Global Champions Tour – Ein ganz besonderer Sieger: Altmeister Michel Robert gewinnt

Absolut harmonisch: Der Sieger der Global Championstour und seine Stute Kellemoi de Pepita. Foto: GCT
Mit 61 Jahren Erfahrung und seiner fabelhaften Stute Kellemoi de Pepita hat der französische Altmeister Michel Robert das Finale der Global Champions Tour in Doha gewonnen. In der Haupstadt des Wüstenstaates Quatar konnten nach der zweiten Runde noch vier Reiter um das höchste Preisgeld im internationalen Springsport mitreiten. Insgesamt 900.000 Euro waren für die 18 Starter, die sich für die zweite Runde qualifizieren konnten, ausgeschrieben; davon gingen 300.000 an den Sieger.
Unter den vier, die es in’s Stechen schafften, war auch der derzeit in Mailand lebende zweifache Olympiasieger von 1996 in Atlanta, Ulrich Kirchhoff. Der prophezeite gleich: “Mein Pferd Carino ist nicht das Schnellste.” Und in der Tat gelang es dem Rosendahler nicht in der spannenden Endrunde gegen die harte Konkurrenz in Form von Weltmeister Jos Lansink und Alvaro de Miranda und Michel Robert Boden gut zu machen. Dennoch ein hevorragender Platz vier für den Deutschen im heiß umkämpften GCT-Finale.
Altmeister Michel Robert musste sich als dritter Starter nach seinem Nullfehlerritt in 49,76 Sekunden im Stechparcours von Conrad Holmfeld noch bange Sekunden gedulden während Jos Lansink (BEL) auf Valentina van t’Heike alles gab, um die Zeit des Franzosen zu toppen – ohne dabei einen Fehler zu machen. Doch der Franzose, der eine souveräne Runde hingelegt hatte, gab dem erfahrenen Lansink eine harte Nuss zu knacken. Der für Belgien startenden gebürtige Niederländer Lansink zögerte am letzten Sprung, um nicht ausgerechnet hier noch einen Springfehler einzukassieren – das kostete ihn die 13 Hundertstel zum Sieg (0/49.89 sek).

Da machen 13 Hundertstel gleich 120.000 Euro weniger aus: Weltmeister Jos Lansink verpasste auf Valentina van t'Heile knapp den Sieger der GCT 09. Foto: GCT
“Einmal Vierter, einmal Dritter, einmal Zweiter – und jetzt …”, sagte der sichtlich gerührte Franzose Robert im Hinblick auf seine Ritte bei den vorigen Stationen der GCT. Der Weltmeister von 1982, Olympiabronze-Gewinner von 1992 und mehrfache Vize-Welt- und Europameister, der mehrere Bücher, darunter eines über Horsemanship (den fairen Umgang mit dem Pferd) geschrieben hat, hatte bei der Siegerehrung mit den Tränen zu kämpfen. Er hatte seine Karriere ursprünglich als Vielseitigkeitsreiter begonnen und war hier für sein Land selbst bis zu den Olympischen Spielen an den Start gegangen bevor er beschloss nur noch Springreiter zu sein.
Als zweitbester Deutscher hatte Marco Kutscher auf Cornet Obolensky (4/83,23) auf Platz sechs den Einzug ins Stechen knapp verpasst ebenso wie die hohe Favoritin Edwina Alexander (AUS), die auf Isovlas Itot du Chateau ebenfalls vier Fehler in 83,71 Sekunden zu verbuchen hatte. Auch Daniel Deusser, als dritter Deutsche, der es bis in die zweite Runde geschafft hatte, gelang mit Aboyeur (83,78 sec) keine fehlerfreier Ritt, am Ende vier Fehler und Platz acht für ihn.
Ergebnis Finale Global Champions Tour
1. Michel Robert (Frankreich) mit Kellemoi de Pepita 0 Strafpunkte/ 49,76 Sekunden
2. Jos Lansink (Belgien) mit Valentina van`t Heike 0/ 49,89
3. Alvaro Miranda de Neto (Brasilien) mit Picolien Zeldenrust 4/ 46,52
4. Ulrich Kirchhoff (Mailand) mit Carino 4/ 46,91
5. Denis Lynch (Irland) mit All Inclusive 1/ 88,92
6. Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cornet Obolensky 4/ 83,23
8. Daniel Deusser (Ravensberg/ Valkenswaard) mit Aboyeur W 4/ 83,87
Sämtliche Ergebnisse und die Ritte im Einzelnen nochmal auf Video auf der Global Champions Tour Seite.


















