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Internationaler Springreiter-Verband pro Medikation

9. Dezember 2009 Wissen

Mit einer Forderung nach Möglichkeiten zur medikamentösen Behandlung von Sportpferden während der Wettkämpfe, hat sich nach Informationen der Online-Ausgabe von St. Georg , nun der Internationale Springreiterverband zu Wort gemeldet.

Mit einem klaren Pro zur sogenannten Progressiven Liste - mit Einschränkungen bei der Höhe der erlaubten Mengen – und der Bitte an die Präsidentin der Internationalen Reiterlichen Vereinigung, Prinzessin Haya, die Implementierung der Liste nicht weiter zu verschieben, treten nun Rodrigo Pessoa und Ludger Beerbaum als Präsident und Vize-Präsident des Verbandes, an die Öffentlichkeit.

Als Vize-Präsident des Internationalen Springreiter-Verbandes für eine dosierte Medikation bei Sportpferden: Ludger Beerbaum Foto: Julia Rau

Als Vize-Präsident des Internationalen Springreiter-Verbandes für eine dosierte Medikation bei Sportpferden: Ludger Beerbaum Foto: Julia Rau

In dem Schreiben heißt es unter anderem: “Wir sind nicht bereit, Jahre zu warten, bis wir endlich klare Regeln haben, die für alle gelten.” Weiter führen die Spring-Profis aus, dass die momentane Situation für die Reiter bedingt durch das Chaos, das durch die derzeit existierenden Regeln entstanden sei, bei denen selbst in Nachbarländern, wie den Niederlanden, Deutschalnd und der Schweiz das selbe Medikament, mal zugelassen, mal verboten sei, zu einer sehr unangenehmen Situation geführt und die Reiter in inakzeptable Arbeitsbedingungen mit einem hohen Risiko der Verletzung von Anti-Doping Regeln gezwungen habe.

Gleichzeitig melden sich Tierärzte der deutschen Gesellschaft für Pferdemedizin e.V. (GPM) zu Wort, um gegen die Liste zu votieren.

Für die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) bedeutet diese neuerliche Wendung auf jeden Fall, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil ihrer Athleten sich explizit gegen die von FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau geäußerte Position stellt, der für den Verband ein klares Veto gegen die Progressive Liste einlegte. Es dürfte nun sehr spannend sein zu erfahren, welches Ergebnis ein demokratisches Abstimmungsverfahren bei den Aktiven zu Tage fördern würde.

Auf eines berufen sich alle gemeinsam: Das große Interesse am Wohl des Pferdes.

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