Home » Marcus Ehning » Recent Articles:

Global Champions Tour: Letzte Etappe in Valkenswaard – Finale in Doha im November

21. August 2009 Mehr Sport
Wird der bei Tour Organisator Jan Tops angestellte Deutsche Daniel Deusser, hier auf Aboyeur, eine Siegeschance bei der letzten Etappe der GCT haben? Foto: Julia Rau

Wird der bei Tour Organisator Jan Tops angestellte Deutsche Daniel Deusser, hier auf Aboyeur, eine Siegeschance bei der letzten Etappe der GCT haben? Foto: Julia Rau

Es ist die letzte Chance. Für alle Reiter, die sich noch einen Startplatz im hochdotierten Finale der Global-Champions Tour in Doha sichern wollen oder einen Teil des Preisgelds einer Etappe von knapp 300.000 Euro mit nach Hause nehmen wollen, bietet das Wochenende im niederländischen Valkenswaard die letzte Gelegenheit.

Dort wo sie organisatorisch zuhause ist, wo die Idee entwickelt und umgesetzt wurde, wo Tour-Chef Jan Tops zuhause ist, findet die achte Etappe der höchstdotierten Reitsportserie der Welt  statt. Auf der Reitanlage von Jan Tops geht es ein letztes Mal vor dem Finale in Doha von 11. bis 15. November um Punkte, Preisgeld und Glamour. Die Global Champions Tour (GCT) der Niederlande markiert zugleich das Ende einer ungewöhnlichen Qualifikationsserie im dritten Tour-Jahr. Mit zwei neuen Etappen in Valencia und Rio de Janeiro, mit vertrauten Partnern und auf den sicherlich besten Turnierplätzen der Welt. … Continue Reading

CHIO Aachen: Dennis Lynch ist der Sieger 2009 im Großen Preis von Aachen

5. Juli 2009 Mehr Sport
Eine souveräne Runde von Dennis Lynch und Lantinus. Foto: Julia Rau

Eine souveräne Runde von Dennis Lynch und Lantinus. Foto: Julia Rau

Nach einem äußerst spannenden Stechen mit vier Startern steht nun auch der Sieger im Großen Preis beim CHIO in Aachen fest: Der Ire Dennis Lynch auf seinem elfjährigen Hannoveraner Lantinus hatte mit einer fulminanten Runde die Australierin Edwina Alexander hinter sich gelassen.

Die Lebensgefährtin von Globalchampionstour Organisator Jan Tops, hatte mit dem 13-jährien Itot de Chateau einen ebenfalls schnellen fehlerfreie Ritt vorgelegt. Die 35-Jährige trainiert auf der Anlage von Tops, der auch einen internationalen Pferdehandel betreibt, im niederländischen Valkenswaard und holte auf den Weltmeisterschaften in Aachen 2006 den vierten Platz. Bei den Olympischen Spielen in Hongkong war sie mit Isovlas Itot du Château Neunte im Einzel. Aachen hat sie übrigens laut eigener Aussage in lustiger Erinnerung: 2002 fiel sie hier zweimal runter.

Klein, aber oho, der Fuchs Itot du Chateau von Edwina Alexander. Foto: Kit Houghton/FEI

Klein, aber oho, der Fuchs Itot du Chateau von Edwina Alexander. Foto: Kit Houghton/FEI

Der Druck des letzten Starters lastete nun auf Markus Ehning und Küchengirl, die nach zwei fehlerfreien Umläufen frisch und angriffslustig in den Stechparcours von Frank Rothenberger startete. Doch der Borkener musste schnell sein und genau das wurde ihm zum Verhängnis: Am letzten Sprung, einem Ochser nach langer Galoppstrecke, hatte die Stute dann doch das Hinterbein an der Stange, vier Fehler, aus der Traum. Dabei hätte die Zeit gereicht, denn obwohl die bayerische Stute, eine Lord Z-Cambridge-Tochter im Stechen noch ein Hufeisen verlor, legte sie die Bestzeit von 54.12 Sekunden vor. Das bedeutete Rang drei.

