Xenophon und Heuschmann – ein Rücktritt
UPDATE, siehe Link unten: Eine kryptisch klingende Pressemitteilung hat der Vorsitzende des Vereins “Xenophon – Gesellschaft für Erhalt und Förderung der klassischen Reitkultur”, Klaus Balkenhol, jetzt über den plötzlichen Rücktritt seines zweiten Vorsitzenden, des Tierarztes und Buchautors Dr. Gerd Heuschmann, in den Umlauf gegeben.
Xenophon, Balkenhol und Heuschmann hatten sich zuletzt in der Öffentlichkeit zu den Themen Rollkur (das Reiten in einer tiefen und extrem engen Halshaltung des Pferdes) und dem Reiten in Long, Deep and Round Position geäußert und diese vehement als falsches, nicht pferdegerechtes Reiten verworfen:
“Es ist für uns aber nicht akzeptabel, dass ein Pferd 10 Minuten lang mit einer durch Handeinwirkung erzwungenen, tiefen und engen Halsposition geritten werden darf”, heißt es unter anderem in einer öffentlichen Stellungnahme der Gesellschaft.
In der aktuellen Pressemitteilung zum Rücktritt von Gerd Heuschmann heißt es nun ohne weitere Angabe der Hintergründe:
“Auf Grund unüberbrückbarer fachlicher und inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten ist Dr. Gerd Heuschmann – auf eigenen Wunsch – von seinem Vorstandsposten als zweiter Vorsitzender bei XENOPHON mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Dem Verein XENOPHON e.V. bleibt er jedoch als Mitglied erhalten.
Dr. Gerd Heuschmann hat sich über viele Jahre für gewaltfreies Reiten eingesetzt und ist ein erklärter Gegner der Rollkur. Er ist Initiator und Gründungsmitglied von XENOPHON e.V. und ist als Tierarzt ein Wegbereiter zum besseren Verständnis für die biomechanischen Zusammenhänge im Reitsport.
Die Mitglieder des XENOPHON-Vorstandes und -Aufsichtsrates bedauern diese Entwicklung sehr. Auf der bevorstehendem Mitgliederversammlung Mitte Juli in Aachen wird satzungsgemäß ein/e neue/r stellvertretende/r Vorsitzende/r gewählt.”
Horses & Sports hat um eine Erklärung zu den neuerdings “unüberbrückbaren fachlichen und inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten” gebeten. Hier das Gespräch mit Dr. Astrid von Velsen-Zerweck aus dem Xenophon-Vorstand zum Heuschmann-Eklat.





