Indoor Brabant: Anky van Grunsven gewinnt mit Salinero im GP Spezial
Anky van Grunsven (NED) konnte sich zwar aufgrund der Stärke ihrer eigenen Mannschaftskameraden nicht für das Weltcup-Finale bei den Indoor Brabant im niederländischen ’s Hertogenbosch qualifizieren, doch den Sieg im Grand Prix Spezial ließ sie sich auch von der stark reitenden Isabell Werth nicht nehmen. Mit knappen 74,208 Prozent gewann die neunfache Weltcup-Siegerin auf Olympiapferd Salinero vor Werth auf Satchmo (74,042).

Zwar im weltcup-Finale nicht dabei, dafür aber im Grand Prix Spezial erfolgreich: Anky van Grunsven und Salinero. Foto: Julia Rau
Auch auf Platz drei dann ein weiterer deutscher Reiter: Matthias Alexander Rath konnte sich mit Sterntaler (72,625) hinter die beiden Dressurköniginnen setzen. Die Brabanthallen sind in diesen Tagen nicht nur Austragungsort des Weltcupfinales der Dressurreiter, sondern bieten im Rahmenprogramm auch eine CDI-Tour auf Vier-Sterne-Niveau.
Nachdem Rath innerhalb von fünf Tagen beim internationalen Turnier in Dortmund und im Qualifikations-Grand Prix für den Special in ´s-Hertogenbosch zweimal siegreich war, musste er sich heute mit dem dritten Platz begnügen. “Matthias hatte es mit Sterntaler nicht so leicht wie noch im Grand Prix, da der Wallach wiederholt versucht hat, seine Zunge über das Gebiss zu schieben”, bewertete Bundestrainer Holger Schmezer die Leistung des Perspektivgruppenmitglieds. “Erfreulich war allerdings, dass er zum Abschluss auf der Mittellinie gut zugeritten hat”, so Schmezer weiter.
Bis zum Ende war nicht klar, ob sich Werth oder van Grunsven den Sieg im Special sichern würde. Letztendlich hatte aber die dreimalige niederländische Olympiasiegerin die Nase vorne. “Satchmo und Isabell haben heute eine gute Leistung gezeigt. Man sieht, dass Satchmo immer mehr an Form gewinnt und sich beide von Wettkampf zu Wettkampf steigern. Das war heute besser als im Grand Prix vor zwei Tagen”, so der Bundestrainer.
Nicht ganz an ihre gute Leistung im Grand Prix konnte Carola Koppelmann mit der zehnjährigen Rotspon-Tochter Rom anknüpfen. Nach einem 40-Prozent-Halten arbeitete sich das Paar vor allem im ersten Drittel der Prüfung nach vorne. “Nach dem missglückten Halten, steigerten sich beide auf zeitweise 72 Prozent. Das spricht für die Qualität des Pferdes”, so Schmezer. Auf der letzten Mittellinie hielt die Stute in der Mitte kurzzeitig an, anstatt zu piaffieren. “Dieser Fehler und das anschließende Wegspringen kosteten etwa fünf Prozentpunkte. Es wurde aber wieder deutlich, dass beide großes Talent haben. Die Routine wird von Prüfung zu Prüfung kommen.” Nach Platz vier im Grand Prix reichte es im Special für 66,417 Prozent und Platz sechs.