Glücklich trotz Fehlers am letzten Sprung: Marcus Ehning und Küchengirl. Foto: Kit Houghton FEI

Glücklich trotz Fehlers am letzten Sprung: Marcus Ehning und Küchengirl. Foto: Kit Houghton FEI

So ging der Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, an den Iren Denis Lynch auf dem Hannoveraner Landkönig-Sohn Lantinus. Das Paar beendete den Parcours in 55.26 Sekunden. „Lantinus ist ein Weltklassepferd. Wir mussten nach dem Oxer den weiteren Weg um den überbauten Wassergraben nehmen, weil wir so viel Speed hatten, dass ich ihn nicht um die enge Kurve bekommen hätte“, berichtete ein glücklicher Lynch. Der Ire, wie Christian Ahlmann bei den Olympischen Spielen von Hongkong wegen einer positiven Doping-Probe mit Capsaicin disqualifiziert, konnte ein Preisgeld von 115.000 Euro mit nach Hause nehmen.

Vierter Teilnehmer und erster Starter im Stechen war der Belgier Philipe Lejeune auf Vigo d’Arsouilles mit vier Fehlern auf Platz vier landete. Sein Start im zweiten Umlauf verzögerte sich, da er sich auf dem Vorbereitungsplatz ein Eisen verloren hatte.

Großes Pech hatte Andreas Knippling. Der 43-Jährige startete erstmals im Rolex Grand Prix und blieb im zweiten Umlauf fehlerfrei. Doch einen Strafpunkt für Überschreitung der Zeit machte seinen Einzug auf dem Belgier Neolisto van het Mierenhof ins Stechen zunichte. Auch die Schwedin Helena Lundberg ärgerte sich sehr, als sie im zweiten Umlauf einen falschen Parcours eingeschlagen hatte.

Die beiden Shooting Stars der Saison, die Amerikanerin Ashlee Bond auf ihrem Holsteiner Cadett und die Französin Penelope Leprevost landeten in dem schweren Springen, in das Frank Rothenberger im zweiten Umlauf gar eine vierfache Kombination eingebaut hatte, auf den Plätzen sieben und acht.

CHIO Aachen: Frankreich siegt souverän im Nationenpreis

3. Juli 2009 Mehr Sport
Hätte das Zeug für einen Lehrfilm gehabt: Der schöne Ritt von Marcus Ehning auf Plot Blue. Foto: ALRV

Hätte das Zeug für einen Lehrfilm gehabt: Der schöne Ritt von Marcus Ehning auf Plot Blue. Foto: ALRV

40.000 Zuschauer sahen am Donnerstagabend einen souveränen französischen Sieg der fünfte Etappe des FEI Meydan Nationenpreises bei CHIO in der Aachener Söers. Den zweiten Platz teilte sich die deutsche Equipe mit der Mannschaft der Niederlande, die jeweils vier Strafpunkte mit nach Hause nahmen.

Während Marcus Ehning und sein Hengst Plot Blue aus dem Stall des Schweizers Werner Muff im zweiten Umlauf eine wahre Bilderbuchrunde hinlegten und Meredith Michaels-Beerbaum auf einem äußerst munteren Checkmate für Spannung sorgte, hatte Carsten-Otto Nagel auf einer nicht ganz so dynamischen Corradina mit einem Abwurf den deutschen Siegeshoffnungen einen Strich durch die Rechnung machen müssen.

Der junge Philip Weishaupt aus dem Stall von Ludger Beerbaum, der seinen ersten Nationenpreis bestritt, sorgte mit seiner ebenfalls jungen Stute Souvenir für das Streichergebnis des Teams. Trotzdem zeigten sich die Deutschen zufrieden mit ihrem zweiten Platz während Team-Chef Otto Becker nicht müde wurde, den wunderbaren Zusammenhalt der deutschen Mannschaft zu loben.

Auch mit Checkmate perfekt: Meredith Michaels-Beerbaum. Foto: Kit Houghton/FEI

Auch mit Checkmate perfekt: Meredith Michaels-Beerbaum. Foto: Kit Houghton/FEI

Auch Michaels-Beerbaum war zufrieden mit der Mannschaftsleistung: “Wir hatten eine super Mannschaft, das hat mir als letzter Starterin Sicherheit gegeben.”

