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Michael Whitaker: Sponsoren-Vertrag über 500.000 Britische Pfund

5. Januar 2010 Namen & Nachrichten

Die britische Springreiter-Legende Michael Whitaker hat den größten Sponsoren-Deal in der Geschichte der Springreiterei Englands an Land gezogen. Und das trotz olympischer Dopingsperre.

Wie die Online-Ausgabe des britischen Traditions-Magazins Horse & Hound berichtet, hat Whitakers langjähriger Sponsorpartner, die Gillespie Investments Group (GIG), ihren Vertrag mit dem Springreiter bis zu den Olympischen Spielen 2012 verlängert und auf gut 560.000 Euro (500.000 GBP) erhöht, obwohl Whitaker nach einer Doping-Sperre im vergangenen Jahr wahrscheinliche keine Starberechtigung für die Spiele, die 2012 in seinem Heimatland stattfinden, erhalten wird.

Nach der Doping-Sperre stockt der Sponsor den Vertrag sogar noch auf: Michael Whitaker hier mit Portofino. Foto: Remco Veurink/FEI

Nach der Doping-Sperre stockt der Sponsor den Vertrag sogar noch auf: Michael Whitaker hier mit Portofino. Foto: Remco Veurink/FEI

Nach Horse & Hound sieht der Brite, der seit November 2009 wieder in internationalen Wettkämpfen starten darf, das Thema Olympia-Teilnahme äußerst gelassen: “Die Sperre stört mich im Moment nicht wirklich. Für Olympia braucht man das richtige Pferd, das zur richtigen Zeit fit ist. Sollte ich jedoch dann ein solches Pferd haben und fit sein, dann würde es mich schon ärgern.”

Beim Tackeray, dem Spitzenpferd des 49-jährigen Springreiters war nach einem Test am 14. Mai 2008 während des CSI La Baule das Doping-Mittel Altrenogest gefunden worden, das bei Stuten, die im Wettkampf eingesetzt werden, die Rosse verhindern soll. Dieses Mittel ist für Hengste und Wallache jedoch verboten und auch explizit als Doping-Mittel deklariert, da es den Hormonhaushalt beeinflusst und die Pferde durch die Hormongabe leistungsfähiger werden können.

Tackeray ist ein Hengst und Michael Whitaker hatte bei der Verhandlung vor dem FEI-Ausschuss ausgesagt, das Mittel sei von seiner Pflegerin versehentlich in die Futterkrippe von Tackeray gelangt. Eigentlich sei es für eine der mitgeführten Stuten gedacht und für diese auch zugelassen gewesen. Whitakers Groom Cynthia hatte diese Aussage bestätigt und die Verwechslung der Futtereimer mit einer turbulenten Fahrt nach La Baule erklärt.

Diese Behauptung und das Anrechnen weiterer ‘mildernder Umstände’ ließen die FEI die Strafe auf vier Monate reduzieren. Whitaker konnte durch die Sperre im August 2008 zum ersten Mal seit 1985 nicht an den Europameisterschaften Windsor Castle teilnehmen. Nach dem Reglement der British Olympic Association ist Whitaker für Olympia nicht startberechtigt, ein Widerspruch seiner Anwälte sei in Vorbereitung so Horse & Hound.

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