DOKR-Springausschuss tagt in Mannheim: Keine festen Startplätze
Zum Auftakt des WM-Jahres und im Rahmen ihrer Vorbereitungen auf die Weltreiterspiele 2010 trafen sich der DOKR-Springausschuss und sowie einige der deutschen Kaderreiter im John Deere Forum in Mannheim. Im Vordergrund des Aktiventreffens standen aktuelle Regelwerksänderungen und natürlich der Sichtungsweg zu den Weltreiterspielen vom 25. September bis 10. Oktober in Lexington/Kentucky.
Bundestrainer Otto Becker betonte in seinem Saisonausblick: „Keiner hat einen festen Startplatz und jeder die Chance, bei entsprechenden Leistungen, ins Team zu kommen.“ In kaum einem anderen Land ist es so schwierig, für ein Championat nominiert zu werden wie in Deutschland, denn die Konkurrenz ist groß.

In keinem anderen Land ist es so schwierig in den Championatskader zu kommen wie in Deutschland: Der DOKR-Springausschuss tagte in Mannheim. Foto: Reiterverein Mannheim
Lediglich vier Springreiter erhalten das begehrte WM-Ticket. Unter den Anwärtern befindet sich auch der für den Reiterverein Mannheim startende Ludger Beerbaum, der gleich vier olympische Goldmedaillen vorweisen kann und zuletzt mit seiner erst achtjährigen Hannoveraner-Stute Gotha starke Leistungen gezeigt hat. Sein bislang größter Erfolg mit Gotha war der Sieg beim Weltcupturnier in Stuttgart vergangenen November. Ob es für Beerbaum zu einer Nominierung reicht bleibt abzuwarten.
Marcus Ehning (Weltranglisten Zweiter), Marco Kutscher (Doppeleuropameister 2005), Thomas Mühlbauer (EM-Bronze Mannschaft 2009), Carsten-Otto Nagel (EM Silber Einzel und EM-Mannschaftsbronze 2009) und Philipp Weishaupt (amtierender Deutscher Meister) waren ebenfalls beim Aktiventreffen dabei und sind weitere Anwärter auf einen Startplatz bei den Weltmeisterschaften.
Nicht zu vergessen ist Deutschlands beste Amazone Meredith Michaels Beerbaum (Weltcupsiegerin), die Anfang Februar ihr erstes Kind erwartet und deshalb nicht am Kadertreffen teilnehmen konnte, aber sicherlich zu den WM-Topkandidaten zählt . „Es ist richtig, dass die Championatskaderreiter aufgrund ihrer Erfolge gute Aussichten auf einen WM-Startplatz haben. Allerdings ist die Saison lang, es kann viel passieren und natürlich auch ein eher unbekannter Reiter in die vordere Reihe Rücken. Es wird also spannend“, so Peter Hofmann.




