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Pfingstturnier Wiesbaden: Vielseitigkeit, Dressur, Springen und Voltigieren im Schlosspark – Programm

22. April 2010 Mehr Sport

Die Vorbereitungen im Schlosspark beim Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V. für das 74. Internationale Pfingstturnier laufen auf Hochtouren. Den Auftakt machen am Freitag (21. Mai), die Spring- und Dressurprüfungen der Vielseitigkeitsreiter. Sie begeisterten schon in den vergangenen zwei Jahren tausende Pferdefreunde und auch 2010 werden internationale Spitzenstars erwartet. Denn als CIC*** ausgeschrieben, hat sich das Pfingstturnier nicht nur in der deutschen Eventer-Szene mit optimalen Bedingungen und perfekter Organisation fest etabliert.

Als Wahl-Hesse unbedingt in Wiesbaden dabei: Lars Nieberg. Foto: Julia Rau/WRFC

Als Wahl-Hesse unbedingt in Wiesbaden dabei: Lars Nieberg. Foto: Julia Rau/WRFC

Etabliert ist auch die Wiesbadener Pferdenacht, die seit Jahren mit wunderschönen Bildern und Showelementen rund ums Pferd einen stimmungsvollen Turniereinstand bildet und den Schlosspark bis kurz vor Mitternacht nicht nur in ein anderes Licht, sondern in eine andere Welt taucht.

Der Samstag bringt dann für die Vielseitigkeitsreiter im Gelände die Entscheidung. Doch für die Zuschauer lohnt es sich, im Schlosspark zu bleiben, denn im Springstadion werden an diesem Tag die internationalen Springprofis in zwei S-Springen und abends im legendären Six Bar(s)-Springen ihre Sieger ermitteln.

Vor der herrlichen Schlosskulisse treten derweil die athletischen Voltigierer sowie die Dressurreiter in Frack und Zylinder an. Erstmals ist es den Organisatoren des Turniers auch gelungen, eine Prüfungstour für Dressur-Junioren und -Junge Reiter zu integrieren, die gleichzeitig als erste Sichtung für die Europameisterschaft gilt. Nicht in Wiesbanden zu Gast ist in diesem Jahr der Medien Cup für Dressurpferde zwischen acht und zehn Jahren.

Am Pfingstsonntag (23. Mai) werden vor allem die Flutlicht-Kür und einige spannende Durchläufe im baumbestandenen Springstadion für viele Zuschauer sorgen. Dazu zählt auch das Jump and Drive, bei dem wieder rund zehn Gespanne und Reiter unter dem lautstarken Jubel der Zuschauer gegen die Uhr antreten. Die Qualifikation zum Großen Preis, der auch in diesem Jahr als zweite Etappe der Riders Tour, Bestandteil einer der renommiertesten Springsport-Serien der Welt ist, und die Abschluss-Prüfungen der besten internationalen Voltigierer sind weitere Höhepunkte.

Auch am Pfingstmontag geht es in Wiesbaden sportlich noch einmal richtig rund, wie etwa beim Zeitspringen, dem Wiesbaden Speed. Im Großen Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden wird dann entschieden, welcher internationale Springstar Punkte auf seinem Riders Tour-Konto verbuchen kann. Vor dem Schloss wird im Grand Prix Special, der Königsklasse des Dressursports, der nächste Titelträger nach weltbekannten Vorgängern wie Isabell Werth, Dr. Reiner Klimke oder Ann Kathrin Linsenhoff ermittelt.

Wiesbaden und die Hessen-Stars

Sowohl die amtierende Hessische Meisterin Michaela Messerschmidt (Altenstadt), wie auch Mannschafts-Olympiasieger Lars Nieberg (Homberg/Ohm) würden in diesem Jahr gerne die Goldene Schleife entgegennehmen. Lars Nieberg im Großen Preis, Messerschmidt in der Vielseitigkeit. „Ich werde mein bestes Versuchen, um dem Zweikampf von 2008 und 2009 von Marcus und Meredith ein Ende zu setzen“, erklärte der Springreiter motiviert, für den Wiesbaden als Hesse ein Pflichttermin ist, „den ich mir aber auch als Nicht-Hesse nicht entgehen lassen würde.“ Denn beim Pfingstturnier in die Ahnentafel der ewigen Sieger aufgenommen zu werden, ist wie ein Ritterschlag. Schockemöhle, Thiedemann, Winkler, Simon, Pessoa, Beerbaum, Ehning – die Liste der Weltstars, die den Großen Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für sich entscheiden konnten, ist beliebig lang fortsetzbar.

Michaela Messerschmidt - die erfolgreichen Vielseitigkeitsreiterin kommt aus der Nähe von Wiesbaden und startet auf Benson beim CIC***. Foto: Julia Rau/WRFC

Michaela Messerschmidt - die erfolgreichen Vielseitigkeitsreiterin kommt aus der Nähe von Wiesbaden und startet auf Benson beim CIC***. Foto: Julia Rau/WRFC

Die Siegerliste in der Vielseitigkeit ist zwar noch etwas kürzer, trotzdem genießt die mittlerweile als internationale Drei-Sterne-Prüfung ausgeschriebene Disziplin solchen Zulauf, dass das Team um Albert Schäfer die Starterliste begrenzen muss. „Diese Akzeptanz bei den Reitern, auch international, freut mich sehr. Es zeigt, dass wir unser Ziel erreicht haben, hier wieder eine Prüfung zu schaffen, die den Ansprüchen von Reitern, Pferden, Zuschauern und uns entspricht.“

Das konnte auch Michaela Messerschmidt nur bestätigen. Die Amazone tritt zum dritten Mal im Schlosspark an. „Bisher hat mein Pferd Benson sich allerdings in der Dressur vor der gewaltigen Schlosskulisse etwas schwer getan. Ich werde deshalb einen Tag eher anreisen um ihm alles zu zeigen. Trainieren kann ich das zu Hause leider nicht, weil man nie sagen kann, was ihn stört. Mal sind es die Zuschauer, mal ein Blumenkübel. Wenn er drüber springen dürfte, wäre es kein Problem, wenn es nur so rum steht, ist es ihm nicht geheuer“, scherzt die sympathische zweifache Mutter, die auf Grund ihrer jüngsten hervorragenden Leistungen den Sprung in den deutschen B2-Kader schaffte.

Die Buchungs-Hotline ist zu erreichen unter: 018 05 – 570 300 (0,14 € aus dem deutschen Festnetz, abweichende Tarife aus den Mobilfunknetzen sind möglich) oder unter Online-Tickets.

VIP-Tickets erhalten Sie beim WRFC/Turnierbüro unter Tel.: 0611 – 71 6660 oder info@wrfc.de

Weitere interessante Informationen zum Programm auch Online.

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