Der souveräne Sieg der Franzosen war bereits nach dem dritten der vier Reiter im zweiten Umlauf entschieden, als ihnen als einzigem Team erneut drei fehlerfreie Ritte gelangen. Lediglich die Deutschen hätten ihnen noch einen Strich durch die Rechnung machen können, doch Carsten-Otto Nagel und Corradina rissen ausgerechnet am vorletzten Hindernis. “Das passiert halt, eigentlich waren wir sehr gut unterwegs”, meinte Nagel anschließend.

Glänzt immer wieder durch souveräne Nullrunden: Penelope Leprevost (FRA) auf Jubilee D'Ouilly. Foto: Kit Houghton/FEI

Glänzt immer wieder durch souveräne Nullrunden: Penelope Leprevost (FRA) auf Jubilee D'Ouilly. Foto: Kit Houghton/FEI

Pénélope Leprevost auf Jubilee D´Ouilly, Roger-Yves Bost auf Ideal de la Loge, Timothée Anciaume auf Lamm de Fetan und Kevin Staut auf Kraque Boom sind die erste französische Equipe, die seit 1990 in Aachen gewinnen konnte.

Ihrer Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden konnte die Equipe der USA, die mit ingsesamt 5 Fehlerpunkten auf dem vierten Platz landete, die Gesamtwertung aber weiter anführt.

In diesem Jahr wurde der Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup – erstmals mit den zehn statt den acht besten Teams der Welt veranstaltet: Am Start waren die Mannschaften Belgiens, Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Italiens, Großbritanniens, der Niederlande, Schwedens, der Schweiz und der USA. Dabei konnten sich Italien und Großbritannien nicht für den zweiten Umlauf qualifizieren.

Die Prüfung feiert in diesem Jahr zwei ganz besondere Jubiläen: Vor genau hundert Jahren ist der erste Nationenpreis weltweit veranstaltet worden, vor genau achtzig Jahren der erste in der Aachener Soers.

Nächste Station des FEI Meydan Nationenpreises ist Falsterbo in Schweden am 17. Juli.

Ergebnisse:

1.        France – 0 Fehler: Jubilee D’Ouilly (Penelope Leprevost) 0/0, Ideal de la Loge (Roger-Yves Bost) 12/0, Lamm de Fetan (Timothee Anciaume) 0/0, Kraque Boom Bois Margot (Kevin Staut) 0/4.

Equal 2.    Netherlands – 4 Fehler Blauwendraad’s O’Brien (Angelique Hoorn) 0/0, Walnut de Muze (Harrie Smolders) 0/4, Oki Doki (Albert Zoer) 0/8, Opium VS (Marc Houtzager) 5/0.

Equal 2.    Germany – 4 Fehler: Plot Blue (Marcus Ehning) 0/0, Souvenir (Philipp Weishaupt) 4/17, Corradina (Carsten-Otto Nagel) 0/4, Checkmate (Meredith Michaels-Beerbaum) 0/0.

4.        USA – 5 Fehler Quick Study (Lauren Hough) 0/5, Pavarotti (Todd Minikus) 4/8, Cedric (Laura Kraut) 0/0, Sapphire (McLain Ward) 0/0.

5.        Ireland – 21 Fehler Je T’Aime Flamenco (Billy Twomey) 5/5, Kiltoom (Capt David O’Brien) 1/9, Rancorrado (Cian O’Connor) 1/4, Lantinus (Denis Lynch) Elim/5.

6.        Belgium – 26 Fehler Vigo D’Arsouilles (Philippe Lejeune) 4/1, Aluna (Niels Bruynseels) 16/9, Sherry Mury Marais Z (Ludo Philippaerts) 4/12, Valentina Van’t Heike (Jos Lansink) 0/8.

