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Elite-Hengst Gribaldi stirbt nach Aortenabriss

Gerade noch hatte er mit seinem Reiter Edward Gal die Ehrung zum KWPN-Hengst des Jahres entgegen genommen, nun lebt er nicht mehr: Der berühmte Trakehner-Vererber Elite-Hengst Gribald ist, wie auf der Homepage von Europameister Edward Gal heute gemeldet wird, 17-jährig an einem Aortenabriss gestorben.

Der derzeit berühmteste von Gribaldis zahlreichen erfolgreichen Nachkommen: Totilas, er wie Gribaldi selbst, unter dem Sattel von Edward Gal. Foto: Julia Rau

Der derzeit berühmteste von Gribaldis zahlreichen erfolgreichen Nachkommen: Totilas, er wie Gribaldi selbst, hoch erfolgreich im Dressursport unter dem Sattel von Edward Gal. Foto: Julia Rau

Die Klinik habe zwei Tage um das Leben des Kostolany-Sohnes gekämpft, doch der Vater solch spektakulärer Dressurtalente wie Totilas, Painted Black (Anky van Grunsven) oder Sisther de Jeu, konnte nicht gerettet werden. “Wir können es nicht glauben, dass das passieren musste. Er bleibt für immer in unseren Herzen. Ruhe in Frieden, lieber Gribaldi”, schreibt Edward Gal.

Noch vor gut einer Woche hatte der Hengst im Rampenlicht von Den Bosch gestanden, als er unter Standing Ovations aus dem Sport verabschiedet worden war.

Kostolanys Linie wurde begründet aus dem Stamm der berühmten Trakehner-Stute Kassette. Kostolany selbst, 2009 dann vom Trakehner Verband zum Trakehner Hengst des Jahres ernannt, lebt seit seiner Geburt vor 25 Jahren auf Gestüt Hämelschenburg bei seinem Züchter und Entdecker Otto Langels.

UPDATE – Infos des Trakehner Verbandes zu Gribaldi

Gribaldi v. Kostolany a.d. Gondola v. Ibikus (Z.: Marika Werner) wurde 1995 zum Siegerhengst der Körung in Neumünster proklamiert und von Joop van Uytert aus den Niederlanden ersteigert. Im darauf folgenden Jahr war er Siegerhengst der KWPN Hengstkörung in s’Hertogenbosch und schloss erfolgreich seine KWPN-Hengstleistungsprüfung in Ermelo (NED) ab.

Der schmucke Rappe wurde reiterlich bis an die internationale Spitze gefördert. Seit 2004 triumphierten Gribaldi und Championatsreiter Edward Gal in Prüfungen der schwersten Klasse und sammelten vorderste Platzierungen beim CHIO in Aachen, in Neumünster, Zwolle (NED), Amsterdam (NED) und beim Weltcup-Finale in Las Vegas (USA).

Gribaldi bestach nicht nur durch seine beeindruckende Eigenleistung, sondern leistete auch als Vater Herausragendes: Allein in Deutschland sind 14 Söhne gekört. In der Trakehner Zucht wurde unter anderem 2009 All Inclusive (MV: Buddenbrock) zum Reservesieger proklamiert. Distelzar (MV: Arogno) war 2000 Prämienhengst der Körung und lieferte die gekörten Söhne Donauzar, Donauzauber, Donauklang, C’est bon, Düsterberg, Hamilton und Herzog von Nassau.

Hofrat (MV: Guter Planet) wurde bei der Körung 2000 zum Reservesieger berufen. 2005 stellte er mit Hotline den Körungssieger der Hannoverschen Körung, der zum Rekordpreis von 800.000 Euro versteigert wurde. Hofrats Vollbruder Hoftänzer wurde 2001 Reservesieger seiner Körung. Easy Game (MV: Schwadroneur) wurde 2005 gekört, sammelt Platzierungen in der Dressur bis zur Klasse M und wird nun von Hans-Peter Minderhoud (NED) weiter ausgebildet. Zu den berühmtesten Söhnen von Gribaldi zählen außerdem der Dressur-Superstar Totilas, der mit Edward Gal von Weltrekord zu Weltrekord tanzt und der unter Anky van Grunsven (NED) Grand Prix-erfolgreiche Painted Black.

Gribaldi wurde 2003 zum Trakehner Elitehengst ernannt, 2005 in den Niederlanden mit dem Gütesiegel „Keur“ ausgezeichnet und war 2008 Trakehner Hengst des Jahres. „Gribaldi zählte zu den besten Dressurpferdevererbern der Welt. Nicht nur für die Trakehner Zucht ist sein Tod ein großer Verlust“, so Zuchtleiter Lars Gehrmann.

Mehr Informationen beim Trakehner-Verband.

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