Dortmund Westfalenhalle: Matthias Alexander Rath gewinnt auf Sterntaler das Finale der Meggle Champions Serie 2010
Die Dortmunder Westfalenhalle scheint dem Nachwuchsportler Matthias Alexander Rath und seinem kapriziösen Pferd Sterntaler (aus dem Besitz seiner Stiefmutter Ann Kathrin Linsenhoff) zu gefallen. Bereits im letzten Jahr konnte das Paar hier den Sieg in der neu gegeründeten, mit 50.000 Euro dotierten Dressurserie Meggle Champions verbuchen.

Mit dem Bewegunswunder Sterntaler, genannt Sterni, siegt Matthias Alexander Rath ein weiteres Mal im Finale der Meggle Champions Serie. Foto: Julia Rau
Diesmal hielt der 25-jährige Student der Betriebswirtschaft seinen bewegungstarken Oldenburger Sion-Sohn im Grand Prix noch vornehm zurück, vielleicht um im GP Spezial in der Dortmunder Westfalenhalle dann erst richtig aufzutrumpfen. Mit 75.541 Prozentpunkte siegte er auf jeden Fall klar vor Isabell Werth, die mit Satchmo auf 74.583 % kam und damit nur um 0,5 Prozent vor ihrer niederländischen Konkurrentin Anky van Grunsven auf Olympiapferd Salinero lag.
Einen Platz dahinter Durchstarter des Jahres Christoph Koschel, der mit dem elfjährigen Donnerhall-Nachkommen Donnperignon (71.625%) auftrumpfte und sich so noch vor Reitmeister Hubertus Schmidt auf Donnerruf-Sohn Donnelly (71.458%) schob.
Natürlich habe er mal auf dem Abreiteplatz auf die Monitore geschaut „was Anky und Isabell machen und wie die Noten sind“ gab Matthias Alexander Rath zu und dann sei er mit der Hoffnung in die Dortmunder Arena geritten, „dass mir eine schöne Runde gelingt“. Sichtlich zufrieden und stolz saß der Sieger dann in der Pressekonferenz und grinste verschmitzt über die Scherze von Isabell Werth: „Matthias muss noch mehr Gentleman Anky und mir gegenüber werden…..“
Ein ganz beträchtliches Spannungspotential lag in der einen oder anderen Überraschung, die das Finale barg, in Glanzmomenten und unerwarteten Patzern. So schob sich der elf Jahre alte Donnperignon mit Derbysieger Christoph Koschel nach Rang elf im Qualifikations-Grand Prix auf Position vier im Grand Prix Special.
Salinero offenbarte kurzzeitig eine ganz eigene Vorstellung davon, wie die Traversalverschiebungen eigentlich auch beginnen könnten und Satchmo legte die Wechseltour anders an, als von seiner Reiterin geplant. Acht Minuten können eben unglaublich ereignisreich sein.
Dem Publikum gefiel all das wie Isabell Werth bemerkte: „Im Laufe der Prüfung war das spürbar und speziell in der Siegerehrung konnte man merken, wie begeistert die Zuschauer auf diese klassische Prüfung reagierten und auf das Feld, das sich hier in Dortmund zeigte.“
Toni und Marina Meggle – die Initiatoren, Sponsoren und Namensgeber der Dressurserie Meggle Champions, treten auch weiterhin mit dem Ziel an, den klassischen Dressursport zu fördern. „Wir haben heute einen Kontrakt über die kommenden zwei Jahre vereinbart,“ so Toni Meggle, der, wie auch seine Frau, selbst im Sattel sehr erfolgreich war.
Meggle Champions, das gibt es auch 2010 mit dem Finale im Jahr 2011 und auch 2011 und 2012 wird die ambitionierte Dressurserie fortgesetzt. Der Idee, anstelle des Special die Grand Prix Kür in das Finale zu nehmen, erteilte Toni Meggle zwar keine grundsätzliche Absage, machte jedoch deutlich, dass es mit dem Weltcup bereits eine internationale Kür-Tour gibt, so dass es sinnvoll sei Meggle Champions im Grand Prix Special auszutragen. Auch künftig wird in den Qualifikationen die Kür dann zur Qualifikation für das Finale herangezogen, wenn es im Programm keinen Grand Prix Special gibt.
Neu im Meggle Champions Kalender ist München International vom 13. bis 16. Mai und das neue Turnier in Cappeln auf dem Vorwerk-Hof vom 19. bis 22. August. Nicht mehr dabei ist das Internationale Pfingstturnier in Wiesbaden. Das Finale der Dressurserie Meggle Champions 2011 wird vom 17. bis 20. März erneut in Dortmund in der Westfalenhalle stattfinden.
Meggle Champions Finale – Grand Prix Special in Dortmund:
1. Matthias Alexander Rath (Kronberg) mit Sterntaler-Unicef, 75,54 Prozent
2. Isabell Werth (Rheinberg) mit Satchmo, 74,58
3. Anky van Grunsven (Niederlande) mit Salinero 74,08
4. Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) mit Donnperignon, 71,62
5. Hubertus Schmidt (Borchen) mit Donnelly, 71,45
6. Monica Theodorescu (Sassenberg) mit Whisper, 70,95
7. Hans Peter Minderhoud (Niederlande) mit Exquis Nadine, 70,20
8. Laura Bechtolsheimer (Großbritannien) mit Andretti H, 69,87
9. Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Responsible, 69,83
10. Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg) mit Donatha S, 69,50
11. Nathalie zu Sayn-Wittgenstein (Dänemark) mit Rigoletto 68,29
12. Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) mit Wakana, 67,87