7.        Switzerland – 30 Fehler Carlina (Pius Schwizer) 0/8, LB Robin Hood (Christina Liebherr) 16/14, Cantus (Niklaus Schurtenberger) 0/16, Tresor (Steve Guerdat) 0/8.

8.        Sweden – 38 Fehler Madick (Helena Lundback) 0/4, Quintero La Silla (Rolf-Goran Bengtsson) 12/18, H&M Arctic Aurora Borealis (Peder Fredricson) 5/16, Montender (Henrik Von Eckermann) 0/13.

9.        Italy – 13 Fehler in der ersten Runde: SNAI Seldana (Natale Chiaudani) 5, Boston (Giovanni Lucchetti) 8, Landzeu (Giuseppe d’Onofrio) 4, Da Zara Kanebo (Piergiorgio Bucci) 4.

10.        Great Britain 14 Fehler in der ersten Runde: Rosinus (Geoff Billington) 8, Romanov (Phillip Spivey) 5, Lutine du Charmoie (Gemma Plumley) 15, Pall Mall (Peter Charles) 1.

MEYDAN FEI NATIONS CUP – Stand nach der fünfte Etappe in AACHEN:

1.    USA            -    34
2.    FRANCE        -    31
3.    GERMANY    -    25
4.    NETHERLANDS-    24
5.    SWITZERLAND-    23
6.    BELGIUM        -    16.5
7.    IRELAND        -    11.5
8.    SWEDEN        -    11
9.    GREAT BRITAIN-    10
10.    ITALY        -     4

CHIO Aachen: Bernardo Alves gewinnt STAWAG-Preis

30. Juni 2009 Mehr Sport

“Chupa Chup ist ein ganz spezielles Pferd. Er hat eine große Galoppade und ist meist schnell unterwegs”,  begründete Bernardo Alves seine schnell Runde strahlend. Im STAWAG-Preis, einen Springen auf Fehler und Zeit, war der Brasilianer am Dienstag beim Weltfest des Pferdesports in Aachen auf seinem elfjährigen Wallach nicht nur fehlerfrei, sondern in einer Zeit von 67,43 Sekunden auch konkurrenzlos schnell unterwegs. … Continue Reading

Marcus Ehning mit Noltes Küchengirl erfolgreich in Braunschweig

14. März 2009 Mehr Sport
Derzeit voll auf Erfolgskurs: Marcus Ehning, hier mit Sandro Boy. Foto: Hippofoto FEI

Derzeit voll auf Erfolgskurs: Marcus Ehning, hier mit Sandro Boy. Foto: Hippofoto FEI

Deutschlands derzeit erfolgreichster Springreiter, Marcus Ehning, die Nummer drei der Weltrangliste, hat auf seinem Problempferd Noltes Küchengirl den Volkswagen Financial Services preis bei den Löwen Classics am Samstagabend gewonnen.

In einem spannenden Stechen mit neun von ursprünglich 40 Startern, konnte der Routinier als letzter Reiter dem bis dahin führenden Ludger Beerbaum auf Couleur Rubin (38,02 Sek) den Sieg noch streitig machen.
Die springgewaltige Stute legte mit dem aus dem westfälischen Borken stammenden Springreiter eine makellose und mit 36,20 Sekunden äußerst schnelle Runde in einem Stechen hin, in dem weitere drei Reiter null blieben.
Auf Platz drei landete der für das Königreich Saudi Arabien startende    Abdullah Miteb al Saud auf dem Quidam de Revel Sohn Allah Jabek (43,65 Sek.).

Marcus Ehning ist derzeit auch einer der aussichtreichsten deutschen Kandidaten für die Teilnahme am Weltcup-Finale in Las Vegas im April.

Reiter aus 18 Nationen ab heute bei den Löwen Classics in Braunschweig

12. März 2009 Mehr Sport
Die Macher der Löwen Classics: Axel Milkau und Springsport-Legende Hans-Günther Winkler. Foto: Karl-Heinz Frieler für comtainment.de

Die Macher der Löwen Classics: Axel Milkau und Springsport-Legende Hans-Günther Winkler. Foto: Karl-Heinz Frieler für comtainment.de

Von heute an bis zum Sonntag (15.) geben sich Reiter aus insgesamt 18 Nationen  bei den Löwen Classics in Braunschweig buchstäblich „die Klinke in die Hand“. Die Teilnehmerliste des CSI4*/ CDI4* in der Braunschweiger Volkswagen Halle liest sich zudem wie ein „Who is who“ des internationalen Springsports.

