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Klaus Balkenhol: Klare Position gegen Rollkur – offener Brief

6. Februar 2010 Dressur

Der deutsche Olympia-Sieger und hoch erfolgreiche internationale Dressurausbilder Klaus Balkenhol, hat in der Debatte um die umstrittene Trainingsmethode der Hyperflexion (Rollkur) jetzt in einem offenen Brief an die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) eine klare Position gegen diese Methode und für die klassische Reitausbildung bezogen.

Der Brief, der von vielen renommierten Ausbildern und Reitern wie Harry Boldt, Hubertus Schmidt, Klaus Martin Rath, Ingrid Klimke aber auch Springreitern, wie Hans Günther Winkler, Michel Robert, Beezie und John Madden unterschrieben wurde, soll Position beziehen während des von der FEI initiierte Round Tabele Meetings zum Thema Rollkur, das am 9. Februar in Lausanne abgehalten wird.

Rollkur-Hyperflexion-LDR: Gegen diese Form des Trainings formieren sich tausende von Gegnern im Internet. Foto: Julia Rau

Rollkur-Hyperflexion-LDR: Gegen diese Form des Trainings formieren sich tausende von Gegnern im Internet. Foto: Julia Rau

Die Journalistin und Herausgeberin der Dressur-Studien, Claudia Sanders, hat zu diesem Thema unter dem Titel “No-Rollkur” eine Online-Petitions-Seite eingerichtet, deren Unterzeichner-Liste ebenfalls dem FEI-Gremium vorgelegt werden soll. Bis heute haben hier bereits 16.500 Menschen unterzeichnet, die Liste ist weiter zur Unterzeichnung offen.

Currently there is "1 comment" on this Article:

  1. Oliver Hahn sagt:

    Endlich ist es soweit: Diejenigen Reiter, die die Rollkur (“Hyperflexion”, LDR-Methode usw., unerträgliche und pseudowissenschaftlich klingende Verharmlosungen) nicht länger hinnehmen wollen, bekennen Farbe – auch wenn sie damit ihren rollfeudigen Kollegen auf die weißen Schlipse treten. Aber es geht nicht länger so! Es ist falsch verstandene Toleranz, die zur Zeit in der Turnierszene herrschenden Verhältnisse zu akzeptieren und ein über Jahrhunderte gereiftes und bewährtes Reitsystem den Bach hinuntergehen zu lassen für ein paar spektakuläre Tritte. Klaus Balkenhol hat Recht.
    Der in den “Dressurstudien” veröffentlichte Vorschlag, die Abreiteplätze von einem Richter beobachten zu lassen und das Abreiten mitzubewerten, ist meiner Meinung nach durchaus gut; allerdings nur dann, wenn die Richter endlich ihre Aufgabe wahrnehmen und eine klare Haltung gegen das Aufrollen beziehen!
    Leider lassen die Wertungen bei den Turnieren derzeit diese Haltung vermissen und die Aussage der “Richtlinien” zu diesem Thema als Lippenbekenntnis erscheinen. Was lernen Richter eigentlich bei den Lehrgängen? Kommt dieses Thema dort etwa nicht zur Sprache? Warum werden so oft diejehnigen belohnt, die ihre Pferde mit falschem Knick durchs Viereck strampeln lassen und die korrekten Reiter mit schlechteren Wertnoten bestraft, weil sie taktmäßig und losgelassen, dafür weniger “spektakulär” reiten?
    Und die FEI versucht, sich mit wachsweichen Formulierungen aus ihrer Verantwortung zu stehlen.
    Also: Unterschreiben! Und die korrekt reitenden und ausbildenden Reiter unterstützen! Richterwertungen nach o.g. Muster z.B. durch Emails an die Turnierveranstalter oder Leserbriefe in Reiterzeitungen kommentieren! Es ist unser Sport, den wir aus Liebe zum Pferd betreiben.

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