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euroclassics Bremen 2010: Meggle Preis an Vicky Smits-Vanderhassel – Theo Muff siegt im Großen Preis

7. März 2010 Mehr Sport

UPDATE: THEO Muff heißt der Sieger des Großen Preises, und diesmal nicht WERNER Muff, wir bitten die Verwechslung zu entschuldigen.

Die Siegerin strahlte und auf Platz zwei bis vier herrschte große Heiterkeit. In der Bremen-Arena wurde die neunte und letzte Etappe der Dressurserie Meggle Champions entschieden. Die Belgierin Vicky Smits-Vanderhasselt gewann mit der Hannoveraner Stute Daianira van de Helle den Grand Prix Special im Meggle Preis (71,50 Prozent) und bestätigte damit die bereits in Münster gezeigte gute Form.

Das Jahr 2010 birgt offenkundig viel Aufregung für die junge Belgierin, die seit ihrem 18. Lebensjahr im Sattel sitzt und Daianira ausbildet, seitdem die Dream of Glory-Tochter fünf Jahre alt ist. Kentucky ist das Ziel der Belgierin und der Weg dorthin führt auch über das Meggle Champions-Finale in Dortmund vom 18. bis 21. März.

Einige neue Namen standen in diesem Jahr auf dem Siegertreppchen bei den euroclassics Bremen.

Einige neue Namen standen in diesem Jahr auf dem Siegertreppchen bei den euroclassics Bremen.

Hinter der Belgierin und ihrer Hannoveraner Stute reihte sich Jonny Hilberath ein, der sich mit Amusant für das Serienfinale qualifizierte. „Da muss ich erst mal neu  nachdenken, das hatte ich so gar nicht auf dem Plan,“ räumte der deutsche Co-Bundestrainer der Dressurreiter ein. Der 12 Jahre alte Oldenburger ist auf den Tag genau ein Jahr bei Hilberath. „Ich weiß es noch ganz genau, dass er gleich nach dem Bremer Pferde-Festival 2009 in meinen Stall gekommen ist.“ Der bewegungsstarke Fuchswallach schloss den Grand Prix Special mit 70,66 Prozent ab.

Rang drei ging an die Dänin Lone Bang Larsen mit Fitou L und Frau Larsen saß nicht allein auf dem Pferd. Die 35-jährige ist schwanger und macht gleich nach Bremen drei Monate Pause bis nach der Geburt ihres Kindes. Die Frage ob „Doppelbesetzung“ im Sattel erlaubt ist vermochte ein sichtlich gut gelaunter Turnierleiter Dr. Kaspar Funke so ohne weiteres gar nicht beantworten, doppeltes Preisgeld jedenfalls sei in solchen Fällen nicht vorgesehen, witzelte Bremens Turnierchef.

Bremens Grand Prix Special bot auch viel Neues für die Richter. Ghislaine Fouarge aus den Niederlanden freute sich viele neue Gesichter in der Prüfung zu sehen. „Ich habe weder Frau Smits-Vanderhasselt noch Frau Bang Larsen vorher in einer Prüfung gehabt und wenn ich sehe, wie viele Skandinavier hier in Bremen dabei waren, dann stimmt mich das optimistisch. Wir kennen meistens nur die ganz bekannten Reiter einzelner Länder und hier wird deutlich, dass genug da sind die aufschliessen können. Das ist gut für den Sport.“

Das Ticket für das mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Finale der Dressurserie Meggle Champions löste in Bremen neben Jonny Hilberath und Lone Bang Larsen – die allerdings wegen ihrer Schwangerschaft verzichten will – auch die Norwegerin Lilian Jebsen mit dem niederländischen Hengst Pro-Set.

Großer Preis an Werner Muff

Von der WM in Kentucky träumt er nicht, aber das sein Foto sich gut in der Siegergalerie der euroclassics machen würde, daran hat der Schweizer Theo Muff bereits am Samstag in der Bremen Arena gedacht. Seit Sonntag steht fest – Muff und Acomet reihen sich nun ein zwischen Springsportlegenden wie John Whitaker (Großbritannien), Hugo Simon (Österreich) oder auch Otto Becker (Albersloh) als Sieger 2010 der euroclassics Einzelwertung beim Pferde-Festival in der Bremen Arena.

Kurz und effektiv bestritt Muff das fällige Stechen gegen Gilbert Böckmann mit No Father`s Girl, blieb fehlerfrei und profitierte vom Pech des deutschen Nationenpreisreiters, der einen Fehler im Stechen kassierte. Nur diese beiden Reiter waren in der euroclassics Team-Trophy und im Großen Preis des Senats der Freien Hansestadt Bremen fehlerfrei geblieben.

„Das war keine dankbare Aufgabe als erster zu reiten,“ räumte Muff ein, denn ihm kam der Job zu, den folgenden Gilbert Böckmann unter Druck zu setzen. Acomet, der seit April 2009 bei dem Schweizer in Beritt ist, zählt zudem nicht gerade zu den ganz einfachen Pferden. Mit einem nagelneuen PKW – einem Pick up der Marke Isuzu D-Max – darf er nun nach Hause fahren.

