Lars Niebergs Mäzenin gibt Gestüt Wäldershausen und Sportpferde auf

Einer von Deutschlands sympathischsten und erfolgreichsten Springreitern, hat ein Problem zu lösen: Lars Nieberg, hier mit Levito. Foto: Julia Rau
Der zweifache Mannschaftsolympiasieger im Springreiten, Lars Nieberg bangt offensichtlich um seine reiterliche Zukunft. Beim wieder belebten Berliner “Hauptstadtturnier” vor drei Wochen noch mit, Galippo, einem seiner Nachwuchspferde als Sieger im großen Preis erfolgreich, steht nun vor der wirtschaftlichen Existenz des Springreiters ein großes Fragezeichen.
Denn Niebergs langjährige Mäzenin und Inhaberin des Getüts
Wäldershausen, Katarina Geller-Herr, hat angekündigt, sich aus privaten Gründen aus dem Pferdesport zurück zu ziehen und wird das Gestüt, das auch das Zuhause der Familie Nieberg ist, in Kürze aufgeben.
Für den Bundeskaderreiter, der seit 1990 in Wäldershausen in Hessen lebt und arbeitet und seit 1994 dort Gestütsleiter ist, hat dies massive Konsequenzen. Geller-Herr ist bislang nicht nur seine Arbeitgeberin, sondern auch Inhaberin seiner Sportpferde.
Zwar liegt ihm das Angebot vor, das Gestüt zu pachten und die Pferde zu übernehmen, doch „das ist eine große finanzielle Herausforderung“, so der 46-jährige Familienvater. „Ich stehe vor einer schweren Entscheidung.“
Auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung macht sich für einen ihrer erfolgreichsten Reiter stark: „Es wäre äußerst schade, wenn uns ein Reiter wie Lars Nieberg, der über viele Jahre eine feste Größe in der deutschen Mannschaft war, aus wirtschaftlichen Gründen verloren geht. Gerade jetzt, wo er wieder einige vielversprechende Pferde im Stall und den Anschluss an die Spitze gefunden hat“, sagte Reinhard Wendt, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). „Wir versuchen Lars Nieberg zu helfen, eine Lösung zu finden.“









