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Europäischer Reitsportverband gegründet – European Equestrian Federation – EEF

18. Februar 2010 Namen & Nachrichten

Im Zorn hatte es FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau im November angekündigt, als der Weltreiterverband diverse bislang unter Doping fallende Medikamente frei geben wollte, nun ist es Tatsache: Der internationale Pferdesport hat ab sofort einen eigenen europäischen Verband. Die „European Equestrian Federation (EEF)“ wurde heute bei einem Treffen bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf von 27 europäischen Nationen formell gegründet.

Die Gründungsmitglieder des neuen europäischen Reitsportverbandes heute in Warendorf. Foto: FNpress

Die Gründungsmitglieder des neuen europäischen Reitsportverbandes heute in Warendorf. Foto: FNpress

Die Idee für die EEF entstand bei einem Treffen der europäischen nationalen Föderationen im französischen Deauville im März vergangenen Jahres. Bei einer Zusammenkunft der Verbände im Herbst 2009 im belgischen Antwerpen wurde zunächst das „European Equestrian Forum“ gegründet.

Jetzt ist das Forum einen Schritt weitergegangen und untermauerte die Gründung des nun als „European Equestrian Federation“ bezeichneten Europaverbandes mit einer eigenen Satzung, die heute in Warendorf von den Gründungsmitgliedern unterzeichnet wurde. „Wir gehen davon aus, dass sich andere europäische Pferdesportverbände und Interessenvertretungen, die heute nicht dabei sein konnten, anschließen werden“, sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.

Die EEF soll die Interessen des europäischen Pferdesports bei der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) vertreten. Darüber hinaus soll sie im ständigen Austausch mit der Europäischen Union und anderen Institutionen stehen, die beim Thema Pferd von Bedeutung sind.

"Empört und entsetzt", bescheibt der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breido Graf zu Rantzau, die Reaktionen zu Freigabe von Medikationen für Pferde in Wettkämpfen. Foto: Julia Rau

"Empört und entsetzt", beschrieb der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breido Graf zu Rantzau, die Reaktionen zu r beabsichtigten Freigabe von Medikationen für Pferde in Wettkämpfen. Foto: Julia Rau

„Der Verband will einen Beitrag leisten, dass die Stimme Europas innerhalb der FEI noch mehr Gehör findet. Dabei unterstützen wir die Arbeit der FEI, indem die Kommunikation und Zusammenarbeit der Mitgliedsländer untereinander und mit der FEI verbessert wird“, sagte Dr. Hanfried Haring, der in Warendorf von den europäischen Mitgliedsverbänden zum neuen EEF-Präsidenten gewählt wurde. „Die EEF versucht sicherzustellen, dass die Bedürfnisse aller europäischen Pferdesportverbände und Interessensvertreter angemessen berücksichtigt werden“, so Haring weiter.

FEI-Präsidentin Prinzessin Haya äußerte sich positiv zum neuen Europaverband: „Die FEI begrüßt diese Entwicklung. Bereits in Asien und Amerika haben sich regionale Verbände etabliert. Dies spiegelt die Entwicklung der Vertretung sportlicher Interessen auf regionaler Ebene wider. Wir erwarten, dass es dazu beiträgt, die zahlreichen individuellen Bedürfnisse von europäischen nationalen Föderationen anzusprechen.“

Bis zur nächsten EEF-Generalversammlung gehören dem „Interims-Vorstand“ neben Dr. Hanfried Haring an: Christian Paillot (Frankreich) und Ulf Helgstrand (Dänemark) als Vizepräsidenten sowie Manuel Bandeira de Mello (Portugal), Andrew Finding (Großbritannien), Michal Wroblewski (Polen) und Armagan Özgörkey (Türkei) als Mitglieder.

Quelle: FN

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