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Weltcup-Finale Dressur 2010: Niederlande dreimal vorn nach Grand Prix

26. März 2010 Dressur

Erwartungsgemäß haben die derzeit dominaten Reiter aus den Niederlanden bei ihrem Heimat-Weltcup Finale in ’s Hertogenbosch keine Ausnahme bei ihren herausragenden Leistungen gemacht. Den Grand Prix, der als letzte Vorqualifikation für das Kür-Finale gewertet wird, gewann Adelinde Cornelissen mit Parzival. Sie konnte diese Prüfung gar mit über zwei Prozentpunkten Vorsprung (78,851) auf den Favoriten für den Sieg Edward Gal mit Totilas (76,808) gewinnen.

Konnte sich mit einem starken Ritt auf Parzival im Grand Prix an die Spitze setzen: Adelinde Cornelissen. Foto: Julia Rau

Konnte sich mit einem starken Ritt auf Parzival im Grand Prix an die Spitze setzen: Adelinde Cornelissen. Foto: Julia Rau

Dritte wurde mit Imke Schellekens-Bartels auf Hunter Douglas Sunrise (74,894 Prozent). Die neunmalige Weltcup-Siegerin Anky van Grunsven (ebenfalls Niederlande) konnte sich in diesem jahr nicht für das Finale qualifizieren, da ihre drei Landsleute noch stärkere Ergebnisse in den Qualifikationen erzielten und nur drei holländische Reiter starten druften.

Auch alle drei deutschen Paare erreichten im Grand Prix für das Kürfinale am Samstag eine Top Ten-Platzierung. So konnte sich Isabell Werth mit Warum nicht als beste Deutche auf den vierten Platz setzen.

“Das war eine schwungvolle Vorführung mit viel Ausdruck. Zwischenzeitlich kam im Pferd Spannung auf, die Isabell aber schnell wieder in den Griff bekam”, beurteilte Bundestrainer Holger Schmezer die Leistung der fünfmaligen Olympiasiegerin.  “Das geht besser”, so das kurze Fazit der erfolgreichsten deutschen Dressurreiterin. Mit 73,319 Prozent auf jeden Fall ein guter Start.

Noch nicht ganz so viel Esprit wie bei sonstigen Vorstellungen des Paares: Edward Gal und Totilas nach dem GP erstmal auf Platz zwei. Foto: Julia Rau

Noch nicht ganz so viel Esprit wie bei sonstigen Vorstellungen des Paares: Edward Gal und Totilas nach dem GP erstmal auf Platz zwei. Foto: Julia Rau

Positiv bewertete der Bundestrainer auch die Leistungen der beiden Perspektivgruppenreiter Matthias Alexander Rath und Carola Koppelmann. “Matthias hat eine solide, fehlerfreie Runde gezeigt. Triviant-Unicef stand gut in der Anlehnung und Matthias hatte ihn immer vor sich.” Die Zufriedenheit war auch dem Deutschen Meister Rath anzumerken, der den Grand Prix mit 70,511 Punkten als Siebter beendete. “Obwohl er in der Vorbereitung noch etwas heiß war, ließ er sich in der Prüfung sehr gut reiten. Wir hatten keine groben Fehler und mit über 70 Prozent bin ich zufrieden. Wenn wir im Finale auch unter die besten acht Paare kommen, wäre das prima”, so der Student.

Als “risikofreudig” und “schwungvoll” kennzeichnete Schmezer den Ritt von der Warendorferin Carola Koppelmann mit dem 17-jährigen Hannoveraner Le Bo, die mit 68,638 Prozent auf Platz neun kam. “Schade, dass wir einen Platz aus der Platzierung raus sind”, sagte Koppelmann, die Le Bo heute als etwas “übermotiviert” bezeichnete und damit auch ihre Fehler bei der ersten Piaffe und den Zweierwechseln erklärte.

Erfolgreich auch in Hertogenbosch unterwegs: Matthias Alexander Rath auf Triviant. Foto: Julia Rau

Erfolgreich auch in Hertogenbosch unterwegs: Matthias Alexander Rath auf Triviant. Foto: Julia Rau

Einen Doppelerfolg feierten die deutschen Paare in der CDI-Tour. Matthias Alexander Rath gewann den Grand Prix mit seinem Spitzenpferd Sterntaler-Unicef (73,659) vor Isabell Werth mit Satchmo (72,723) und Edward Gal mit Sisther de Jeu (71,957).

Innerhalb von fünf Tagen zwei Siege zu feiern, ist toll”, freute sich Rath, der mit Sterntaler-Unicef bereits zuvor im Grand Prix-Special in Dortmund siegreich war. Für Aufmerksamkeit sorgten auch Carola Koppelmann und ihre Nachwuchs-Stute Rom. Mit 71,021 Prozent landeten sie noch vor der dreimaligen Olympiasiegerin Anky van Grunsven mit Salinero (70,510). “Das war eine tolle Runde. Die beiden wachsen immer besser zusammen und zeigen auch immer mehr, was in ihnen steckt. Sie zählen zu unseren hoffnungsvollen Paaren für die Zukunft”, kommentierte der deutsche Cheftrainer.

Ergebnisse Weltcup Finale 2010, Grand Prix

1, Jerich Parzival (Adelinde Cornelissen) Ned 78.85%; 2, Moorlands Totilas (Edward Gal) Ned 76.80%; 3, Hunter Douglas Sunrise (Imke Schellekens Bartels (Ned) 74.89%; 4, Warum Nicht FRH (Isabell Werth) Ger 73.31%; 5, Watermill Scandic HBC (Patrik Kittel) Swe 72.08%; 6, Digby (Nathalie zu Sayn-Wittgenstein) Den 71.19%; 7, Triviant-Unicef (Matthias Alexander Rath) 70.51%; 8, Favorit (Tinne Vilelmson-Silfven) Swe 69.23%; 9, Le Bo (Carola Koppelmann) Ger 68.63%; 10, Apollo Van Het Vijverhof (Jeroen Devroe) Bel 68.25%; 11, Victory Salute (Brett Parbery) Aus 67.02%; 12, Randon (Michal Rapcewicz) Pol 66.72%; 13, Ekwador (Katarzyna Milczarek) Pol 64.93%; 14, Cointreau (Peter Gmoser)Aut 63.91%; 15, Samba (Luiza Almeida) Bra 60.63%.

Quelle: FN und FEI

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