FEI nimmt Progressive Liste wahrscheinlich zurück
UPDATE 8. Dezember ! Prinzessin Hayas Original Mail, in der sie die internationalen Reiterverbände zur Geschlossenheit aufruft und die Bitte ausspricht, die Entscheidung über die Progressive Liste bis zur nächsten Generalversammlung zu vertagen und stattdessen die ursprünglich geplante 20. Oktober Liste von April 2009 an wirksam werden zu lassen. Im Wortlaut nachzulesen bei Eurodressage.
Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) wird, wie Horses & Sports aus seriöser Quelle erfuhr, in Sachen Medikation wahrscheinlich komplett zurück rudern und das am 1. Dezember verkündete Ausetzen der sogenannten “Progressive List” bis 5. April 2010, auf das ganze Jahr 2010 erweitern. Damit wären die Weltreiterspiele in Kentucky im nächsten Jahr aus der Gefahrenzone eventuell drohender Boykotte durch europäische Reiterverbände.

Zeigt gern und häufig wo es langgehen soll: FEI Präsidentin Haya, hier mit Parcourschef Rothenberger in Aachen. Foto: Julia Rau
Ursprünglich hatte FEI Präsidentin Haya nach internationalen Protesten nur eine Verlängerung der Implementierung der in Kopenhagen beschlossen progressiven Liste zugebilligt und darauf verwiesen, dass diese Liste demokratisch beschlossen worden sei. Hier waren beispielsweise erlaubte Mengen des Schmerzmittels Phenylbutazon erhöht worden (s. unsere frühere Berichterstattung).
Nun soll die Reiterverbands Präsidentin in einem zweiten, per Email verschickten Schreiben an einen internen Kreis von FEI Funktionären angekündigt haben, die Entscheidung über die Progressive Liste solle erst bei der nächsten Generalversammlung fallen. Inzwischen solle die sogenannte 20. Oktober-Liste gelten, also die Liste, die auch ursprünglich beschlossen werden sollte, bevor die “progressive list” wie ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert worden war. Hiermit würde es keine Erhöhung der Medikationsgrenzmengen und klare Vorgaben für die medizinische Behandlung von Sportpferden geben.
Ob es eine “Progressive List” bis zur nächsten Generalversammlung noch geben wird, ist fraglich. Inwieweit Haya hier ihre Kompetenzen gänzlich überschreiten würde, indem sie die Beschlüsse der Generalversammlung aushebelt, wird zu prüfen sein. Eine offiziele Bekanntgabe soll es am Montag (7.12.) geben.
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