nach Angaben des britischen Magazins Horse and Hound, hat die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) ihren Sportdirektor David Holmes mit sofortiger Wirkung entlassen. Zwar ist die offizielle Schreibweise der FEI, die fristlose Kündigung sei im “gegenseitigen Einvernehmen”, doch der Brite Holmes scheint davon nichts gewusst zu haben und zeigte sich “schockiert”.

"Geschockt", der geschasste FEI-Sportdirektor David Holmes. Foto: Julia Rau
Wie Holmes, der neun Jahre lang Vorsitzender des britischen Dressurreiterverbandes war, Horse and Hound mitteilte, sei die Kündigung aus dem Blauen heraus gekommen, es handele sich wohl um ein finanzielles Thema, das man ihm anlaste und habe nichts mit Strittigkeiten um die Neuregelung der Medikationen zu tun, bei der das Schmerzmittel Phenylbutazon in erhöhten Dosen frei gegeben werden soll.
FEI in Form von Generalsekretär Alxander McLin, teilte gegenüber Horse and Hound lediglich mit, dass es sich hier um einen bereinigenden Management-Akt innerhalb des Verbandes handele und man nun mit einem schlagkräftigen Team einzelner Sportdirektoren sehr gut für künftige Aufgaben positioniert sei. Es sei wirklich schade, Holmes zu verlieren, wird der Generalsekretär zitiert.
Holmes war gerade einmal 19 Monate im Amt, er ist der dritte in einer Reihe von fristlosen Entlassung aus dem Führungsgremium der FEI, seit dem Amtsantritt von Prinzessin Haya. Kurz vor den Olympischen Spielen 2008 war der Chef-Veterinär Fritz Sluyter entlassen worden, ein Jahr davor bereits der damalige Generalsekretär Michael Stone.
Weitere Berichte zum Thema
CHIO Aachen – Kempermann für sauberen Sport
FEI Tierärzte schicken Protesschreiben an Haya
USA: Keine einheitliche Stimmung zu FEI Medikationsbeschluss
Neue FEI-Doping-Regeln: Droht ein europäischer Separatismus im Reitsport




