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Vielseitigkeit Weltcup und DM 2010: Michael Jung und Julia Mestern sind die Stars in Schenefeld, Nominierungen für Kentucky

31. August 2010 Vielseitigkeit

Michael Jung hat durch seinen zweiten Platz auf River of Joy beim CIC*** Schenefeld den Sieg in der hochdotierten internationalen FEI HSBC Weltcup Serie 2010 in der Tasche. Nach zwölf Stationen in zehn Ländern und drei Kontinenten ist der Reiter aus Horb mit seinem zweiten Platz und – als einziger – zwei Siegen (Marbach und Strzegom (POL)) der erfolgreichste Reiter der Serie und damit um 50.000 US Dollar reicher.

Bleibt einer der Stars der internationalen Vielseitigkeitsszene: Michael Jung. Foto: FEI

Bleibt einer der Stars der internationalen Vielseitigkeitsszene: Michael Jung. Foto: FEI

Julia Mestern aus Sylfeld bei Bargteheide wurde in Schenefeld zur neuen Deutsche Meisterin der Vielseitigkeitsreiter. Dank einer abschließenden Nullrunde im Parcours blieb es für die 34-Jährige und ihr Pferd FRH Schorsch beim Dressurergebnis von 39,0 Minuspunkten, mit denen sie ihren ersten Titelgewinn besiegelte. “Sensationell, besser geht’s nicht”, sagte die frisch gebackene Meisterin bei der Siegerehrung gerührt. “Es war ja schwierig mit der Vorbereitung. Ich hatte mir im Frühjahr den Fuß gebrochen. Aber Schorsch war Spitze!”

Auf dem zweiten Platz landete wie schon im Vorjahr Michael Jung (Horb) mit River of Joy (39,2). Auch Jung blieb im Springen fehlerfrei und das nicht nur einmal, sondern mit allen drei Pferden, die er in Schenefeld am Start hatte. Mit diesen, FBW Sam (39,8) und Leopin (47,0), belegte er die Plätze drei beziehungsweise vier in der internationalen Wertung. Da allerdings nur ein Pferd pro Reiter für die Meisterschaft gewertet wird, ging die Bronzemedaille an Titelverteidigerin Ingrid Klimke (Münster), die sich mit FRH Butts Abraxxas zwei Abwürfe im Springen geleistet hatte (47,6).

Julia Mestern auf Schorsch ist deutsche Vielseitigkeits-Meisterin 2010. Foto: Ute Goedecke/FEI

Julia Mestern auf Schorsch ist deutsche Vielseitigkeits-Meisterin 2010. Foto: Ute Goedecke/FEI

Für die deutschen Reiter ging es in Schenefeld aber nicht nur um den Meistertitel, sondern auch um die Fahrkarten für die Weltreiterspiele in Kentucky/USA (25. September bis 10. Oktober). Für den Start in den USA nominierte der Vielseitigkeitsausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) folgende Paare (alphabetisch):

Andreas Dibowski mitButts Leon oder FRH Fantasia
Michael Jung mit FBW Sam
Ingrid Klimke mit FRH Butts Abraxxas
Frank Ostholt mit Mr. Medicott und
Dirk Schrade mit Gadget de la Cere

als potenzielle Mannschaftsreiter sowie

Simone Deitermann mit Free Easy NRW

als Einzelreiterin.

Als erste Reserve wurde Kai Rüder (Blieschendorf) mit Leprince des Bois nominiert. Zweite Reserve ist Anna Warnecke (Osnabrück) mit Twinkle Bee. Dritte Reserve ist Andreas Ostholt (Warendorf) mit Franco Jeas.

Ergebnisse Deutsche Meisterschaft
1 Julia Mestern/FRH Schorsch (GER) 39.0 + 0 + 0 = 39
2 Michael Jung/Weidezaunprofi’s River of Joy (GER) 36.0 + 3.2 + 0 = 39.2
3 Michael Jung/La Biosthetique Sam (GER) 39.8 + 0 + 0 = 39.8
4 Michael Jung/Leopin (GER) 45.8 + 1.2 + 0 = 47.0
5 Ingrid Klimke/Butts Abraxxas (GER) 34.8 + 4.8 + 8 = 47.6
6 Dirk Schrade/Gadget de la Cere AA (GER) 40.8 + 7.6 + 0 = 48.4
7 Andreas Dibowski/FRH Fantasia (GER) 42.2 + 8.4 + 0 = 50.6
8 Andreas Ostholt/Franco Jeas (GER) 47.8 + 4.4 + 4 = 56.2
9 Kai Rüder/Leprince des Bois (GER) 38.6 + 12 + 8 = 58.6
10 Anna Siemer/Charlott 23 (GER) 51.0 + 7.6 + 1= 59.6
Ergebnisse HSBC FEI Worldcup 2010
Final Standings (in the case of riders tying on points, the best scores take precedence)

1 Michael Jung (GER) 142 points – US$50,000
2 Megan Jones (AUS) 138 – US$34,000
3 Phillip Dutton (USA) 131 – US$23,000
4 Clarke Johnstone (NZL) 128 – US$18,000
5 Lucy Wiegersma (GBR) 128 – US$13,000
6 Alexey Korshunov (RUS) 125 – US$10,000
7 Andreas Dibowski (GER) 122 – US$8,000
8 Kai Rüder (GER) 122 – US$6,500
9 Dirk Schrade (GER) 119 – US$5,000
10 Sonja Johnson (AUS) 119 – US$4,000
11 Kai-Steffen Meier (GER) 119 – US$3,000
12 Ruth Edge (GBR) 110 – US$2,000
13 Andrew Downes (GBR) 104 – US$2,000
14 Frank Ostholt (GER) 101 – US$1,500
15 John-Paul Sheffield (GBR) 101 – US$1,000

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