Deutsches Springderby Hamburg 2010: Carsten-Otto Nagel siegt auf Lex Lugar
Carsten Otto Nagel hat auf dem zehnjährigen Oldenburger Hengst Lex Lugar aus dem Besitz von Angelika Jahr die 81. Ausgabe des Deutschen Springderbys in Hamburg Klein-Flottbeck gewonnen. Der Vize-Europameister aus Wedel hat des prestigesträchtige Springen damit zum zweiten Mal gewonnen.

Das stimmte alles: Vize-Europameister Carsten-Otto Nagel gewinnt auf Lex Lugar zum zweiten Mal des deutsche Derby in Hamburg. Foto: Julia Rau
Als letzter Teilnehmer im Stechen blieb der Lokalmatador in 51,63 Sekunden fehlerfrei und sicherte sich nach 1999 erneut den Sieg in dem traditionsreichen Deutschen Spring-Derby.
“Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das war sensationell und ich bin mächtig stolz”, so der strahlende Sieger. Eigentlich lief es im Vorfeld nicht so rund für den Hamburger Carsten Otto Nagel, denn Calle Cool, der eigentlich für das Deutsche Spring-Derby vorgesehen war, hatte sich im Training am Wall verletzt und wollte da zunächst gar nicht mehr runter.
„Also habe ich am Dienstag Lex Lugar gesattelt und ein bißchen mit ihm geübt, beide in den Qualifikationsprüfungen geritten und dann erst kurzfristig entschieden, welchen von beiden ich mitnehme“, so Nagel zu der Entstehungsgeschichte seines Siegs im Deutschen Spring-Derby
Platz zwei ging in dieser mit 105.000 Euro dotierten Prüfung an den Mecklenburger Heiko Schmidt (Neu Benthen) mit Coverlady (0/52,52), gefolgt vom Brasilianer Bernardo Alves mit Quentin (0/54,33), der seinen dritten Platz im Derby aus dem Jahr 2004 wiederholte.
Beim deutschen Spring-Derby, das zugleich auch die erste Etappe der Riders Tour 2010 war, ging es in diesem Jahr besonders spannend zu. In dem 1.250 Meter langen Normalparcours, der bislang 146 Mal ohne Abwurf überwunden wurde, kam diesmal kein weiterer fehlerfreier Ritt hinzu. Den vier Teilnehmern am Stechen genügten vier Strafpunkte, um in die Siegerrunde einzuziehen.
Bereits im Vorfeld wurde spekuliert ob und wie viele Sprünge in diesem Jahr wohl erhöht werden würden. Am Ende waren es fünf Zentimeter am Pulvermanns Grab, die dem Sprung eine beachtliche Höhe von 1,53 m gaben. Ob es am Ende an der Erhöhung gelegen habe, dass es keinen einzigen Null-Fehler-Ritt gab, ist fraglich.
„Man kann in diesem Sport nicht planen“, so Sport-Chef Paul Schockemöhle, der im Vorfeld mit zwei oder drei Null-Fehler-Ritten kalkuliert hatte. „Die Reiter haben sich in diesem Jahr sehr gut vorbereitet, das hat man auch an den Qualifikationsprüfungen gesehen, von daher dachte ich, man kann das riskieren. So hatten wir vier Teilnehmer im Stechen und ich denke, wir haben tollen Sport gesehen.“
Ergebnisse
Springprüfung Tchibo präsentiert: 81. Deutsches Spring-Derby DKB-Riders Tour Wertungsprüfung, dotiert mit 105.000 Euro:
1. Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Lex Lugar 51.63/0;
2. Heiko Schmidt (Werder) mit Coverlady 52.52/0;
3. Bernardo Alves (Brasilien) mit Quentin 13 54.33/0;
4. Hergen Forkert (Bremen) mit Condor, Ausgeschieden;
5. Robert Smith (Großbritannien) mit Raging Bull Vangelis S 157.58/8;
6. Christian Ahlmann (Marl) mit Perry Lee 158.12/8;
Springprüfung Bioranch Youngster-Cup Finale Springprüfung mit Stechen, dotiert mit 2000 Euro:
1. Nick Skelton (Großbritannien) mit Big Star 31.30/0;
2. Lauren Hough (USA) mit Winand 31.38/0;
3. Christian Ahlmann (Marl) mit Lorena 31.46/0;
4. Karl Brocks (Osnabrück) mit Lamarque 32.01/0;
5. Enrique Gonzalez (Mexiko) mit Wacantos 32.44/0;
6. Holger Wulschner (Groß Viegeln) mit Caminho 33.41/0;
Quelle: FN/comtainment