Gilbert Böckmann hatte schlicht Pech im Stechen, durfte sich jedoch über 7.500 Euro Preisgeld freuen und kann nach dem Sieg in der euroclassics Team Trophy neuen Herausforderungen entgegen sehen, denn Bundestrainer Otto Becker möchte den 50 Jahre alten Niedersachsen im Team des Nationenpreises in La Baule sehen.

Den Großen Preis des Senats der Freien Hansestadt Bremen gewann die für die Ukraine startende und in Lohmar lebende Amazone Katharina Offel mit dem neun Jahre alten Wallach Uno. Mit einer fehlerfreien Runde in 67,93 Sekunden war Offel die schnellste im Großen Preis vor Gilbert Böckmann und vor Toni Haßmann (Lienen) mit der Hannoveraner Stute Luxana H.

Hendrik Sosath gewinnt Auftakt des European Youngster Cup

Er kam, sah und siegte: Hendrik Sosath aus Lemwerder sicherte sich souverän den Sieg bei der ersten Etappe des European Youngster Cup (Young Masters League) in Bremen. Mit Quality, dem elf Jahre alten Holsteiner Hengst gewann der Youngster auch die dritte schwere Springprüfung der Generation U25 in Bremen. Im Stechen, das drei Teilnehmer erreichten blieb Sosath in 39,89 Sekunden fehlerfrei und verwies Jan Wernke (Handorf-Langenberg) mit Queen Mary auf Platz zwei. Dritte wurde Franziska Baum aus Wallau mit Delloren. Hendrik Sosath hat damit das Ticket zum Finale des European Youngster Cup  beim Internationalen Frankfurter Festhallenturnier im Dezember bereits gelöst.

Ergebnisübersicht euroclassics Pferde-Festival Bremen vom Sonntag, 7. März

euroclassics Einzel-Finale: 1. Theo Muff (Schweiz) mit Acomet 0 Strafpunkte/ 40,65 Sekunden, 2. Gilbert Böckmann (Lastrup) mit No Father`s Girl 0/ 70,17, 3. Katharina Offel (Ukraine) mit Uno 4/ 67,93, 4. Gert-Jan Bruggink (Niederlande) mit Primeval Wings 4/ 70,24, 5. Toni Haßmann (Lienen) mit Luxana H 4/ 71,71, 6. Janne Friederike Meyer (Schenefeld) mit Cellagon Lambrasco 4/ 72,10.

Springen Kl. S, Großer Preis des Senats der Freien Hansestadt Bremen: 1. Katharina Offel (Ukraine) mit Uno 0/ 67,93, 2. Gilbert Böckmann (Lastrup) mit No Father`s Girl 0/ 70,17, 3. Toni Haßmann (Lienen) mit Luxana H 0/ 71,71, 4. Theo Muff (Schweiz) mit Acomet 0/ 71,84, 5. Samantha Mc Intosh (Neuseeland) mit Loxley 0/ 72,10, 6. Hugo Simon (Österreich) mit Ukinda 4/ 64,37.

Grand Prix Special , Meggle Preis:  1. Vicky Smits-Vanderhasselt (Belgien) mit Daianira van de Helle 71,50 Prozent, 2. Jonny Hilberath (Ganderkesee) mit Amusant 70,66, 3. Lone Bang Larsen (Dänemark) mit Fitou L 69,87, 4.  Lilian Jebsen (Norwegen) mit Pro-Set 65,79, 5. Nadine Capellmann (Würselen) mit Raffaldo 65,62, 6. Cathrine Rasmussen (Norwegen) mit Orlando III 65,29

Springen Kl. S mit Stechen, Preis der Co-Lo Trans: 1. Sebastian Karshüning (Borken) mit Lucy 0/ 30,33, 2. Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit Monte Bellini 0/ 31,76, 3. Tobias Meyer (Bonstetten) mit Lucrate D`Eau Grenou 0/ 31,97, 4. Jörg Naeve (Bovenau) mit Calado 0/ 32,63, 5. Dirk Demeersman (Belgien) mit Baron Cento Heldenlaan 0/ 34,43, 6. Hansueli Sprunger (Schweiz) mit Ilton Daye 0/ 34,79

Springen Kl. S mit Stechen, European Youngster Cup (Young Masters League): 1. Hendrik Sosath (Lemwerder) mit Quality 0/ 39,89, 2. Jan Wernke (Handorf-Langenberg) mit Queen Mary 4/ 37,24, 3. Franziska Baum (Wallau) mit Delloren 4/ 38,38, 4. Maja Friberg (Schweden) mit Toronto V 1/ 68,69, 5. Tobias Woltering (Ochtrup) mit Lezard 4/ 65,06, 6. Gerrit Schepers (Dortmund) mit Cadet 5/ 68,63.

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