WDM: Anky van Grunsven und Salinero erfolgreich in Palm Beach
In Spitzenform haben die niederländische Olympiasiegerin Anky van Grunsven und Olympia-Pferd Salinero am Samstagabend mit einem Ergebnis von 84.450 Prozent vor knapp 4.300 Zuschauern in Palm Beach, Florida, die erste Etappe der World Dressage Masters, der höchstdotierten Turnierserie der Welt, gewonnen. Sie siegte damit vor Favorit und Weltcup-Sieger Steffen Peters (USA), der auf Ravel 81,70 Prozent erhielt und Isabell Werth auf Satchmo (78.950%). Vierte wurde die in den USA lebende Kanadierin Ashley Holzer auf Pop Art (76,30%).

Mit Olympiapferd Salinero wieder in Top-Form: Anky van Grunsven in Florida. Foto: SusanJStickle.com/WDM
Anders als im vergangengen Jahr, als van Grunsven mit ihrem Rapphengst Painted Black trotz einiger Anspannung und kleinerer Patzer gewann, war sie diesmal rundum zufrieden und glücklich mit ihrem Pferd. “Heute Abend lief es wirklich so wie es sein soll”, sagte sie, “ich war so zufrieden mit ihm und bin sehr stolz.” Der Grand Prix zur Vorqualifikation am Freitag sei für Salinero durchaus hilfreich gewesen, auch die letzten Spannungen abzubauen. Der 16-Jahre alte Wallach sei auf seinem höchsten Leistungsniveau der letzten sechs Jahre, so die erfolgreiche Niederländerin.
Steffen Peters, in San Diego beheimateter Rheinländer mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, sagte über seine Fehler in den Einerwechseln und eine etwas zaghafte erste Piaffe: “Anky und Salinero waren in Top-Form heute abend. Auch wenn ich die Wechsel und die Piaffe fehlerfrei hinbekommen hätte, wäre sie vorne gewesen. Zweiter hinter ihr zu sein, ist phantastisch.”
Deutschlands erfolgreichste Dressurreiterin, Isabell Werth, war mit ihrem ebenfalls 16-Jahre alten Hannoveraner Satchmo, nach sechsmonatiger Pause durch Doping-Sperre und Mutterschaft, sehr zufrieden: “Er war konzentriert und hatte eine Menge Power. Er war einfach brilliant, ein kleiner Fehler am Ende, aber das war kein Problem. Das mache ich das nächste Mal besser. Er hat mir ein großartiges Gefühl vermittelt.”
Am Nachmittag waren die acht Starter im Grand Prix Spezial gestartet, die sich nicht für die Kür qualifizert hatten. Hier gewann die Kalifornierin Leslie Morse auf TipTop mit 65,708 Prozent. Pech für die Deutsche Ulla Salzgeber, die als Favoritin in diesem Feld an den Start ging: Stute Wakana verweigerte zu Beginn der Prüfung komplett den Gehorsam und war nicht dazu zu bewegen, das Viereck zu betreten. Die zweifache Manschafts-Olympiasigerin musste aufgeben, bevor die Prüfung überhaupt begonnen hatte.

Mit Ravel im Grand Prix noch vorne, in der Kür dann zweiter: Steffen Peters (USA). Foto: SusanJStickle.Com/WDM
Anja Plönzke, die noch mit Le Mont D’Or in der Kür starten durfte, kam auf Platz acht mit 69,950 %.