Für das mit 247.000 Euro dotierte Reitsportereignis haben Sportpromis wie der Olympia-Zweite Rolf-Göran Bengtsson (Schweden), die niederländischen Mannschafts-Weltmeister Gerco Schröder, Albert Zoer, und Jeroen Dubbeldam, Österreichs „Altmeister“ Hugo Simon, der britische Gold Cup-Sieger Robert Smith, RIDERS TOUR-Sieger Carsten-Otto Nagel (Wedel) und die Zweite Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) ihre Nennung abgegeben. … Continue Reading

Große Preise und Party: Löwen Classics Braunschweig empfängt seine Gäste

7. März 2009 Mehr Sport
Auch er wird in Braunschweig dabei sein: Marcus Ehning auf Spitzenpferd Leconte. Foto: Julia Rau

Auch er wird in Braunschweig dabei sein: Marcus Ehning auf Spitzenpferd Leconte. Foto: Julia Rau

Top-Sport im Parcours und im Dressurviereck lockt die Pferdesportfans zu den Löwen Classics nach Braunschweig. Das internationale Vier-Sterne-Turnier in beiden Disziplinen mit der Premiere des Hallenchampionats der Landesverbände, das aus dem Teamchampionat und dem Deutschland Cup besteht, sorgte schon im Vorverkauf für mächtig viel Begeisterung.

Turnierchef Axel Milkau und der sportliche Leiter, Hans Günter Winkler, staunten nicht schlecht: Schon jetzt sind 25.000 Tickets für die Löwen Classics vom 12. bis 15. März in der Volkswagen Halle vergeben. „Soviel Andrang hatten wir noch nie im Vorverkauf,“ sagt Axel Milkau und: „ausverkauft sind wir noch nicht, was nur gut ist, denn die Tageskassen waren in den vergangenen Jahren auch stets umlagert.“

Erstmals werden im Jahr 2009 am Freitag und Samstag Karten auch für jeweils zwei Tagesabschnitte angeboten. Wer am Freitag das Tagesprogramm genießen will – dann wird morgens der Grand Prix  der Dressurreiter entschieden und nachmittags zeigt die internationale Elite ihre besten Nachwuchspferde in der Youngster-Tour – ist schon ab 9,50 Euro dabei. … Continue Reading

Marcus Ehning gewinnt in Bremen

1. März 2009 Mehr Sport
Leconte, einer der Stars aus dem Stall von Marcus Ehning. Foto: Julia Rau

Leconte, einer der Stars aus dem Stall von Marcus Ehning. Foto: Julia Rau

Spannender hätte es nicht sein können. Im Stechen am Sonntag zur  euroclassics Einzel-Gesamtwertung blieben nach vier kräfteraubenden Umläufen (zwei davon zum Nationenpreis am Vortag) noch drei Reiter übrig, die alle reelle Gewinnchancen hatten. Keiner war ohne Fehler aus dem vorherigen, von Hans Sattler anspruchsvoll hoch gebauten Parcours, hervor gegangen.

Marcus Ehning auf seinem Kaderpferd Leconte hatte schließlich mit der schnellsten Zeit und einer Nullfehlerunde im Stechen die Nase vorn.

Olympiasilbermedallien-Gewinner Rolf-Göran Bengtsson auf Quintero La Silla war als erster Starter mit der ungünstigsten Ausgangsposition in den Parcours geritten. Mit seinem äußerst schnellen Nullfehler-Ritt, gelang es ihm, den Druck auf die folgende, erst 23 Jahre alte Amazone aus dem berühmten englischen Whitaker-Clan weiter zu geben.

Ihr in den vorherigen Umläufen schneller elfjähriger Holsteiner Ocolado bescherte ihr allerdings diesmal einen Abwurf. Die beiden verließen den Stechparcours schließlich als Dritte.

