Pfingstturnier Wiesbaden: Denis Lynch erfolgreich im Schlosspark
Denis Lynch, irischer Springreiter mit Wohnsitz im westfälischen Münster, hat mit dem zehn Jahre alten belgischen Wallach Abberuail van het Dingeshof den Großen Preis von Wiesbaden, die zweite Wertungsprüfung der Riders Tour, beim 74. Internationalen Pfingstturnier gewonnen.

Der erfolgreichste Reiter des Wiesbadener Pfingstturniers 2010, Denis Lynch und Abberuail van het Dingeshof. Foto: Julia Rau
Der Ire hatte bereits am Tag zuvor, direkt von der dritten Etappe der Global Championstour aus Turin nach Wiesbaden kommend, die Qualifikation für den Montag gewonnen. Als letzter Starter ging Lynch, der seit fast 20 Jahren mit Ehefrau Simone und Tochter Sarah in Münster lebt, in die Siegerrunde des mit 71.500 Euro dotierten Großen Preises.
Er blieb in 48,15 Sekunden fehlerfrei und war damit acht Hundertstel Sekunden schneller als der zweitplatzierte Marcus Ehning, der Küchengirl gesattelt hatte. Ehning trat als Titelverteidiger in Wiesbaden an, gewann 2009 mit Vulkano den Großen Preis.
Nun möchte Lynch nach Rang acht im Deutschen Spring-Derby und dem Sieg in Wiesbaden auch weiter in der Riders Tour mitmischen: „Das passt gut zusammen mit meinen Plänen. In Paderborn war ich letztes Jahr erstmals und die beiden Hallenturniere in Hannover und München versuche ich auch immer zu reiten.“ Die nächste Station der Riders Tour ist das Balve Optimum und: „Ich war noch nie da. Das muss ich mit unserem irischen Trainer besprechen, ob er mich wirklich unbedingt in St. Gallen braucht.“
Auf Rang drei schob sich einer, den in Wiesbaden wohl kaum jemand auf der Favoritenliste hatte. Der 32 Jahre alte Japaner Fukushima Daisuke, der seit anderthalb Jahren bei Jos Lansink in Belgien trainiert, aus Tokio stammt und mit zehn Jahren seine Begeisterung für den Reitsport entdeckte, landete einen großen Erfolg. Mit dem Hengst Weldon D`O lieferte Daisuke eine tadellose Runde ab und schaffte so ganz nebenbei auch seine Qualifikation für die Weltreiterspiele im us-amerikanischen Kentucky.
Pech hatte in Wiesbaden Derbysieger Carsten-Otto Nagel, der mit der Stute Corradina souverän in die Siegerrunde ritt, als die Stute beim Anreiten eines Hindernisses wegrutschte und Nagel erneut anreiten musste. Fünf Strafpunkte gab es dafür und die bedeuteten Platz elf. Nagel ist nun Dritter des Riders Tour Rankings hinter Lynch und Heiko Schmidt aus Plau. Der sprang mit der erst neun Jahre alten Cassiopeia entschlossen auf Rang sechs im Großen Preis von Wiesbaden und ist Lynch mit 27 Punkten dicht auf den „Fersen“.
Ergebnis Großer Preis von Wiesbaden, Zweite Etappe der DKB-Riders Tour:
1. Denis Lynch (Irland) mit Abberuail van het Dingeshof 0 Strafpunkte/ 48,50 Sekunden,
2. Marcus Ehning (Borken) mit Küchengirl 0/ 48,58,
3. Fukushima Daisuke (Japan) mit Weldon D`O 0/ 50,90,
4. Cindy van der Straten (Belgien) mit Alexandria 0/ 52,18,
5. Chris Chugg (Australien) mit Vivant 4/ 48,05,
6. Heiko Schmidt (Neu Benthen) mit Cassiopeia 4/ 51,28
Ranking Riders Tour nach zwei von sechs Etappen:
1. Denis Lynch (Irland), 28 Punkte
2. Heiko Schmidt (Neu-Benthen), 27
3. Carsten-Otto Nagel (Wedel), 25
4. Marcus Ehning (Borken), 17
5. Bernardo Alves (Brasilien) und Fukushima Daisuke (Japan), 15
7. Hergen Forkert (Bremen-Oberneuland) und Cindy van der Straten (Belgien), 13
9. Chris Chugg (Australien) und Robert Smith (Großbritannien), 11
11. Christian Ahlmann (Marl), 10
Preis der Pfungstädter Brauerei Schlosspark Preis Qualifikation für “Großer Preis von Wiesbaden” (DKB Riders Tour-Wertung):
1. Denis Lynch (Irland) mit Abberuail van het Dingeshof 43.82/0;
2. Edwina Alexander (Australien) mit Cevo Socrates 45.70/0;
3. Ellen Whitaker (Großbritannien) mit Equimax Ocolado 45.79/0;
4. Gert-Jan Bruggink (Niederlande) mit Andrea 46.18/0;
5. Laura Kraut (USA) mit Tortola 46.85/0;
6. Marco Kutscher (ZRFV Riesenbeck) mit Clintus 49.16/0;
Springprüfung Preis des Hessischen Ministerpräsidenten Preis von Hessen mit Siegerrunde, dotiert mit 10.000 Euro:
1. Christian Ahlmann (RFV Alt Marl) mit Calvados Z 42.51/0;
2. Nicole Shahinian Simpson (USA) mit Kilkenny Rindo 43.52/0;
3. Ellen Whitaker (RFV Gehrde) mit CS Online 43.99/0;
4. Daniel Lahmann (RC Rittergut Neindorf) mit District 44.30/0;
5. Fukushima Daisuke (Japan) mit Vainqueur 45.11/0;
6. Jörg Naeve (RFV Kastanienhof) mit Coolidge 45.98/0;




