Weltcupfinale Springreiten 2010: Amerikaner zeigen Flagge – Rich Fellers vorn
Der US-Amerikaner Rich Fellers hat auf dem 14-jährigen Iren Flexible (70,63 Sekunden) das erste Zeitspringen im Finale um den FEI Weltcup Springreiten 2010 in Genf gewonnen. In der schnellsten Zeit und ohne Fehler setzte sich der 51-Jährige, der mit seiner Familie im US-Bundesstaat Oregon lebt und im Jahr 2008 mit Flexible bereits zweiter in der Gesamtwertung des Weltcup-Finales wurde, an die Spitze des Teilnehmerfeldes.

Super Start für den US-Amerikaner Rich Fellers und Flexible beim Weltcup-Finale 2010 in Genf. Foto: Julia Rau
Vor rund 7.000 Zuschauern in der ersten von drei Teilprüfungen beim Weltcupfinale sicherte er sich damit eine ausgezeichnete Ausgangsposition.
Zweiter wurde sein Landsmann McLain Ward (hier im Interview) auf seiner 15-jährigen belgischen Stute Sapphire (71,13 Sek.) (v. Darco), mit der er gerade erst in Wellington, Florida, das schwerste Springen der Saison, ein Fünf-Sterne CSI gewinnen konnte.
Auf Platz drei kam mit dem Südamerikaner Rodrigo Pessoa (BRA) ein weiterer begeisterter und erfolgreicher Teilnehmer am gerade beendeten achtwöchigen FTI Winter Equestrian Festival in Wellington. Er ritt sein Erfolgspferd, den elfjährigen Hannoveraner Wallach Let´s Fly (72,36 Sek), der ein Halbbruder vor Shutterfly, dem Erfolgspferd von Meredith-Michaels Beerbaum ist. Auf den Plätzen fünf und sieben landeten mit Todd Minikus und Mario Deslauriers weitere Springreiter aus den USA.

McLain Ward und seine außergewöhnliche Stute Sapphire sind ein eingespieltes und äußerst erfolgreiches Team im FEI Weltcup-Finale in Genf. Foto: Julia Rau
Die deutschen Springreiter haben beim Weltcupfinale in Genf einen durchwachsenen Start in das Turnier erwischt, sie reihten sich zwischen Platz zehn und 17 ein.
Marcus Ehning, der als als letzter Starter in den Parcours geritten war, leistete sich mit Noltes Küchengirl keinen Fehler und wurde dennoch mit deutlichen Zeitabstand zum Erstplatzierten Zehnter (75,26 Sekunden).
“Das lief heute nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Stute zeigte sich im Parcours nicht wie erhofft und ich musste flexibel reagieren. Das kostete Zeit”, sagte Ehning im FN-Interview. Ab morgen wechselt er, der als einziger Deutscher mit zwei Pferden am Start ist, auf seinen Hengst Plot Blue.
Einen passablen 12. Platz belegte Youngster Philipp Weishaupt, der auf dem Holsteiner-Hengst Catoki an den Start ging und ebenfalls einen fehlerfreien Ritt hinlegte. “Ich bin stolz auf ihn”, sagte Heinrich Hermann Engemann, Disziplintrainer der deutschen Springreiter, zu seinem Schützling. “Das ist eine gute Basis für die kommenden Tage”, so Engemann weiter.

Rodrigo Pessoa startet nach Turniererfolgen in Florida mit großen Hoffnungen in's WC-Finale - mit dabei Erfolgspferd Let's Fly. Foto: Julia Rau
Jeweils einen Abwurf am gleichen Hindernis leisteten sich Marco Kutscher mit Cash (76,06) und Ludger Beerbaum mit Gotha (77,54). Nach der ersten Teilprüfung rangieren sie auf den Plätzen 15 und 17.
Trotz des Fehlers war Beerbaum hinsichtlich der kommenden Teilprüfungen zuversichtlich: “Vielleicht bin ich den Parcours etwas zu frech angegangen, so dass es bei der Stute im weiteren Verlauf zu einem Flüchtigkeitsfehler kam. Wenn wir morgen fehlerfrei bleiben, ist der Ball wieder im Spiel.”




