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CHIO Aachen 2010: Steve Guerdat siegt im Preis von Nordrhein-Westfalen

17. Juli 2010 Springen

„In Aachen einmal zu gewinnen, ist wunderbar, ein zweites Mal ist geradezu unglaublich“, sagte Steve Guerdat nach seinem Sieg im Preis von Nordrhein-Westfalen beim CHIO Aachen am Freitagnachmittag. Im Sattel des Oldenburger Wallachs Ferrari setzte sich der 28-Jährige mit einer fehlerfreien Runde in 44,04 Sekunden an die Spitze.

Dabei waren drei Starter schneller als er gewesen: Doch Ludger Beerbaum auf dem Baloubet du Rouet-Sohn Chaman, Luciana Diniz mit dem gekörten Darco-Sohn Winningmood und Christian Ahlmann auf KWPN Hengst Taloubet Z mussten alle einen Fehler am letzten Sprung verbuchen. Das war besonders bitter für Ahlmann, der mit 41,52 Sekunden die schnellste Zeit im äußerst spannenden Stechen vorgelegt hatte.

Sieger in der Aachener Soers: Steve Guerdat, hier auf Jalisca Solier, reitet derzeit sehr erfolgreich vorne mit. Foto: Dirk Careman/FEI

Sieger in der Aachener Soers: Steve Guerdat, hier auf Jalisca Solier, reitet derzeit sehr erfolgreich vorne mit. Foto: Dirk Careman/FEI

Der Vater von Guerdats Wallach Ferrari, der Selle Francais-Hengst Furioso II, hat die gesamte Sportpferdezucht weltweit beeinflusst und lebt in seiner Hengstlinie noch immer weiter. „Ferrari ist ein sehr schnelles Pferd, manchmal sogar zu schnell und zu stark. Er will immer alles auf einmal machen, aber wenn ich seinen Ehrgeiz im Griff habe, ist er sehr vorsichtig. Dieser Sieg war der bisher schönste in seiner Laufbahn“, so Guerdat.

Platz zwei ging an den Olympiasieger von 2008, den Kanadier Eric Lamaze, mit seinem Goldpferd Hickstead. „Ich bin erst gestern in Aachen angekommen, und die Runde hier heute war mein erster Start. Hickstead ist bereits am Mittwoch aus Calgary gelandet und dass er hier so gut ging, zeigt, dass er eine gute Reise hatte“, so Lamaze. Das Paar hatte den Parcours in 44,16 Sekunden fehlerfrei überwunden.

Platz drei ging an den Niederländer Albert Zoer, der mit dem KWPN-Wallach Uraguay in 44,91 Sekunden durch die Soers flog. „Uraguay ist erst neun Jahre alt und ein sehr gutes Pferd, dem noch etwas Erfahrung fehlt. Bei jedem Turnier wird er besser, und ich sehe in ihm ein Pferd mit Zukunft“, berichtet Zoer.

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