Denn Marcus Ehning, der an beiden Tagen eine äußerst konstante gute Leisung gezeigt hatte und sich in den nächsten Wochen auch noch für das Weltcup-Finale im April in Las Vegas qualifizieren möchte, hatte am Vortag mit Sabrina schon zwei Nullfehler-Runden hingelegt. Er ließ sich denn auch den Sieg mit der schnellsten fehlerfreien Runde und einem verhältnismäßig unverbrauchten Leconte, der erst ein halbes Jahr im Stall Ehning zu Hause ist, nicht mehr nehmen.

Äußerst gute Leistungen zeigten einmal mehr Carsten-Otto Nagel auf seinem neunjährigen Holsteiner Cassino mit dem er bereits in Neumünster für Aufsehen gesorgt hatte. Das Paar landete hinter Philip Weishaupt, aus dem Stall von Ludger Beerbaum und vor dem Norweger Stein Endresen auf Platz fünf.

Der Lohn für den Weltranglisten-Dritten Ehning, der sich mit diesem Triumph zum ersten Mal in die Siegerliste der euroclassics Einzelwertung eingetragen hat:  Mit 124.500 Euro ist die Einzelwertung dotiert, der Gewinner erhielt ein neues Auto der Marke Mitsubishi und außerdem noch einen Scheck in Höhe von gut 13.000 Euro.

Rolf-Göran Bengtsson über seinen zweiten Platz: „Nach meinem Ritt im Stechen dachte ich, dass Marcus ganz schön loslegen muss, um diese Zeit zu knacken. Und das hat er natürlich auch gemacht!“

Ellen Whitaker war von ihrem dritten Platz überwältigt. „Ocolado hatte einen schweren Unfall und ich reite ihn erst seit einigen Wochen wieder, deshalb hatte ich mir hier heute überhaupt nichts ausgerechnet.“

Die Kombination PKW und Preisgeld gab es übrigens für die ersten Vier des Schlussergebnisses, genauso wie vier Plätze für das Finale der Masters League im Dezember. Und so freute sich auch noch Beerbaum-Schüler Philipp Weishaupt über den besonderen Bonus: „Mein erstes Auto!“ Und über seine Stute Souvenir urteilte er: „Im letzten Jahr war ihre Qualität schon zu erkennen. Aber jetzt stehen wir am Durchbruch, sie wird besser und besser.“

Dr. Kaspar Funke zog eine positive Bilanz unter die zwei Turnierwochenenden in Bremen. „Wir hatten hier insgesamt 36.000 Zuschauer und es hat sich im Vergleich zum Vorjahr gezeigt, dass sich die Konstellation mit zwei Turnierwochenenden absolut bewährt hat. Besonders die Integration des regionalen Sports am ersten Wochenende wurde gut angenommen. Das Niveau im Springen war superklasse, für die neu ins Leben gerufene Young Masters League haben wir viel Lob bekommen und die jungen Athleten waren von der ersten Etappe begeistert.“

Deutschland I zeigt erstmals wieder Klasse

28. Februar 2009 Mehr Sport
Dieses Jahr ist sein Jahr: Marco Kutscher, hier in Bordeaux. Foto: di Stefano/FEI

Dieses Jahr ist sein Jahr: Marco Kutscher immer vorne dabei, hier beim Jumping Bordeaux. Foto: di Stefano/FEI

Bereits im vergangenen Jahr konnte sich die Mannschaft Deutschland I in der euroclassics Team Trophy souverän auf dem Spitzenrang positionieren. 2009 demonstrierte die heimische Equipe beim euroclassics Pferde-Festival in Bremen erneut ihre Klasse: Platz eins!

