Löwen Classics Braunschweig: Sieg im Championat für Robert Whitaker und Casino
Robert Whitaker, Sohn von Englands Reitsportlegende John Whitaker, sicherte sich in der Siegerrunde beim Championat von Braunschweig mit dem 15 Jahre alten irischen Wallach Casino den Sieg und konnte sich über 9.900 Euro Preisgeld freuen.
Im Anschluss daran, hatte er auch gleich die Begründung für seinen Erfolg: „Ich habe so lange nichts gewonnen, das wurde mal Zeit!“ – sprach’s und telefonierte mit Papa. Danach orkaelte er, mit Blick auf den Großen Preis von Volkswagen am Sonntag, dass es das dann wohl für dieses Wochenende gewesen sei, denn „es entspricht nicht der Mentalität von Casino, zweimal beim gleichen Turnier zu gewinnen.“

Der Sieger im Championat von Braunschweig kommt aus England. Rober Whitacker und Casino. Foto: Walpurga Schmidt
Die Entschlossenheit von Whitaker kostete Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) den zweiten Sieg in Folge. Der Olympiazweite hatte sich am Vorabend mit Casall den Gold Cup der gesichert. Zum ersten Mal übrigens. Mit dem Holsteiner Hengst Quintero wurde Bengtsson im Veolia Championat noch von Whitaker überflügelt.
Gleichwohl war der Schwede zufrieden und kündigte an, dass am Sonntag Casall nach seiner prächtigen Runde im Gold Cup nun auch im Großen Preis zum Einsatz kommen soll. Den übrigens gewann Bengtsson bereits 2006 mit Tepic, der inzwischen als 22-Jähriger zuhause in Mexiko „Chef“ einer Jungpferdegruppe ist.
Platz drei ging an den Weltranglistenersten Pius Schwizer (Schweiz) und Ulysse und auf dem vierten Rang folgte die derzeit beste deutsche Reiterin, Janne Friederike Meyer, mit ihrem braunen Holsteiner Wallach Lambrasco.
Deutsch-italienisches Dressur-Doppel: Schmidt vor Truppa
Den Grand Prix am Freitag hatte er bereits gewonnen, knapp 24 Stunden später folgte prompt „der zweite Streich“, der Sieg im Grand Prix Special, den er ebenfalls auf dem erst neun Jahre alten Westfalen Donnelly errang. Werbung für sich und seine Sportpartner hat Hubertus Schmidt aus Borchen gemacht und zwar durchaus auch dank der zweitplatzierten Reiterin im Grand Prix Special – Valentina Truppa, jüngste und wohl auch populärste Dressurreiterin aus der italienischen Elite-Liga.
Die Tochter des internationalen Dressurrichters Vincenzo Truppa belegte mit dem erst neun Jahre alten Eremo del Castegno den zweiten Platz und Valentina hat vor einiger Zeit zu Trainingszwecken vier Monate bei Hubertus und Doris Schmidt in Borchen verbracht, um sich Anregungen und Tipps zu holen. Jonny Hilberath belegte mit Amüsant Platz drei und der Disziplin-Bundestrainer brachte einigen Langmut beim Abreiten zwischen lauter Springreitern auf.
Löwen Classics Endspurt
Der vierte und letzte Turniertag der Löwen Classics birgt die Grand Prix Kür, präsentiert im Preis des Handwerks ab 10.00 Uhr. Zuvor wird die Youngster Tour entschieden und dann naht ab 13.20 Uhr der Große Preis – der Höhepunkt der Löwen Classics. Das Internetportal ClipMyHorse ist ab morgens live dabei. Den Großen Preis zeigt das Norddeutsche Fernsehen NDR von 13.45 bis 15.15 Uhr im Sportclub live.
Ergebnis-Überblick Löwen Classics Braunschweig vom Samstag, 13. März 2010
Preis der Wirtschaft HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter Stilspringprüfung Kl. M*, dotiert mit 450 Euro:
1. Anne Wieckert (Hüttenrode) mit Romina, Wertnote 8.7;
2. Laura Klaphake (Steinfeld) mit Caesario’s Pretty Woman, 8.6;
3. Laura Strehmel (Neustadt) mit Letkiss, 8.5;
4. Lena Donandt (Oberding) mit Cava Nevada, 8.4;
4. Sven Kruse (Zeven) mit Cheyenne, 8.4;
6. Ina Reimers (Altenkrempe) mit Phantasie, 8.3;
6. Annkathrin Heydenreich (Isernhagen) mit African Queen, 8.3;
Int. Grand Prix Special, dotiert mit 10000 Euro:
1. Hubertus Schmidt (Borchen) mit Donnelly, 1755 Punkte;
2. Valentina Truppa (Italien) mit Eremo del Castegno, 1710;
3. Jonny Hilberath (Scheeßel) mit Amüsant, 1672;
4. Marcela Krinke-Susmelj (Schweiz) mit Corinth, 1657;
5. Gina Capellmann-Lütkemeier (Paderborn) mit Baldessarini, 1622;
6. Emma Kanerva (Borchen) mit Sini Spirit, 1610;
2. Qualifikation Grosse Tour Int. Springprüfung mit Siegerrunde (1.50 m), dotiert mit 30000 Euro:
1. Robert Whitaker (Großbritannien) mit Casino 33.01/0;
2. Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) mit Quintero la Silla 33.32/0;
3. Pius Schwizer (Schweiz) mit Ulysse 33.92/0;
4. Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) mit Cellagon Lambrasco 36.31/0;
5. Chris Chugg (Australien) mit Vivant 37.35/0;
6. Mario Stevens (Molbergen) mit D’Avignon 41.73/0;




