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Marbacher Reitpferde-Auktion 2010: Ricanto geht für 24.500 Euro nach Kanada

8. März 2010 Auktionen

UPDATE: Erwartungsgemäß ist der Riccione-Sohn Ricanto als Preisspitze bei der diesjährigen Reitpferde-Auktion des Haupt- und Landgestüts Marbach verkauft worden. Der bewegungsstarke und bereits leistungsgeprüfte Fünfjährige ging für den Schnäppchenpreis von 24.500 Euro nach Kanada in den Stall von Herrmann Schweizer (Kanada), einem Stammkunden des Haupt- und Landgestüts Marbach seit über 30 Jahren.

Ein Schnäppchen für 24.5000 Euro: Der Riccione-Sohn Ricanto wurde jetzt in Marbach versteigert. Foto: Krenz/Marbach

Ein Schnäppchen für 24.5000 Euro: Der Riccione-Sohn Ricanto wurde jetzt in Marbach versteigert. Foto: Krenz/Marbach

Olympiasieger Martin Schaudt (Albstadt) sicherte sich für 15.000 Euro den vierjährigen Nachwuchsdressurcrack Woody v. Worldly aus der Hauptgestütszucht. „Woody ist sicher eines der Top-Pferde bei unserer heutigen Auktion gewesen. Mit ihm hat Martin Schaudt einen ‚Superknaller’ gekauft. Ich hoffe sehr, dass wir Woody im großen Sport wiedersehen werden“, sagte Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, die sich insgesamt zufrieden mit der Auktion zeigte. „Für die heutige Zeit, in der alle etwas mehr rechnen müssen, ist das Ergebnis sehr zufriedenstellend, insbesondere, weil wir vor allem drei- und vierjährige Pferde verkauft haben.“.

Bei den Pferden mit Springveranlagung wurde der bereits in Springpferdeprüfungen sehr erfolgreiche Legamento von Lancino de L als weiteres Highlight für 20.000 Euro innerhalb Deutschlands verkauft.

Insgesamt kamen 23 Pferde zur Auktion, die auch live im Internet übertragen wurde. Der Durchschnittspreis betrug 11.000 Euro, bei 220.000 Euro Gesamtumsatz, lediglich drei der Pferde gingen ins Ausland.

Auktionator Hendrik Schulze Rückamp bedauerte etwas, dass bei manchen Pferden nicht immer ein Gegenbieter vorhanden war. „Sonst hätten einige Pferde sicher einen reelleren Preis erbracht.“ Landoberstallmeisterin von Velsen-Zerweck betonte, dass die Kunden der Marbacher Auktion sich nach wie vor darauf verlassen könnten, dass der Preis der Pferde nicht künstlich hochgetrieben wird: „Wir sind Züchter und keine Pferdehändler. Bei uns können sich die Kunden auf reelle Preise für gesund aufgezogene und schonend ausgebildete Pferde verlassen. Das spricht sich bei Ausbildern und Turnierreitern, aber auch bei Familien und Freizeitreitern herum, die hier voller Vertrauen ihr Nachwuchspferd einkaufen“.

Auktionsspiegel 2007 – 2010

Jahr 2010 2009 2008 2007
Anzahl angebotene Pferde 22 23 27 20
Anzahl verkaufte Pferde 20 21 23 20
Durchschnittspreis 11.000 € 13.000 € 9.913 € 10.665 €
Minimum 5.000 € 6.000 € 5.000 € 5.000 €
Maximum 24.500 € 45.000 € 35.000 € 35.000 €

Preiskategorie verkaufte Pferde:

Preiskategorie   5.000-9.999 € 11 11 15 10
Preiskategorie 10.000-14.999 € 5 3 5 7
Preiskategorie 15.000-19.999 € 2 3 1 1
Preiskategorie 20.000-24.999 € 2 2 1 1
Preiskategorie 25.000-29.999 € 0 0 0 0
Preiskategorie über 30.000 € 0 2 1 1
Gesamterlös 220.000 € 273.200 € 228.000 € 213.300 €

Unter den Kunden der Marbacher Reitpferdeauktion waren auch in diesem Jahr wieder die Polizeireiterstaffeln Stuttgart und Mannheim, die ihre Pferde aus eben diesen Gründen gerne aus den Marbacher Herden rekrutieren. Während die Reiterstaffel Stuttgart Glück hatte und den Zuschlag für den dreijährigen Milendo v. Monrepos erhielt, mussten die Mannheimer sich diesmal anderen Bietern geschlagen geben. „Die Reiter der Reiterstaffel Mannheim waren sehr enttäuscht“, sagte von Velsen-Zerweck, „aber wir werden schon noch ein passendes Pferd für sie finden.“

Hier die kompletten Ergebnisse der Auktion 2010 in der Übersicht: Marbach Ergebnis Reitpferdeauktion 2010.

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