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Nationenpreis Abu Dabi: Großbritannien gewinnt, deutsche Springreiter Zweite

6. Februar 2010 Springen

Beim mit insgesamt 500.000 Euro dotierten Internationalen Offiziellen Springturnier (CSIO*****) in Abu Dhabi belegte die deutsche Springreitermannschaft unter Leitung von Equipechef und Disziplintrainer Heinrich Hermann Engemann (Bissendorf) einen ausgezeichneten zweiten Platz.

Nach zwei Umläufen hatte das deutsche Team insgesamt sechs Strafpunkte auf dem Konto und musste sich lediglich der Mannschaft Großbritanniens geschlagen gaben, die den Nationenpreis mit dem Idealergebnis von null Strafpunkten abschloss. Dritter wurden die Niederlande mit neun Strafpunkten.

Mit D'Avignon war Mario Stevens in Frankfurt erfolgreich am Start, jetzt hat ihn an seinen Team-Kollegen Uli Kirchoff ausgeliehen; er selbst startete erfolgreich auf MacKinley. Foto: Julia Rau

Mit D'Avignon war Mario Stevens in Frankfurt erfolgreich am Start, jetzt hat er sein Zweitpferd kurzerhand an seinen Team-Kollegen Uli Kirchhoff ausgeliehen; er selbst startete erfolgreich auf MacKinley. Foto: Julia Rau

Bester deutscher Teilnehmer im Nationenpreis war Mario Stevens, der mit seinem Routinier Mac Kinley, mit dem er in den letzten Wochen gleich drei Große Preise gewonnen hatte, in beiden Umläufen ohne Strafpunkte blieb. Max Kühner kam mit Coeur de Lion nach einer Nullrunde im ersten Umlauf auf einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung in der zweiten Runde.

Eine beachtliche reiterliche Leistung lieferte der im italienischen Mailand lebende Ulrich Kirchhoff ab. Eigentlich hatte der Doppel-Olympiasieger von 1996 mit seinem Spitzenpferd Carino starten wollen. Da dieser jedoch kurzfristig ausfiel, stellte ihm Mario Stevens spontan sein Zweitpferd D’Avignon zur Verfügung. Diesen Vertrauensbeweis rechtfertigte Kirchhoff mit elf Strafpunkten im ersten und vier Strafpunkten im zweiten Umlauf.

Lars Nieberg, vierter Reiter im deutschen Team, kam mit Lord Luis im ersten Umlauf auf einen Strafpunkt und musste in der zweiten Runde nicht mehr antreten, da er selbst mit einer Nullrunde den zweiten Platz der deutschen Equipe nicht mehr hätte verbessern können. Lohn der geschlossenen Mannschaftsleistung der deutschen Reiter: neben dem zweiten Platz ein Preisgeld von 20.000 Euro. Insgesamt gingen in dem Nationenpreis elf Teams an den Start.

Quelle: FN/Thomas Hartwig

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