WEG 2010 Kentucky: Kein Start für Victoria Max-Theurer
Die zehnte der aktuellen Weltrangliste und Österreichs beste Dressurreiterin, Victoria Max-Theurer, verzichtet auf einen Start bei den Weltreiterspielen in Kentucky (USA), die am 25. September beginnen. Die 24-Jährige will ihrem 2009 nach einer schweren Kolik operierten Top Pferd Augustin OLD die Reise- und Quarantänestrapazen nicht zumuten, so die Pressemitteilung aus dem Hause Max-Theurer. Der Focus sei nun auf die Europameisterschaften 2011 in Rotterdam (NED) und die Olympischen Spielen 2012 in London (GBR) gerichtet.
„Die Entscheidung ist mir und meinen Eltern nicht leicht gefallen“, sagtVictoria Max-Theurer, „aber ich bitte um Verständnis, dass ich die Gesundheit unseres Pferdes Augustin OLD über alles andere stelle und auf keinen Fall ein nicht kalkulierbares Risiko eingehen möchte.“
Die 24-jährige Dressuramazone, EM-Fünftplazierte Windsor (GBR, 2009) und Sechstplazierte im Großen Aachener Dressurpreis (GER, 2010), erklärt, dass bei ihrem zehnjährigen Oldenburger Hengst nach einer schweren Kolikoperation im Herbst 2009 eine sehr aufwändige Fütterung und Betreuung nötig ist, die aber durch die besonderen Einreisebestimmungen in die USA und während des Aufenthalts am WM-Gelände nicht gewährleistet werden können.
Augustin OLD, den ihre Mutter Sissy Max-Theurer selbst gezogen hat, bekomme über 24 Stunden verteilt kleine Mahlzeiten, deren Verabreichungszeiten genau eingehalten werden müssen. Die dafür notwendige dauerhafte nächtliche Anwesenheit eines Pferdepflegers sei vom Veranstalter in Kentucky jedoch untersagt. Auf tierärztliches Anraten sei auch auf eine für Augustin OLD riskante Heuumstellung verzichtet worden, da die Einfuhr von europäischem Heu in die USA nicht erlaubt ist. Weiter sei ein ausgeklügeltes Bewegungsprogramm nötig, um jedes Risiko einer erneuten Erkrankung zu vermeiden. An die zweitägige Anreise nach Liege (Belgien) und den neunstündigen Flug schließt sich eine mindestens 42 Stunden dauernde Quarantäne an, in der die voll im Training stehenden Pferde lediglich im Schritt geführt werden dürfen. Auch dies lasse sich mit den für Augustins Gesundheit nötigen Maßnahmen nicht vereinbaren.