Bundestrainer Otto Becker hatte Ludger Beerbaum, Marco Kutscher, Marcus Ehning und Carsten-Otto Nagel nominiert. Und die zeigten mit ihren vierbeinigen Top-Athleten Springsport vom Allerfeinsten, so dass nach zwei Umläufen eine tadellose Null im Endergebnis zu lesen war. … Continue Reading

Nationenpreismodus und Masters League beim euroclassics Pferde-Festival

24. Februar 2009 Dressur
Auch Marco Kutscher tritt an im Nationenpreis beim euroclassics Pferde-Festival. Foto: Bricot for JBordeaux

Auch Marco Kutscher tritt an im Nationenvergleich beim euroclassics Pferde-Festival. Foto: Bricot for JBordeaux

Für die internationalen Spring-Cracks hält das euroclassics Pferde-Festival in Bremen, das in dieser Woche nun für die Spring- und Dressurreiter seine Tore öffnet,  einen besonderen Anreiz bereit – es wird im Nationenpreis-Modus geritten und das bedeutet, dass es um dauerhafte Spitzenleistungen geht!

Am Samstag (28. Februar) entscheidet sich in zwei Umläufen in der euroclassics Team Trophy, welche Mannschaft mit ihren vier Startern die schwere Aufgabe am tadellosesten bewältigt.

Die mit 20.000 Euro dotierte Prüfung ist zugleich erste Wertung für die euroclassics Einzelentscheidung und ist deshalb für die Athleten im Parcours doppelt wichtig. … Continue Reading

AdvertisementAdvertisementAdvertisementAdvertisement

.

Twitter

Tag's

Namen & Nachrichten

Der Deal ist perfekt: Schockemöhle kauft Totilas

14. Oktober 2010

Der Deal ist perfekt: Schockemöhle kauft Totilas

Wie die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heute meldet, hat Paul Schockemöhle nun doch das Jahrhundertpferd Totilasgekauft.

WEG 2010 Kentucky: Kein Start für Victoria Max-Theurer

13. September 2010

WEG 2010 Kentucky: Kein Start für Victoria Max-Theurer

Die zehnte der aktuellen Weltrangliste und Österreichs beste Dressurreiterin, Victoria Max-Theurer, verzichtet auf einen Start bei den Weltreiterspielen in Kentucky (USA), die am 25. September beginnen. Die 24-Jährige will ihrem 2009  nach einer schweren Kolik operierten Top Pferd Augustin OLD die Reise- und Quarantänestrapazen nicht zumuten, so die Pressemitteilung aus dem Hause Max-Theurer. Der Focus [...]

Der Kommentar

  • Der Kommentar: Komet mit kurzer Lebensdauer - Gastkommentar zum Rücktritt von Gerd Heuschmann
    von Karola Bady Unsere Autorin ist Mitglied bei Xenophon und Redakteurin. Sie war bei der Mitgliederversammlung am 12. Juli in Aachen anwesend. Für Horses & Sports hat sie ihr persönliches Resümee aus dieser Veranstaltung gezogen: "Die Laufbahn des Tierarztes Heuschmann gleicht inzwischen der eines Kometen: Er tauchte vor wenigen Jahren unvermittelt auf, sorgte für ein Leuchten am Himmel, als er sich gegen die Rollkur, gegen Doping und unerlaubte Medikation äußerte, dab...

Wissen

FN bietet Suchmaschine für verbotene Substanzen in Futtermitteln

17. Juni 2010

FN bietet Suchmaschine für verbotene Substanzen in Futtermitteln

Die Verunsicherung gerade im semi-professionellen Reitsport ist weiterhin groß. Welche Mittel dürfen Pferde im Körper haben, ohne dass sich der Reiter eines Dopingvergehens schuldig macht? Keiner weiss es wirklich genau.

Fliegenschutzmittel im Wettkampf erlaubt

9. Juni 2010

Fliegenschutzmittel im Wettkampf erlaubt

Eine geradezu bahnbrechende Neuerung im unermüdlichen Kampf um fairen Sport, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in diesen Tagen zu verkünden: Ab sofort sind alle Fliegenschutzmittel bei Turnieren erlaubt. Bislang galt die Regelung, dass Fliegensprays, die ätherische Öle – unter anderem Nelken- oder Lavendelöl – enthalten, eine Karenzzeit von 48 Stunden haben und somit im [...]

.